LICHTSPRACHE
Die Zeitschrift für den Transformationsprozess

Die Zukunft des Geldes

Visionen zur Zukunft des Geldes und der Wirtschaft – Teil 9
 

Geld in anderen Welten
 

Diese Serie zeigte einen Überblick über den Wertewandel, der derzeit in unserem Geld- und Finanzsystem geschieht und wie das Wertesystem in Zukunft aussehen wird. Der erste Teil („Lichtsprache“ Nr. 33) handelte davon, was in den letzten Jahrzehnten mit dem Gold, der Grundlage der Währung, passiert ist. Im zweiten Teil („Lichtsprache“ Nr. 34) beschrieb ich den Missbrauch des Geldes, der durch das Zinssystem erzeugt wurde. Im dritten und vierten Teil („Lichtsprache“ Nr. 35 und 36) stellte ich Geldsysteme vor, die ohne Zinsen funktionieren. Die beiden Folgen in „Lichtsprache“ Nr. 37 und 38 handelten von dem Ende unserer Arbeitsgesellschaft, die durch hohes Wachstum nun in die Lage gekommen ist, jedem Bürger ein Grundeinkommen zahlen zu können. Die „Moneymaker“-Geschichte in Nr. 39 brachte eine Zusammenfassung des heutigen korrupt gewordenen Geldsystems, und im letzten Heft ging es um Alternativen zum Geld- und Zinssystem. Im letzten Teil beschreibe ich, was die geistige Welt und andere galaktische Gesellschaften zum Geld sagen, und gebe damit einen Ausblick auf unsere Zukunft. Teil 9 wurde hier im Zuge der Neuauflage der Serie in den Nummern 55 bis 64 aktualisiert!

Dass unser Wirtschaftssystem sich in der bisherigen Form nicht mehr lange halten kann, spüren wir alle. Im Zuge des Wandels auf der Erde, wird es bald unumgänglich werden, sich Gedanken darum zu machen, wie es mit unserer Wirtschaft weitergehen soll. Wir Menschen müssen umdenken, unsere frühere Komfortzone verlassen, wenn wir uns an die Werte des Neuen Zeitalters gewöhnen wollen. Die Zeiten des Anschaffens auf Kredit sind vorbei! An allen Ecken und Enden rüttelt es derzeit. Die Arbeitslosenzahl steigt und die Politiker sitzen händeringend da und wissen nicht, wie sie dem beikommen sollen, weil ihnen Alternativen fehlen. Sie sind so sehr im alten System verstrickt, dass sie nicht merken, dass es nur eines kleinen Schrittes bedarf, zu neuen Wegen zu finden. Etwa mit der Einführung des Grundeinkommens für alle, mit der Abschaffung des Zinssystems und dem Bewusstsein, dass die hohe Arbeitslosenzahl lediglich zeigt, dass wir soviel Wachstum haben, dass gar nicht mehr genug Arbeit für alle da ist, und wir wirklich nicht mehr in einer Arbeitsgesellschaft, sondern in einer ganz neuen Epoche angekommen sind, in der zählt, was jemand erschafft – nicht was er verdient.

Dass die Hintergrundmächte und Schattenregierungen unserer Welt ihre Macht noch immer nicht abgeben wollen, weil sie die Menschheit weiter abhängig und klein halten möchten, hemmt diesen Bewusstseinsprozess leider immer noch. Noch nicht erwachte Menschen werden dadurch immer wieder mit Konsum geködert und lassen sich damit noch tiefer auf eine Abhängigkeit vom alten System ein, das bereits im Sterben liegt.

Tatsächlich befindet sich unsere Gesellschaft an einem Punkt, an dem schon viele andere Gesellschaften gestanden haben. Es ist wie der Heranwachsende, der aus der Taschengeld-Abhängigkeit seiner Eltern herauswächst und anfängt, danach zu suchen, was er beruflich gerne machen möchte. In diesem Übergang bekommen wir allerlei Hilfe von der geistigen Welt und unseren Raumgeschwistern. Letztere haben ebenfalls diesen schwierigen Übergang durchmachen müssen und können uns dadurch eine große Hilfestellung bieten.

Zunächst eine Einführung, beschrieben von Konfuzius, im Jahr 2002 übermittelt durch Ute Kretschmar:

„In eurer Zeitebene sind die bestehenden Strukturen zurzeit so, dass sehr wenige Menschen über einen sehr großen Kapitalanteil verfügen und die breite Masse der Bevölkerung teilt sich ca. 10 bis 15 % des Weltkapitals. Diese Verteilung ist ein Erbe aus der dritten Dimension. Diese heftige Bündelung hat vor etwa 250 bis 300 Jahren begonnen. Zuvor war es üblich, dass man Geld akzeptierte, um den Handel zu vereinfachen. Das Geld etablierte sich mehr und mehr, und es wurden nur noch selten Waren gegen Waren getauscht. Dadurch bekam jeder Artikel, jede Leistung einen bestimmten Wert. Einige sehr einflussreiche Familien hatten die Idee, Banken zu gründen, und so eröffneten die ersten Banken. Zuvor hatten Goldschmieden der Unterbringung von Wertgegenständen gedient. Die ursprüngliche Idee hinter der Gründung von Bankgesellschaften war, ein sicheres Gebäude zu schaffen, damit nicht jeder seine Ersparnisse zu Hause aufbewahren musste. Jeder konnte sein Geld dort sicher und geschützt gegen ein Entgelt zur Aufbewahrung hinbringen. Nun, da sie das viele Geld von anderen Menschen in Verwahrung hatten, die sich davon holten, wenn sie etwas kaufen wollten, kamen findige Personen auf die Idee, dass man doch mit dem eingelagerten Geld Geschäfte machen könnte. Sie kamen auf die Idee, dass Personen, die zu wenig Geld für ein Geschäft hatten, die benötigte Summe geliehen bekamen und sie gegen Zinsen in Raten zurückzahlen konnten. Zur selben Zeit begann die Industrialisierung, es gab die ersten größeren Produktionsstätten, die über das bisherige Handwerkertum hinausreichten. Die Banken witterten dabei gute Geschäfte. Gleichzeitig wurde dem Boden ein Wert beigemessen, das Land vermessen und Häuser stiegen im Wert. Das Papiergeld wurde erfunden und mit ihm kam die Unübersichtlichkeit. Im Laufe der Jahre weitete sich das alles immer mehr aus, immer weitere Bankfilialen wurden gegründet, und es gab eine starke Vernetzung. Ihr alle kennt ein Spinnennetz: Da gibt es im Zentrum den Knoten, wo die Fäden zusammenlaufen, so ähnlich könnte man die finanzielle Verkettung eurer Banken darstellen. Es gibt auf der Erde einige sehr große, mächtige Banken mit großen, kraftvollen Spinnennetzen, und dann gibt es wiederum eine größere Anzahl kleinerer Banken mit Unternetzen, die mit den größeren verwoben sind. Die größeren Spinnennetze diktieren den Börsen- und Marktwert, sie geben vor, welche Zinsen aktuell sind und welche Gesetze beim Geldverleih gelten. Da gibt es einige reiche Familien, die im Spinnennetz sitzen und die Fäden in der Hand halten, die sie vor 300 Jahren zu ziehen begonnen haben. Der Geldfluss bewegt sich von den gespannten Fäden zum Zentrum hin! Das bedeutet, dass diese wenigen Menschen, allein durch ihre Geburt in eine bestimmte Familie, über einen Geldzufluss verfügen, den sie in hundert Leben nicht ausgeben können.

Betrachten wir uns nun eine andere Perspektive: Eine Person wird auf der Erde in einer mittelständischen Familie geboren, und ihr ist es wichtig, mit der Familie in einem Haus zu leben. Sie verfügt aber nicht über das nötige Kapital, um ein Haus zu erwerben. Also geht sie zur Bank, um sich das fehlende Geld zu leihen. Manche Kredite sind so strukturiert, dass die geliehene Summe doppelt bis dreifach in Raten zurückgezahlt wird. Angenommen, die Familie nutzt das Haus dreißig Jahre lang, danach wird es verkauft; es findet ein Besitzerwechsel statt. Der nächste Besitzer geht ebenfalls zur Bank, er nimmt auch Geld auf und beginnt nun seinerseits, das erworbene Haus zwei- bis dreimal zu bezahlen. Gewinner dabei ist immer die Bank!

In der Geschichte gab und gibt es immer wieder Phasen, wo die Wirtschaftsstrukturen zu erlahmen beginnen. Das ist dann der Fall, wenn über eine längere Zeit Frieden geherrscht hat, das Land aufgebaut und die Konjunktur ausgeschöpft ist. Wenn längerfristig keine Totalschäden auftauchen, fragen sich die Politiker jedesmal händeringend, was sie tun können, um das Wachstum und die Wirtschaft anzukurbeln, damit das erprobte System erhalten bleibt. Wo sollen die Aufträge und das Geld für die Löhne und Gehälter herkommen?

In der Vergangenheit war es üblich, dann einen Krieg vom Zaun zu brechen. Dabei ging alles kaputt und danach gab es für Jahrzehnte Arbeit, um die Menschen zu beschäftigen. Für diesen Kreislauf entscheiden sich Kulturen, die nicht sehr weit entwickelt sind. Bewohner mit einem hohen Bewusstsein würden andere Entscheidungen treffen!

Nun seid ihr an einem ganz entscheidenden Entwicklungsschritt: Die breite Masse der Bevölkerung ist heute gebildet und aufgeschlossen und in ihrem Denken und Fühlen eher freiheitlich. Für die meisten käme die Entscheidung für einen Krieg nicht mehr in Frage; sie würden sich willentlich dagegen entscheiden. Vor sechs Jahrzehnten waren die Menschen noch sehr angstgesteuert und obrigkeitshörig, heute sind sie daran gewohnt, frei und offen ihre Meinung zu sagen.

Desweiteren solltet ihr euch mit der Vorstellung vertraut machen, dass dieses ständige Arbeiten als hauptsächlicher erfüllender Lebenszweck einfach unsinnig ist. In einer friedliebenden, gleichberechtigten Gesellschaft ist es nicht möglich, dass die Bevölkerung einer ständigen täglich 8-stündigen Arbeit nachgeht! Das ist ab einem bestimmten Punkt der Entwicklung nicht mehr realisierbar! Wir raten euch, beschäftigt euch mit Hobbys, kreativen Dingen und trefft andere Menschen, um gemeinsam friedliche Lösungen zu finden. Eure Leistungsgesellschaft wird sich verändern müssen. Der Kapitalmarkt kann mit der bestehenden Verteilung nicht weiter existieren. Da steht eine Umstrukturierung an, die in zivilisierten Gesellschaften auf friedvolle Weise vonstatten geht!

Es ist uns wichtig, dass ihr dabei auch erkennt, dass diese ererbten Strukturen keineswegs Tatsachen sind, die längerfristig unumstößlich sind! Jeder Einzelne von euch ist in der Lage, seine persönlichen finanziellen Bedürfnisse in einen Rahmen zu stellen, der ihm ein Leben in Fülle ermöglicht. Das erschafft ihr mit der Energie in euch! Arbeitet an eurem Wohlbefinden, genießt euer Leben und tut das, was ihr in eurem Inneren als euren Beitrag zum Ganzen erkennt. Dann stellt sich auch Fülle ein!“

Konfuzius hat hier kurz angerissen, was in dieser Serie über die Zukunft des Geldes schon ein paar Mal erzählt wurde. Es ist die derzeitige Stagnation, in der unser Wirtschaftssystem steckt, weil es an dem Punkt angelangt ist, dass Schuldenberg und Zinsspirale zusammenbrechen. Wie kann es an solch einem Punkt nun weitergehen, damit der entscheidende nächste Schritt getan werden kann, ohne dass die noch nicht erwachten Menschen auf unserem Planeten erneut einen Krieg als letzte Lösung sehen?

Konfuzius: „Einmal gibt es sozial ausgerichtete Gesellschaftssysteme, wo erwerbslosen Menschen Geld zum Leben zur Verfügung gestellt wird. Aber der Staat besitzt dieses Geld in den meisten Fällen auch nicht mehr, also erhöhen sich zwangsläufig die Schulden. Das führt irgendwann zur Zahlungsunfähigkeit. Dann gibt es Gesellschaftssysteme, wo das Sozialsystem nur sehr wenigen zugänglich ist, dadurch geraten breite Massen der Bevölkerung unter massive Zahlungsschwierigkeiten. Sie sind gezwungen, sich vorübergehend selbst zu versorgen und den Tauschhandel wieder einzuführen. Der eigentliche Umbruch kommt in den meisten Fällen erst dann, wenn die Bevölkerung ihre Arbeit niederlegt und aufhört, so zu funktionieren und mitzuspielen, wie es früher üblich war. Die Politiker stehen dann unter massivem Zugzwang und müssen sich Gesetze einfallen lassen, die die Finanzen umverteilen. Oft schaffen sie das Erbrecht ab und lassen gleichzeitig die Zahlungsunfähigen kostenlos in ihren Wohnungen leben. Schritt für Schritt geht es dann weiter mit der Umverteilung.

Versucht einmal, das Leben auf der Erde aus einem höheren Blickwinkel zu betrachten: Es ist einfach absurd, dass Personen – Seelen, die für einen bestimmten Zeitraum auf diesem Planeten verweilen, dabei Grundstücke und Häuser als Eigentum erwerben. Dass eine Privatperson über ein Stück Erde (Planet) verfügt, ist von der Idee her abwegig! Ihr habt als Gäste ein Nutzungsrecht. Aber der Besitz, wie er im Moment bei euch verteilt ist, und auch die Vorstellungen in euren Köpfen darüber, sind zutiefst veränderungsbedürftig!

Ihr befindet euch auf einem Planeten, auf dem viel gearbeitet wird. Und ihr versucht zwanghaft, euer Arbeitsleben, was euch in der Vergangenheit Sinn gegeben hat, in die Gegenwart zu ziehen, obwohl ihr ihm nicht mehr abgewinnen könnt als die Bezahlung! Es gibt längst nicht mehr genügend Arbeit für jeden. Und die Regelung ist noch immer so, dass ihr anstrebt, fünfmal die Woche acht Stunden lang zu arbeiten. Das ist für einen hochschwingenden, feinstofflichen Planeten einfach undurchführbar!

Im Paralleluniversum sind die Menschen mit anderen freudvollen Dingen beschäftigt, sie gehen ihren Interessen nach und dafür benötigen sie Zeit. Ihr stopft eure Zeit noch viel zu sehr mit Arbeit voll – bedingt durch eure Vergangenheit. Und anschließend, nachdem ihr acht Stunden frustriert an eurem Arbeitsplatz ausgeharrt habt, stürzt ihr euch in die Einkaufsmärkte und kauft euch lauter unnütze Dinge, die eure Stimmung wieder ins Lot bringen sollen. Und weil ihr Geld für eure innere Beruhigung braucht, müsst ihr am nächsten Tag wieder arbeiten gehen! So ist der Kreislauf! Eine Maus im Tretrad führt ein ähnlich interessantes Leben!

Diese Praxis wird sich dann verändern, wenn ihr bereit dazu seid! Überall auf der Erde gibt es sehr viele Menschen, die arbeitslos sind, und jedes Land ist bemüht, die statistischen Zählungen nach unten zu frisieren. Die Zahl eurer Arbeitslosen wird sich auch noch steigern. Acht Stunden Arbeit täglich sind nicht mehr zeitgemäß! Da stehen Veränderungen an!

Die meisten von euch gehen auch nicht aus Freude und mit Begeisterung an ihren Arbeitsplatz, sondern weil sie das Geld benötigen. Auch finanziell stehen euch Veränderungen bevor. Euer Geld fließt gebündelt zu zahlenmäßig wenigen Menschen, die momentan die Fäden in der Hand halten. Auf einem feinstofflichen Planeten sind die Mittel jedoch gleichmäßig verteilt! In dem Moment, wo ihr aufhört, so zu funktionieren, wie ihr es aus eurer Vergangenheit gewohnt seid, werden die Veränderungen stattfinden. Aber die Art und Weise und wann das soweit ist, bestimmt ihr. Möglicherweise benötigt ihr noch etwas mehr Druck!“

Und nun zu dem, was uns unsere Raumgeschwister und die geistige Welt von Geld in anderen Welten erzählen können:

Wie die Venusier das Geld abschafften

Auf der Venus hatte sich das Leben auch verschlechtert – wie bei uns. Es ist zwar sehr sehr lange her, als dies alles passierte, aber die Bewohner unseres Nachbarplaneten hatten sich ganz ähnlich wie wir entwickelt und waren an einem Punkt angekommen, wo der Großteil der Menschheit unglücklich war, weil das Leben nicht mehr lebenswert war. Kleine Revolutionen waren seit Jahren immer wieder versucht worden, aber keine war erfolgreich, weil die Menschen unabsichtlich weiter das Spiel mitspielten, das die herrschenden Klassen mit ihnen trieben. Kriege, Revolutionen und Staatsstreiche hatten die Macht immer nur verlagert. Eine Gruppe von Machtsuchern ersetzte die nächste und ließ den allgemeinen Lebenswandel und das politische und wirtschaftliche System unverändert.

Die Menschen auf der Venus konnten einfach nicht mehr. Das Leben in den Städten hatte an Qualität verloren; die Straßen waren verdreckt, und jeder hauste in kleinen Wohnungen, die in Häusern waren, die bis zum Himmel reichten, so dass die

Bewohner, die in den unteren Etagen wohnten, kaum noch die Sonne sehen konnten. Schließlich war der Druck so groß geworden, dass zur selben Zeit in jeder Stadt des Planeten eine stille Revolution der Arbeiterklasse als einziger Ausweg erkannt wurde. So begann die Arbeiterklasse eifrig, die Regierungen mit Leuten zu unterwandern, die ihrer Sache loyal gegenüberstanden und denen man vertrauen konnte. Ihre Hoffnung bestand darin, ihre selbst ausgesuchten politischen Führer in die höchsten Ämter zu wählen, Individuen, die sich von der Macht abwenden und das Volk in die Freiheit führen würden. Es dauerte sehr lange, die richtigen Kandidaten aufzustellen und sie in vielen verschiedenen Kampagnen auf ihrem Weg in die höchsten Ämter zu unterstützen.

Schließlich kam der Tag, an dem genügend Schlüsselpersonen gewählt worden waren, der Tag, auf den alle ungeduldig gewartet hatten und der in der Geschichte schlicht „der Anfang“ genannt wird. An diesem unvergesslichen Tag schafften die angesehensten Führer der Venus die Regierung und die Militärkräfte ab, während die Menschen in den Städten all ihr Geld auf die Straßen und in die Mülleimer warfen oder es freudig verbrannten. An diesem ersten glorreichen Tag zogen die Leute überall scharenweise aus den Städten, nahmen nur ihre Sachen, Lebensmittel und die Saat für den Anbau mit. Für immer verließen sie ihre verkommenen Städte, ihre Habe, ihre Häuser, ihre Fahrzeuge und alles, was für die alte Lebensart stand. Ihre Absichten waren einfach – nämlich aufs Land zu ziehen, wo jeder einzelne für sich selbst arbeiten und für sich und seine Familie sorgen würde. Die Entschlossenheit dieser Menschen, ihr Mut und ihr Vertrauen, mit dem sie die Sicherheit ihrer Häuser für ein unsicheres neues Leben aufgaben, war bemerkenswert. Viele Leute zögerten natürlich zu gehen, weil sie an ihren täglichen Gewohnheiten hingen. Gleichzeitig wurde ihnen klar, dass sie kaum in den verwüsteten Städten bleiben konnten.

Die Reichen und Mächtigen waren nun in einer schlechten Lage. Statt irgendeine Art sozialer Struktur aufrecht zu erhalten und sich um eine Umverteilung des Reichtums und der Macht zu bemühen, hatte sich die Unterschicht vom alten Lebensstil komplett abgewendet, ohne Absicht zurückzukehren. Sie schuf ihr eigenes neues Spiel, das die Mächtigen nicht spielen konnten und auch nicht wollten. Über Nacht hatte die Oberschicht der Venus alles verloren.

Das Bewusstsein der Menschen selbst hatte sich verändert und sich über einen langen Zeitraum hin gesteigert. Indem das Volk der Venus den materiellen Annehmlichkeiten und dem sicheren, etablierten Weg den Rücken kehrte, bewies es eine Transformation seiner grundlegenden Haltung und seines Verständnisses. Die Gier und die Bindung an die Materie waren weg, und die oberen Klassen wurden einfach alleingelassen. Ohne ergebene Massen und ohne Regierungsorgane waren sie raus aus dem Geschäft. Ohne Fabriken und ohne Dienstleistungen waren die Mächtigen so arm wie alle anderen. Ohne Angestellte und große Märkte scheiterte das Business. Alles veränderte sich drastisch, als die meisten Menschen zur einfacheren Selbstversorgung übergingen und ihr angesammeltes technologisches Wissen und die Produktionsmittel mitnahmen. Die Städte waren fast völlig verlassen. Die Bevölkerung des Planeten hatte die venusische Gesellschaft umgewandelt.

Das venusische Volk, dessen Vision von einem besseren Leben es aufs Land führte, erwartete zunächst eine schwierige Zeit. In vieler Hinsicht glichen sie den Pionieren, die Amerika besiedelten und große Not in Kauf nehmen mussten, um die Lebensart zu erreichen, die sie suchten. Was diese Menschen durchmachten, unterschied sich nur wenig von einem normalen Wachstumszyklus, der auch anderen Planeten geläufig ist. Während der primitiven Anfänge lebten die Leute sehr einfach auf dem Land, wo sie die nötige Nahrung anbauten und sich um ihre eigenen Bedürfnisse kümmerten.

Dann fand eine Art spezialisierter Industrialisierung statt, die das Leben komplexer und wieder negativer machte. Als schließlich die neue Technologie weiter entwickelt worden war, kehrten die Menschen aufs Land zurück, ohne dabei wieder ins Primitive abzugleiten. Die natürlichere Technologie und die natürliche Lebensart führten schließlich zu einer fortschrittlicheren, individuelleren technischen Kreativität als die komplexe, künstliche Technologie, die die Erde heute hat.

Durch ihre Revolution entgingen die Venusier einem Leben mit wenig oder gar keiner Freiheit. All ihre Lebenszeit einem Unternehmer zu opfern, war nichts anderes als eine Form von Sklaverei, wie sie feststellten, und es war weder sinnvoll noch erfüllend. Die Wirtschaft war so spezialisiert, dass nur wenige eine Befriedigung aus ihrem Beruf ziehen konnten. Und es gab auch keine große Auswahl bei der Art von Arbeit, die man bekommen konnte. Das lag an den Ausbildungsrichtlinien, die die Gesellschaft  aufgestellt hatte. Die  meisten aus den ärmeren Schichten konnten entweder den Richtlinien nicht genügen, oder sie erhielten nie eine ihren Fähigkeiten entsprechende Arbeit. Es waren so viele menschengemachte Gesetze geschaffen worden, dass das geistige Gesetz so wenig bekannt war wie heute auf der Erde. Das Leben erschien wie ein Meer von Geboten und Verboten, in dem die Menschen wie Treibholz ziellos hin und her geworfen wurden.

Im neuen Leben kämpfte jede Familie zunächst für sich selbst, indem sie eine Parzelle Land bewirtschaftete, gerade groß genug, um ihre eigenen Nahrungsbedürfnisse zu stillen. Zu-nächst wurde eine Art Tauschhandel praktiziert, weil einige zwangsläufig manche Dinge besser machen konnten als andere. Noch nahm man sich vor, die Spezialisierung auf einem Minimum zu halten und für Unabhängigkeit zu kämpfen. Es wurden Schulungen abgehalten, die jedem die grundlegenden Sachkenntnisse vermittelten, so dass nach einer Weile jede Familie in der Lage war, den Großteil ihrer eigenen Bedürfnisse selbst zu decken. Innerhalb eines Jahrzehnts hatten sich unabhängige Dörfer über den ganzen Planeten ausgebreitet.

Die Venusier gingen den Weg der Revolution, um sich von der Macht der Herrschenden zu befreien und mussten ganz neu anfangen. Omnec Onec, von der diese Geschichte stammt, hatte einst von ihrem venusischen Onkel gesagt bekommen, dass das Geld für die Ungleichheit in einer Gesellschaft verantwortlich sei und dadurch Misstrauen und viele andere Probleme entstanden waren. Es sei ein Werkzeug der Machtsüchtigen zur Herrschaft und Kontrolle ihres Volkes gewesen. Ohne Geld wäre diese Machtausübung nicht möglich geworden.

Mit Geld ist immer auch das Thema Mangel und Schuld ver-bunden, weil jeder Mensch, der dazu verleitet wird, einen Kredit aufzunehmen, in die Schuldenspirale und damit in ein sehr unangenehmes Gefühl von Unfreiheit, Abhängigkeit und Schuldigkeit hineingerät, dessen Angst sich auch auf andere Lebensbereiche ausdehnt. Der Mangel, der daraus entsteht, beginnt im Bewusstsein und zeigt sich schließlich in einer im-mer größeren finanziellen Notlage. Dabei fing alles mit einer Anschaffung an, auf die man nicht verzichten wollte.

Existenzangst

Konfuzius, durchgegeben von Ute Kretschmar, sagt dazu folgendes: „Viele Menschen haben sich in Abhängigkeitsverhältnisse begeben, und so lebt in ihnen die Existenzangst, die Angst, dass ihnen bestimmte Dinge verlorengehen oder ihr Lebensstandard abbröckelt. Sie glauben, dass es wichtig ist, eine feste Arbeitsstelle und ein gutes Einkommen zu haben, Geld für ihre Abzahlungen zu haben, und all die Artikel, die sie „brauchen“. Und damit beginnt der Teufelskreis. Durch diese Befürchtung, dass ihr eines Tages weniger haben könntet, produziert ihr angstbeladene Zukunftsenergien. Und so kommt es auch oft zu erschütternden Verlustereignissen, die euch die Erfahrung bringen, dass all euer Geld trotzdem nicht helfen konnte, beispielsweise einen geliebten Menschen zu retten, der krank wird. Solche Erfahrungen sollen euch anregen, eure Überzeugungen in Frage zu stellen. Das Leben beginnt nicht erst mit der Rente, sondern am Tag eurer Geburt. Schaut euch doch einmal an, was ihr habt von all euren Besitztümern. Zuviel Besitz ist auch hinderlich, weil damit Arbeit und Verpflichtungen verbunden sind. Ein Beispiel: Angenommen, ihr besitzt ein Haus, in dem ihr wohnt, darüber hinaus kauft ihr euch noch eine Ferienwohnung in einem fernen Land, weil sie sehr günstig ist, und ihr plant, dort euren Lebensabend zu verbringen. Dann bekommt ihr noch ein drittes Angebot von einem Ferienbungalow, in dem ihr euren Urlaub verleben möchtet. Durch diese drei Objekte werdet ihr gegängelt. Nicht mehr ihr bestimmt über euer Leben, sondern eure Besitztümer. Ihr werdet sie in regelmäßigen Abständen aufsuchen und Ordnung schaffen müssen. Weitaus geruhsamer wäre es, den Urlaub in einem Hotel oder in einem gemieteten Objekt zu verbringen. Zuviel Besitz wird irgendwann zum Ballast! Versucht positiv zu denken, und schaut auf das, was Ihr bereits habt. Vermeidet Gedanken des Mangels und der Existenzangst! Eure Versicherungsindustrie lebt von eurer Unwissenheit. Sie lassen euch glauben, dass Ihr Vorsorge treffen solltet für schlechte Zeiten, die euch im Alter überrollen könnten. Tatsache ist dabei aber: Ihr habt die schlechten Zeiten gleich und sie haben euer Geld! Wenn Ihr diese Erde verlasst, werdet Ihr nicht einmal einen Nagel von eurem Haus mitnehmen. Was ihr mitnehmt, sind Erinnerungen an dieses Leben. Werden es freudvolle Erinnerungen sein? Ihr alle tragt täglich dazu bei, werdet euch dessen bewusst.

Wie also könnt Ihr mit der Angst umgehen? Angst ist eine Energie, die immer auf die Zukunft gerichtet ist. In der Gegenwart existiert sie nicht. Um Angst zu produzieren, müsst Ihr also die Gegenwart verlassen und in euch Bilder von einer vermeintlichen Bedrohung in der Zukunft erschaffen. Betrachtet, was Ihr da erschafft, und überlegt, ob das wirklich das höchste Ziel eures Lebens ist?“

Geld verursacht Leid

Vitko Novi traf viele Male mit Bewohnern des Planeten Apu aus dem Centaurus-System zusammen (siehe „Lichtsprache“ Nr. 39, Mrz. 2006). In einem seiner Gespräche sagte die ursprünglich von der Erde stammende und nach Apu übergesiedelte Ivanka: „Meine Kindheit war gezeichnet von der Not, die der Egoismus und das Geld hervorrufen, Dinge, die das Leben auf der Erde martern und foltern. Am schlimmsten ist aber das Geld, denn es verursacht immer Leid und Not. Es ist der Ursprung von Krieg, Egoismus und Ausbeutung. Es verzögert Fortschritt, Entdeckungen und Forschungen. Dem Menschen sind die negativen Auswirkungen des Geldes bekannt. Aber beherrscht von Egoismus ist er nicht imstande, das monetäre System auf der Welt abzuschaffen. Im Gegenteil, er versucht all die Opfer zu rechtfertigen, die das Geld zur Folge hat und nennt es ‚Schicksal’, Pech oder Strafe. Das irdische Leben könnte so schön sein wie auf Apu oder in irgendeiner Galaxie des Universums, wenn sich die Erdbewohner in positiver und brüderlicher Weise zusammenschlössen, Geld und Ausbeutung abschafften und zu einer Familie würden: der Familie der Erdengeschwister.“

Ashtar, Oberhaupt der Santiner, ist in seinen Äußerungen über das Geldwesen auf der Erde noch strenger, wenn er sagt, dass für die Führenden der Erde das Geldwesen – neben der Technik, der Industrie und der Wissenschaft – nur Teile einer Vernichtungsvorbereitung sind. Und an anderer Stelle wiederholte einmal ein Santiner: Alles werde von einer gewissen Form der Politik aus geblockt. Das Geld sei da, aber es fließe nicht.

Wie wichtig es aber wiederum ist, dass Geld vorhanden ist, solange es in unserer Welt eine entscheidende Rolle spielt, beschreibt Maslow's Hierarchie der Bedürfnisse:

 

  • Physiologisch: Hunger, Durst
  • Sicherheit, außerhalb von Gefahr sein
  • Zugehörigkeit, Akzeptiert sein
  • Anerkannt sein, Erfolg, Bestätigung
  • Maslow hilft uns zu verstehen, dass, bevor Menschen ihre grundlegenden Bedürfnisse nicht befriedigt sehen, sie auch nicht die Fähigkeit haben können, sich auf höhere Dinge aus-zurichten. Maslow's Rangfolge der Bedürfnisse ist berühmt dafür, dass sie uns hilft, zu erkennen, dass die grundlegenden Bedürfnisse von Hunger, Durst, Sicherheit etc. befriedigt sein müssen, bevor Menschen sich selbst zu einem höheren Bewusstsein aufschwingen können, wo sie in Harmonie mit anderen leben können und ausserdem auch Selbstbestätigung erhalten durch das, was sie zustande bringen.

    Und so ist es auch. Solange das Geld auf der Erdebene noch diesen Stellenwert hat. Solange wir unter Hunger oder Existenzangst leiden, sind wir nicht wirklich fähig, einen spirituellen klaren Geist zu entwickeln.

    Geld ist Energie

    Doch außerhalb dieser gesellschaftlichen Ordnung, ist Geld einfach nur Energie. Entweder diese Energie fliesst, oder sie fliesst nicht. Kryon sagte einmal (durch Lee Carroll), wenn man weiß, wie man Energie bewegt, dann weiß man auch, wie man Fülle schafft. Wir würden dem Geld jedoch einen Wert beimessen und mit ihm die Eigenschaft der Angst verbinden. Wir müssten verstehen, dass unsere Einstellung zu Fülle und zum Geldverdienen dem entspricht, wie der Wettbewerb auf der Er-de funktioniert. Danach gäbe es immer einen Gewinner und einen Verlierer. Das sei das alte Paradigma und hätte nichts mit dem neuen interdimensionalen Leben zu tun. In unserer jetzigen Wirtschaftssituation befänden wir uns in einem sehr eng gezeichneten Feld, ein Feld, in dem in kleinen Maßstäben gedacht wird. Wir denken, so Kryon, dass wenn wir einen bestimmten Kunden gewinnen, ein anderer diesen Kunden verliert. Doch das interdimensionale Geschäftsleben funktioniere ganz anders. Es werde mit Visualisierungen ganz spezieller Art und mit Mitgefühl betrieben. Visualisiere man für seinen so genannten Konkurrenten eine Fülle an Kunden, so viel, dass er diese kaum bewältigen kann, dann käme diese Fülle in doppelter Weise zu uns zurück.

    Geld ist neutral

    Die Engel sagen zum Geld (entnommen dem Buch „Das Heilgeheimnis der Engel“ von Doreen Virtue): „Würde es dich überraschen zu hören, dass wir keine Meinung haben in Bezug auf Geld? Denn wie alles Materielle ist es nur schädlich, wenn es deine Aufmerksamkeit von dem ablenkt, was heilig ist. Aus diesem Grund betrachten wir Geld einfach als das, was es ist: ein Instrument der Zerstörung, wenn es missbraucht wird, und ein Sprungbrett auf dem Weg zu wahrer Größe, wenn es richtig angewandt wird. Du magst wissen wollen, wie du den Unterschied erkennen kannst. Doch während du diese Frage noch stellst, erhältst du bereits die Antwort aus der Quelle, die dich auf all deinen Wegen leitet. Diese Quelle ist das Wissen, das dein Leben lang die richtigen Antworten für dich bereithält. Bitte diese Quelle um Antworten, nicht um Geld, und erkenne, welchen Unterschied diese innere Fokussierung für dein Leben macht. Die Meinung, Geld sei wesentlich, entspringt gierigen Zähnen, die zuschnappen, um zu bekommen, was sie wollen. Dies ist einfach nur eine Sichtweise, liebes Wesen! Um eine andere Sicht der Dinge zu erlangen, schlagen wir dir vor, dich einfach umzudrehen und einen anderen Tanz zu entdecken, bei dem Materialismus nicht der einzige Partner ist.

    Siehst du also die Wahlmöglichkeiten, und die vielen Wege, die dir in deinem Erdenleben zur Verfügung stehen? Doch welche dieser Wahlmöglichkeiten bringt dir die größte Freude? Und wirst du dich selbst mit dieser größten Belohung verwöhnen? Nicht nach Geld, sondern nach dem Gefühl der Fülle hast du dich so viele Jahre lang gesehnt. Könntest du nicht direkt auf diese Fülle zugehen, so voller Schätze, die dir niemals vorenthalten werden? Wer oder was könnte dir Freude schenken, wenn nicht du selbst? Geld vermag es nicht. Menschen vermögen es nicht. Die Zeit kann es nicht. Nur deine eigene, frei getroffene Entscheidung gibt dir die Antwort in Form der reichsten Belohung, die du dir je wünschen kannst. Ignoriere diese Antwort nicht wegen ihrer offensichtlichen Einfachheit, liebstes Wesen. Denn die Antwort, die in deiner tiefsten Essenz lebt, wartet in immerwährender Geduld darauf, dass du dich ihr zuwendest, auch in diesem Augenblick. Die Antwort ist einfach. Die Antwort ist ein Quell der Freude.

    Fülle manifestieren

    Oft gelang es uns in der Vergangenheit nicht, Fülle zu manifestieren, obwohl wir wissen, dass wir selbst der Schöpfer unseres Lebens und selbst verantwortlich für unsere Manifestationen sind. Cecilia Sifontes ergänzte einmal dazu, dass für die Manifestation von Fülle das Ziel ganz klar gesteckt sein muss. Mehr Geld sei zum Beispiel eine zu ungenaue Angabe. Bärbel Mohr bestätigt uns dasselbe. Besser sei es, direkte Beträge zu nennen bzw. zu visualisieren. In ihrem Film „Cosmic Ordering“ sagt Bärbel Mohr: Wenn wir Erfahrungen machen, in denen es uns mit Geld schlecht geht, bspw. weil immer zu-wenig da ist oder wir uns Sorgen machen, etwas nicht bezahlen zu können, dann versucht das Universum, Geld von uns fernzuhalten, damit es uns nicht schlecht geht. Stattdessen sollten wir beim Geld-Ausgeben lieber denken: „Liebes Geld, ich gebe Dich gerne in den Kreislauf.“ Dann kommt es vermehrt zu uns zurück. Und wenn es reinkommt, können wir denken: „Willkommen bei mir, liebes Geld.“ So fühlt das Unterbewusstsein, dass es einem mit Geld gut geht und sorgt dafür, dass es immer da ist.

    Cecilia Sifontes empfiehlt in solch einem Fall, wo sich ein Teil in einem selbst (der auch unbewusst sein kann) sich dem Ziel der Fülle widersetzt, mit diesem Teil zu sprechen und ihm gegenüber Liebe auszudrücken. Auch einschränkende Vorstellungen vom Geld können den Fluss behindern. Ebenso der Glaube, dass Geld unspirituell oder etwas Unwürdiges ist. Und hier sagt Cecilia Sifontes ebenfalls, dass Geld eine ganz neutrale Energie ist, die frei fließen kann. In dem Fall sollte man überprüfen, inwieweit man sich selber als unspirituell oder unwürdig betrachtet. Es gibt Menschen, die Angst davor haben, sich zu verändern, um an diesen freien Lebensfluss zu kommen. Ihnen sagt sie, dass der freie Fluss das ist, was es ausdrückt: Freiheit. Davor sollte niemand Angst haben.

    Viele gehen davon aus, dass Geld etwas mit dem Selbstwert zu tun hat, weil uns Menschen durch die Psychologie eingeredet wurde, dass diese Dinge miteinander verkoppelt sind. Das sind sie nicht. In der letzten Folge „Alternativen zum Geldsystem“ zeigte ich bereits auf, dass Geld nichts mit dem Wert des Lebens zu tun, und dass es wichtig ist, diese psychologische Gedankenbrücke zu entkoppeln. Der Wert liegt in dem, was wir erschaffen, nicht in dem, was wir an Geld dafür erhalten. Es drückt sich nur derzeit noch in Geld aus, weil wir es noch am Geld messen.

    Cecilia Sifontes bestätigt das, wenn sie sagt, dass Selbstwert von innen kommt und nicht vom Geld abhängt. Weiter fügt sie an, dass eine gute Erdung dafür sorgt, die körperlich-materiellen Energien zu halten und durch sich durchfließen lassen zu können. Auch Schuldgefühle können den Geldfluss behindern. Wir sollten, statt uns schuldig zu fühlen (vielleicht weil wir Schulden haben), die Schuld loslassen und uns jeden Tag selbst beschenken. Geld sei Energie. Es sei wichtig, die Angst vor diesem freien Fluss loszulassen, sich zu öffnen und „Ja“ zum Körper zu sagen, der ja unser Gefährt in dieser materiellen Welt ist. Ihn sollten wir dehnen und für diesen freien Fluss öffnen. Wie machen wir das? Mit Liebe.

    Geld ist Liebe

    Geld ist Liebe, das sagen vor allem spirituelle Menschen und Meister. Aber es stimmt: In Liebe tauschen wir einander das aus, was jeder am besten kann, geben es weiter und freuen uns, wenn es einem anderen Menschen gefällt. Macht man eine Arbeit ganz aus dem Herzen heraus und ist man in voller Liebe dabei, dies zu tun, dann fliesst das Geld einem einfach zu.

    Das Zeitalter des Materialismus ist vorbei. Es geht längst nicht mehr um die Anhäufung materieller Güter, sondern um geistige Werte. Bei jedem Menschen verschwindet gerade sehr viel der früheren Komfortzone, um Platz zu machen für wesentlichere Werte. Das ist normal – wir sind in der Transformation! Statt im früheren „Ich mache“ für das zu arbeiten, was man sich als Ziel für die Zukunft gesetzt hat, was voraussetzt, dass eine Bedingung an das zu Erschaffene geknüpft ist, sind wir nun im Zeitalter des „Ich bin“ angekommen, wo wir ausschließlich aus dem Hier und Jetzt heraus handeln und durch die bedingungslose Gegenwartspräsenz in der Wiege des Vertrauens leben, dass stets für uns gesorgt ist. Der Unterschied sind das Empfinden und die Motivation: Früher trieb die Angst den Menschen an. In der neuen Zeit ist es das Vertrauen. Mit Liebe im Herzen danken wir einem anderen Menschen dafür, was er erschaffen hat und was wir gebrauchen können. Und zurzeit danken wir noch in der Form, dass wir ihm dafür Geld geben.

    Doch auch das wird sich ändern, schauen wir uns an, dass alle höher entwickelten Gesellschaften ohne Geld leben. Ohne Geld zu leben heißt in der Zukunft, neue Wege zu finden, um das zu tun, was man am besten kann, damit aus der Gesellschaft eine Gemeinschaft wird, die sich zum Ziel gesetzt hat, Kultur, Wissen und Leben in friedvoller Weise zu fördern und sich gemeinsam weiterzuentwickeln und geistig-seelisch zu vervollkommnen. Man braucht kein Geld, um eine Gesellschaft zum Erblühen zu bringen. Das sehen wir an dem Leben unse-rer Raumgeschwister.

    Wertesysteme auf anderen Planeten

    Auf Metharia, dem Heimatplaneten der Santiner (siehe auch die beiden Artikel in „Lichtsprache“ Nr. 41 + 42), gibt es kein Geld mehr. Ihr hoher Stand der geistigen wie auch technologischen Entwicklung hat ein neutrales Tauschmittel überflüssig gemacht. Alle Güter und Gebrauchsgegenstände, die die Bewohner von Metharia zum täglichen Leben brauchen, werden von Maschinen automatisch hergestellt, die mit kosmischer Energie aus freien Atomen betrieben werden, die überall im Weltraum zur Verfügung steht. Alle Energie beziehen die Santiner aus dieser freien Raumenergie, die natürlich völlig kostenlos ist und auf die niemand ein Monopol hat. Alles, was Antrieb braucht, wird damit versorgt. Auf Metharia sind auch Kaufhäuser unbekannt. Stattdessen gibt es Vorratshäuser, in denen die gewünschten Produkte abholbereit vorliegen. Sobald der Lagerbestand eines Produkts eine gewisse Mindestmenge erreicht hat, setzt seine Herstellung automatisch wieder ein. Auf diese Weise entsteht nie ein Mangel; für eine Grundversorgung aller Menschen ist alles da. Weil die freie Energie für alles genutzt wird, können auch Rohstoffe und Lebens-mittel damit hergestellt werden, so wie man es bereits aus „Star Trek“ kennt.

    Auch auf Meton, ebenfalls ein Planet im Alpha-Centauri-System (siehe auch den Artikel in „Lichtsprache“ Nr. 40, Apr. 2006), kennt man kein Geld. Aufgrund der fortschrittlichen Lebensweise der Bewohner dieses erdenähnlichen Planeten, konnten sich Fülle und Reichtum einstellen und die Schönheiten und der Komfort des Lebens der ganzen Bevölkerung zugute kommen. Alles Wissen und alle Weisheit werden in konstruktive Arbeit und Erneuerung gelenkt. Wissenschaften und Künste werden von allen ausgeübt, womit eine fortgeschrittene, konstruktive Zivilisation erkennbar wird, in der Gewalt und Kriege gänzlich unbekannt sind. Ähnlich wie auf Metharia ist auf Meton jegliches Sein mit der Natur verwoben. Die Technologie ist der Natur in allem nachempfunden, so dass die Bewohner die Natur für sich arbeiten lassen und sich an der Schönheit und Bequemlichkeit erfreuen können, die sie ihnen bietet, ohne das Gleichgewicht und die Harmonie der Umwelt zu stören. Der gesamte Energiebedarf zur Herstellung von Gütern wird mit der aus der Atmosphäre erzeugten Elektrizität abgedeckt. Alles andere an benötigter Energie wird aus Lichtenergie erzeugt, zu deren Nutzung sie die Formel gefunden haben.

    Johannes von Buttlar berichtete in einem seiner zahlreichen Bücher einst von einem nichtirdischen Wesen vom Planeten Achele aus dem Epsilon-Eridani-System. Auf dessen Heimatplaneten gibt es einen Rohstoff, ein glasklares, dünnflüssiges Öl, das vom Felsgestein ständig ausgeschieden wird, das die Bewohner von Achele zur Herstellung von fast allem, was sie zum Leben brauchen verwenden. Aus diesem entfernt nach Eukalyptus duftenden Steinöl wird nicht nur ein Teil der Nahrung gewonnen, sondern es bereitet auch großes Badevergnügen. Sie produzieren aus dem Steinöl synthetisches, feder-leichtes, schmutzabstoßendes Material für ihre Bekleidung und fertigen auch ihre Möbel aus einem schmiegsamen Material an, das aus verdichtetem Steinöl gewonnen wird. Ähnlich wie bei den Santinern gibt es Nahrungszubereiter, die ständig mit Steinöl versorgt werden, in dem alle Nährstoffe enthalten sind, die man braucht. In der Anlage wird es ständig in den verschiedensten Geschmacksrichtungen zu Nahrungsmitteln aufbereitet. Bei den Acheleern sind alle Industrieanlagen aus Umweltgründen unterirdisch angelegt. In diesen wird alles – vom Trinkbecher bis zum Raumfahrzeug – durch Roboteranlagen hergestellt. Die Überwachung erfolgt durch fortschrittlichste kybernetische Kontrolleinheiten. Als Energie für die Herstellung und den Antrieb der Maschinen wie auch ihrer Raumschiffe nutzen sie die Raumzeit. Weil Energie und Rohstoffe unbegrenzt vorhanden sind, brauchen und haben sie ebenfalls kein monetäres System. Jeder Acheleer kann sorglos leben, da die automatische Versorgung mit allen lebensnotwendigen Gütern mehr als ausreichend ist.

    Auf dem oben bereits erwähnten Planeten Apu (siehe auch den Artikel in „Lichtsprache“ Nr. 39, Mrz. 2006), der sich in der fernen Region des Sternbildes Centaurus befindet, gibt es ebenfalls kein Geld. Alle Energie wird dort aus positiv geladenen Ionen gewonnen, so dass alles da ist, was die Bewohner zum Leben benötigen. Auf diese Weise werden alle Geräte und Apparaturen betrieben. Darunter auch der „Bildschirm der Zukunft“, mit dem sie nicht nur in vergangene Szenen schauen, sondern auch zukünftige Wahrscheinlichkeiten sehen kön-nen. Handel gibt es gar nicht auf Apu. Die Bewohner, die mit Hilfe der Kraft ihrer Gedanken manifestieren, benutzen zusätzlich diese positiven Ionen, um das Gewünschte herbeizu-führen oder sich an einen anderen Ort zu teleportieren. Anstelle von Geld benutzen sie elektronische Karten. Eine ein-zige Karte reicht aus, um die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zu bestätigen.

    Die positiven Ionen umgeben den gesamten Planeten und führen zu der positiven und friedvollen Einstellung, die die Bewohner von Apu haben. Daher hat sich dort kein Geldsystem und kein Egoismus entwickeln können. Da unsere Erde mit Apu in Verbindung steht (nachzulesen in dem Buch „Apu – eine Welt ohne Geld“, Ventla-Verlag), sind die Apunianer daran interessiert, uns zu helfen. Sie sagen, dass die Erde von negativen Ionen umgeben sei und dass wir so lange Egoismus und Kriege haben werden, so lange es das Geld gibt. Die Apunianer sagen uns zwei mögliche Zukunftsszenarien voraus. Die eine besteht darin, dass sich die Menschen wegen des Geldes zuletzt nur noch bekämpfen werden, bis dies in eine größere Katastrophe mündet. In der alternativen Wahrscheinlichkeit schafft die Menschheit per Abkommen das Geld ab, um die Zukunft der Kinder zu sichern und dafür zu sorgen, „dass eine neue Gesellschaft errichtet wird, in der jeder Mensch seinen Teil entsprechend seinen Fähigkeiten beitragen kann“ heißt es in der anschließenden Rede, die von Paris aus weltweit über das Fernsehen übertragen wird. Und weiter: „Für seinen Einsatz erhält er all das, was ihm ein sorgenfreies Dasein und eine sichere Zukunft gestattet.“ Nach der TV-Übertragung gehen die Menschen aller Nationen auf die Straße und feiern. Sie werfen ihr Geld weg, tanzen auf den Straßen und umarmen einander. Die Apunianer schätzen, dass wir dieselben Fähigkeiten wie sie im Laufe der nächsten tausend Jahre entwickeln können, vorausgesetzt die Geldwirtschaft wird in der ersten Hälfte des 3. Jahrtausends abgeschafft.

    Kein Geld im Paralleluniversum

    Die Apunianer haben dieses mögliche Zukunftsszenario für die Erde gesehen. Doch was für ein Wertesystem werden wir in Zukunft erschaffen? Werden wir uns über Angst und Egoismus erheben und mit unserem neuen Bewusstsein eine Welt erschaffen, die ohne Geld auskommt? Konfuzius beschreibt dazu: „Eure Erde befindet sich im Aufstieg ins feinstoffliche Universum, und sie wird nach Plan im Jahre 2012 die Eintrittsschwelle ins andere Universum erreichen. Dort im Paralleluniversum gibt es solcherlei materielle Bezüge nicht. Es gibt kein Geld, keinen Privatbesitz in Form von Grundstücken und Häusern, und diese Arbeitsverpflichtung, wie sie bei Euch verbreitet ist, gibt es auch nicht.  Die Ressourcen sind gleichmässig verteilt und stehen allen zur Verfügung.

    Wenn Ihr nun im Jahre 2012 dieses Paralleluniversum erreicht, dann kommt zunächst erst einmal frischer Wind in Eure jetzigen kollektiven Prägungen. Es ist euer Geburtsrecht, Unterkunft, Nahrung, Kleidung und Einrichtung zu erhalten; das sind die Grundbedürfnisse! Eure Erde ist so konzipiert, dass sie die Befriedigung der Grundbedürfnisse jedem zur Verfügung stellt, und zwar aus dem einfachen Grund, weil ihr hier seid. Das ist schon immer so gewesen. Nur habt ihr in der jetzigen Zeitebene diese natürlichen Ressourcen pervertiert. Um dieses zu erreichen, habt ihr einen künstlichen Wert erschaffen: Geld! Wir wollen nicht sagen, dass Geld eine Fehlentwicklung ist, soweit es dem Nutzen dient, den Handel zu vereinfachen. Nur habt Ihr aus eurer dreidimensionalen Vergangenheit heraus das Geld so verteilt, dass wenige sehr viel haben und den Markt kontrollieren und viele gerade mal das Nötigste oder weniger als das. Es kommen auf diesem Gebiet einige Veränderungen auf Euch zu. Aber Ihr braucht vor keiner einzigen dieser Veränderungen Angst zu haben, weil das positive Endergebnis bereits feststeht. Der Wandel geschieht allmählich, und zuerst prägt es sich in euren Ideen und Gedanken ein, danach wird es euch leichter fallen, diese Veränderungen anzunehmen, weil sie genau das sind, was ihr euch im tiefsten Inneren wünscht.

    Diese Verwandlungen sind geprägt von Liebe und gegenseitiger Achtung. Jeder Mensch verfügt dann über ein Haus, eine Wohnung, eine Unterkunft, ohne dass er dafür etwas bezahlen muss. Er hat das Nutzungsrecht auf Lebenszeit, und auch die Möglichkeit, seine Unterkunft zu wechseln. Die Verpflichtung, die dabei eingegangen wird, ist die Erhaltung, Verbesserung und Pflege des ihm überlassenen Objekts. Ihr könnt euch dabei gern als Eigentümer fühlen. Aber es gibt dann niemanden, der über mehrere Häuser, Grundstücke und Wohnungen verfügt und auf Kosten anderer damit Wucher treibt. Jeder Mensch hat das Recht auf alle Mittel, die er benötigt, um ein freudvolles Leben zu führen, und zwar ohne Verpflichtung zur Gegenleistung, sprich: ohne Arbeitsverpflichtung. Das heißt nicht, dass alle Menschen dort ihr Leben auf der Couch oder im Liegestuhl zubringen. Sie helfen sich gegenseitig bei der Erhaltung ihrer Häuser, ihrer Gärten, bei der Ernte, in öffentlichen Gebäuden und Plätzen. Sie beschließen gemeinsam in ihren Wohndistrikten, wo welche Erneuerungen, Instandhaltungen oder Verschönerungen realisiert werden. Und wenn sich jemand berufen fühlt, bei einem dieser Projekte mitzuwirken, kann er das gerne tun. Der wesentliche Unterschied zur grobstofflichen Dimension ist der, dass ihr es dann nicht aus Pflicht tut, um damit euer Überleben zu sichern, sondern aus Freude an einer kreativen Arbeit, um euer schöpferisches Potential sichtbar zu machen.

    Desweiteren verfügt ihr über einige technische Neuerungen, die euch gegenwärtig noch nicht zugänglich sind. Hauptsächlich geht es dabei um zwei Geräte: einen Replikator, der materielle Gegenstände reproduziert, und eine besondere Art Generator, der Energie über ein Magnetfeld erzeugt. Dieser ver-sorgt ein Haus mit allem, was ihr energetisch benötigt. Die Technologie des Replikators werdet ihr dann erhalten, wenn die ihr als Menschheit reif dafür seid.

    Sa-Lu-Sa von der galaktischen Föderation beschrieb einmal etwas Ähnliches: „Unsere Arbeit basiert eigentlich auf unseren Fertigkeiten und Begabungen für gewisse Technologien, doch wir tun diese Arbeit als kreativen Akt und sind Partner innerhalb eines riesigen Teams. Anders als ihr, arbeiten wir nicht für den Lebensunterhalt, und es gibt auch keinen 'Lohn' außer unserer Freude und Befriedigung an dem, was wir tun.“

    Auch der Sternenarzt Raphael (die „Lichtsprache“ berichtete im Jahr 2005 von ihm), Arzt auf dem Raumschiff, zu dem Candace Frieze ständigen Kontakt hatte, äußerte sich im zu unserem System, und bemängelte, dass unser derzeitiges medizinisches System fortschrittlichere, ganzheitlichere Behandlungsmethoden nicht zulasse, weil damit kein Geld zu machen sei. „Eines der größten "Krankheiten" in Eurer Gesellschaft ist das des Geldes und seine Nutzung für Macht und Kontrolle. Ich werde hier noch schnell sagen, dass innerhalb einer Anzahl von Jahren, und ich hoffe 10 oder weniger, Ihr das Geld ganz aufgeben werdet. Fortschrittliche Menschen benutzen es nicht. Ihr habt viele Städte in Eurer Inneren Erde, die über eine lange Zeit kein Geld hatten. Jeder wird dadurch behutsam, und jedermann trägt aus dem Harmoniebedürfnis heraus zur Gesellschaft bei.“

    Durch Wohlstand eine bessere Welt erschaffen

    Doch noch haben wir das Geld. Der nächste gesellschaftliche Schritt ist der, es besser zu verteilen und den Strom des Geldes wieder in Gang zu bringen, das heute von so vielen Banken und Herrscherfamilien zurückgehalten wird. St. Germain gab im Jahr 2005 eine Zukunftsschau auf die Folgen der Umsetzung eines neuen Geldsystems: „Wenn Ihr (durch eine Umverteilung) reichlich Geld zur Verfügung habt, werdet Ihr entdecken, dass Geld nicht wirklich von Bedeutung ist, und Ihr werdet eine Gesellschaft aufbauen, die es nicht mehr braucht. Die Menschen der Inneren Erde benutzen kein Geld mehr. Jedermann arbeitet dort, und Vollzeit-Arbeit sind 20 Stunden die Woche oder weniger. Diese Menschen tauschen für Luxusgegenstände, und Ihr werdet lernen, wie man das auch auf der Oberfläche der Erde tut. In Wirklichkeit können die meisten Länder von vernünftiger Größe das produzieren, was sie brauchen, und müssen nicht noch sehr viel von anderen Ländern dazukaufen. Ihr könnt Waren selbst produzieren, die nicht sofort verschleißen, ein paar Tage nachdem die Garantie abgelaufen ist. Ihr braucht auch nicht alle paar Jahre ein neues Auto. Eure Fahrzeuge werden irgendwann ewig haltbar sein. Ihr werdet bessere Verkehrsmittel als die Automobile entwickeln müssen. Es wird eine Weile dauern, bevor Ihr Teleportation habt, die Ihr nutzen könnt. Und dazu gilt es zunächst spirituelle Arbeit zu leisten, bevor diese Technologien zur Anwendung kommen können.

    Es geht darum, etwas Neues zu kreieren, bessere Schulen beispielsweise. Oder mit neuen Technologien zu arbeiten, die Euch gegeben werden. Das bisherige Stromnetz in vielen Ländern muss gehen. Ihr werdet neue Technologien erhalten, mit denen jedes Gebäude seine eigene Elektrizitätsversorgung haben wird, die sauber und effizient ist. Ihr habt eine riesige Menge an Elektrizität in der Luft. Diese kann leicht genutzt werden, was keinen Brennstoff erfordert, um es zu erhalten. Automobile werden noch für eine Zeit gebraucht, bis es neue Techniken gibt. Ihr werdet eventuell von Euren Autobahnen und Schnellstraßen abkommen. Viele werden wahrscheinlich später eigene Luftfahrzeuge als Transportmittel haben. Eure großen Supermärkte werden ebenfalls verschwinden. Ihr solltet kleine Gemeinschaftsläden mit frischen Lebensmitteln haben. Ihr solltet Bereiche mit Grünflächen zum Anbau von Pflanzen in Eure Gemeinden einbauen. Trotzdem werdet Ihr noch weiter Nahrungsmittel aus anderen Ländern importieren, aber diese werden anders verschifft. Mit Hilfe der „fliegenden Scheiben“ kann Nahrung geerntet und innerhalb von Stunden verschifft werden, damit es sofort konsumiert werden kann. Viele von Euch schauen auf die Nahrungsmittel und ob sie euch noch genug versorgen. Wenn jemand von Euch im Nahrungsmittelsektor arbeitet, in welcher Form auch immer, möge er dort bleiben und dort die neuen Veränderungen bewirken. Restaurants werden wichtig bleiben. Tatsache ist, dass überall auf der Welt vielleicht mehr davon gebraucht werden, da Menschen mehr als zuvor reisen werden, geschäftlich, zur Erholung und zum Weiterbilden.

    Wenn wir nur noch Menschen haben, die alle genug Geld haben, dann entsteht irgendwann durch den Wegfall des Überleben-Müssens ein neuer Raum für das Wesentliche. Die Menschen können dann ihre ZEIT ihrer Gesellschaft beisteuern. Geld ist dann so imaginär wie andere untergeordnete Werte. Aber zurzeit sind Eure vielen verschiedenen Gesellschaften überall auf der Welt noch nicht bereit dafür. Noch braucht Ihr Geld zum Austausch.“

    Soviel zu einem Ausschnitt aus der ‚Zukunftsschau’ von St. Germain, der damals - inspiriert von dem Gedanken an NE-SARA (siehe Teil 8 dieser Serie, „Lichtsprache“ Nr. 63) - einen Ausblick auf die Folgen gab, die eine bessere Umverteilung des Geldes nach sich ziehen würde. Ob sich dies nun durch NESARA oder andere Maßnahmen des Wohlstands in unserer Gesellschaft verwirklichen lässt – so ist mir vor allem wichtig, eine Vision aufkommen zu lassen, die jedem Menschen, die Vorstellung vermittelt, wie es wäre, ein Millionär zu sein und mit dem Geld die Welt zu verbessern. Al Gore, den man als Übergangspräsident für NESARA einsetzen wollte, hat vor vielen Jahren eine Art Aufsatz darüber geschrieben, dass so viel Geld in unserer Welt vorhanden ist, dass jeder Mensch ein Millionär sein würde, wäre das Geld gerecht verteilt. Ich möchte, dass sich jeder Mensch, der dies liest, sich vorstellt, wie es wäre, ein Millionär zu sein. Was würde er mit dem vielen Geld anfangen? Wie würde er es nutzen? Nach einer anfänglichen Phase des (verständlichen) Konsumrausches und der Befriedigung der persönlichen Bedürfnisse, würde jeder Mensch auf unserem Planeten ein neues, freieres Bewusstsein entwickeln über das, was er vermag zu tun. Wenn kein Zwang mehr da ist, arbeiten gehen zu müssen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen und die Miete zu bezahlen, entsteht eine neue Freiheit. Wenn die Grundbedürfnisse nach Sattheit, Schutz, Sicherheit und Anerkennung gestillt sind, entsteht automatisch ein neues Bewusstsein, das anfängt, sich Fragen zu stellen, Fragen nach dem größeren Ganzen, nach dem Sinn, nach dem, wie es woanders ist, wie es anderen geht und wo wir herkommen und hingehen.

    Infolge dieses äußeren Wohlstands durch die Umverteilung des auf der Erde vorhandenen Geldes (was z.B. für den Anfang auch mit dem bedingungslosen Grundeinkommen geschehen könnte), würde sich allmählich ein innerer Wohlstand einstellen, ein neues Bewusstsein für das, was wir leben und erschaffen. Dadurch würde es uns Menschen möglich werden, irgendwann ganz auf das Geld zu verzichten und – mit den richtigen Technologien aus freier, unbegrenzt zur Verfügung stehender Energie – eine Gesellschaft zu erschaffen, in der jeder Menschen mit allem, was er zum Leben braucht, versorgt ist. Was er der Gesellschaft zurückgibt, sind seine Fähigkeiten, die er zum Wohle aller einsetzt und von der andere profitieren können.

    Mit diesem Artikel endet die Serie „Die Zukunft des Geldes“. Ich hoffe, ich konnte den Lesern Anregungen bieten, was wir aus dem derzeit sterbenden Wirtschaftssystem machen können, das dringend einer grundsätzlichen Reform bedarf. An den Wert des Erschaffens, dessen, was wir auf der Erdebene kreieren, wird das Geld nie herankommen. Geld vermag nicht auszudrücken, wieviel Dank wir jemandem schenken, wenn er etwas für uns getan hat.

    Doch zurzeit ist es noch im Umlauf und erhält unsere Gesellschaft (künstlich) aufrecht. Wie wird es aber in drei Jahren sein, wenn wir uns 2012 nähern? Werden wir das Geldsystem solange nutzen, bis es unter den Schuldenlasten und der Zinsspirale endgültig zusammenbricht? Wird die heutige Wirtschaftslage zu noch mehr Armut und Druck führen müssen, damit wir wie die Venusier einfach aussteigen und alles hinter uns lassen, um zu einer natürlicheren Lebensart zurückzufinden? Werden die Mächtigen der Welt ihr globales Wirtschaftssystem durchbringen oder durch einen Krieg versuchen, das sterbende Wirtschaftssystem wiederaufzubauen? Werden neue Konzepte wie das Grundeinkommen eingeführt, um ganz neue Wege zu gehen? Diese Fragen vermag ich nicht zu beantworten. Denn es liegt an uns allen, wie wir die Zukunft des Geldes kreieren. Jeder einzelne von uns trägt dazu bei, mit seinem Bewusstsein, seinen Vorstellungen, Visionen, seinem Selbst-Wert, seinem Mangel- oder seinem Füllebewusstsein, mit all dem, was er auf Erden tut und denkt. Wir sind die Schöpfer. Wir erschaffen das neue System. Und es fängt mit einem Gedanken an: dass es möglich ist.

    SK, Quellen: „Ich kam von der Venus“, Omnce Onec, Myrddin-Verlag; „170 Stunden mit Ausserirdischen“, Vitko Novi, Lion Star Verlag; „Apu – eine Welt ohne Geld“, Vitko Novi, Ventla-Verlag; „Die Santiner“, Martin Fieber, Bergkristall-Verlag; „Das Leben der Santiner, Hermann Ilg, Bergkristall-Verlag; „Der interdimensionale Mensch“, Lee Carroll/Kryon, Lichtforum8/Som-mer 2001; „Checkliste für Lichtarbeiter“, Cecilia Sifontes, Lichtforum 8/Sommer 2001; „Geld ist Liebe“, Leserbeitrag von Uta K. Mempel, Lichtforum 11/Frühjahr 2002; „Jenseits der Lichtmauer“, Elisabeth Klarer, Ventla-Verlag; „Das Heilgeheimnis der Engel“, Doreen Virtue, Ullstein-Verlag; „Göttliche Fülle fliessen lassen“, Cecilia Sifontes, Lichtforum 12/Sommer 2002; „Der Aufstieg der Erde 2012 in die fünfte Dimension“, Ute Kretschmar, ch. falk-Verlag; „Die Seele in den Meisterjahren“, Ute Kretschmar, ch. falk-Verlag; Salusa 28.5.05, Mike Quinsey, www. treeofthegoldenlight.com (Übersetzung: Martin Gadow); Zukunftsschau zu NESARA, Candace Frieze, AbundantHope2002@wmconnect. com (Übersetzung: S. Kreth); „Bericht eines Sternenarztes“, Candace Frieze, AbundantHope 2002@wmconnect.com (Übersetzung: S. Kreth); „Zeitriß“, Johannes von Buttlar, Weltbild-Verlag. (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 64)

     

     

     

    Visionen zur Zukunft des Geldes und der Wirtschaft – Teil 8

    Alternativen zum Geld
     

    Diese Serie zeigt einen Überblick über den Wertewandel, der derzeit in unserem Geld- und Finanzsystem geschieht und wie das Wertesystem in Zukunft aussehen wird. Der erste Teil („Lichtsprache“ Nr. 33) handelte davon, was in den letzten Jahrzehnten mit dem Gold, der Grundlage der Währung, passiert ist. Im zweiten Teil („Lichtsprache“ Nr. 34) beschrieb ich den Missbrauch des Geldes, der durch das Zinssystem erzeugt wurde. Im dritten und vierten Teil („Lichtsprache“ Nr. 35 und 36) stellte ich Geldsysteme vor, die ohne Zinsen funktionieren. Die beiden Folgen in „Licht-sprache“ Nr. 37 und 38 handelten von dem Ende unserer Arbeitsgesellschaft, die durch hohes Wachstum nun in die Lage gekommen ist, jedem Bürger ein Grundeinkommen zahlen zu können. Nachdem in der letzten Ausgabe die „Moneymaker“-Geschichte eine Zusammenfassung des heutigen korrupt gewordenen Geldsystems lieferte, möchte ich im vorletzten Teil der Serie Alternativen zum Geld- und Zinssystem aufzeigen.


    Unser Wirtschaftssystem liegt im Sterben. Im Zuge des Transformationsprozesses, in dem die Erde und wir Menschen sind, wird es unumgänglich sein, dass die Mächte der Regierungen unserer Welt ihren geistigen Thron verlassen und sich Konzepte überlegen, die zur Neuen Energie passen. Die hohe Arbeitslosenzahl, die steigende Armut, die Proteste derer, die noch Arbeit haben – all das sind Zeichen für sie, sich für Lösungen zu öffnen, wie man dem sterbenden Wirtschaftssystem beikommen kann.
    Hierfür gibt es verschiedene Ausgangspositionen, in denen man sich die Frage stellen muss, wann welche Alternative angebracht wäre. Möchte man das Finanzsystem retten, so wie es ist? Viele wollen das, weil sie Angst haben, neue Wege zu gehen, die ihnen ihre bisherigen Sicherheiten nehmen und sie zwingen, aus ihrer Komfortzone herauszukommen.

    Grundeinkommen

    Das Grundeinkommen für alle bietet eine gute Lösung, um den Übergang in ganz neue Wege zu ebnen, die wir von unserem heutigen Standpunkt aus noch gar nicht richtig erfassen können. Es sieht vor, jedem Bürger bedingungslos einen monatlichen Betrag zu überweisen, von dem er seine Miete und andere Grundkosten zum Leben bezahlen kann. Alles, was der Bürger darüber hinaus zum Leben braucht, kann er sich dazuverdienen. Das Grundeinkommen wird jedem ausbezahlt und ist – nicht wie beim Arbeitslosengeld und der Sozialhilfe – an Bedingungen wie den Nachweis von Bedürftigkeit geknüpft. Finanziert wird es aus z.B. höheren Steuereinnahmen (Umsatzsteuer auf Neuwaren). Gleichzeitig würde man das Steuersystem vereinfachen und den Verwaltungsaufwand reduzieren, was Kosten einspart. Die Produktion und das Wachstum in Deutschland erlebt keinen Mangel, wie uns immer weisgemacht wird. Wir leben – im Gegenteil – im Überfluss. Dass wir trotzdem so viel Arbeitslose haben, die im Mangel leben, liegt daran, dass nicht mehr genug Arbeit da ist, um alle mit Arbeit zu versorgen. Dies ist jedoch kein Zustand, den es auszugleichen gilt. Stattdessen zeigt er, dass wir als Gesellschaft mittlerweile an einem Punkt sind, wo unser System ausreichend viel Wachstum hat, um alle zu versorgen. Es ist nur nicht richtig verteilt, weil es noch zu viele Menschen gibt, die es wichtig finden, so viel wie möglich anzuhäufen.

    Zinsabschaffung und Umlaufsicherung

    Dort wo etwas angesammelt und gehortet wird, kommt es un-weigerlich zu einem Stau der Energien. Wäre das Geldsystem im Fluss, würde es jeden erreichen und jeder Bürger hätte genug, um ein angenehmes Leben zu führen, das nicht vom Mangel bestimmt ist. Ein Faktor dieses Energiestaus ist das Zinssystem. Die Banken führten es einst ein, um beim Geldverleih etwas dazuzuverdienen. Es hat jedoch zur Bildung von Schulden geführt, hat Menschen, die wenig haben, durch Ratenkauf mit Zinseszins dazu gebracht, dass aus einer Schuld von 30.000 ein Umfang von 100.000 wird, an dem sie ihr Le-ben lang abzahlen und damit für die Banken beherrschbar werden. In dieser Knechtschaft steckt auch unser Staat, dessen Haushalt sich selbst nicht mehr in der Lage ist zu tragen. Irgendwann bricht das Zinssystem unter der Last des künstlich erschaffenen Schuldenberges zusammen.
    Die Abschaffung des Zinssystems ergänzt sich sehr gut mit dem Grundeinkommen, denn man muss bedenken, dass jedes Geld, das angehäuft und dem Geldkreislauf entzogen wird, zu einem Stau und damit zu einem Mangel führt. Verbunden mit einem zinslosen Wirtschaftssystem ist darum auch die Umlaufsicherung, die durch stufenweisen Verfall des Wertes eines Geldscheines dafür sorgt, dass es schnell wieder ausgegeben wird.
    Geld ist nicht dazu da, sich daran zu bereichern. Es soll lediglich den Tauschhandel erleichtern. Und zu diesem Denken müssen wir wieder zurückkommen. Dafür gibt es mittlerweile schon Regionalwährungen und Tauschbörsen, die nach diesem Prinzip aufgebaut sind.

    Alternativwährungen

    Die vielen derzeit entstehenden Regionalwährungen sind ein entscheidender wichtiger Schritt zur Abkopplung vom derzeitigen Geldsystem. Sie haben den Vorteil, dass sie durch ihre dezentrale Struktur viel schwerer von der Großfinanz kontrollierbar sind als die nationalen Zentralbanken. Auch alternative Systeme wie „Ökotopia“ (www.oekotopia.de) können zu einer Abfederung des nahenden Zusammenbruch des Geldes beitragen. Der Bremer „Roland“ ist so eine Alternativwährung, die auch eine Umlaufsicherung enthält. Der „Roland“ gilt als Zweitwährung, bei dem man Scheine weitergibt, die regelmäßig eingelöst werden müssen, damit es nicht zum Horten der Geld-mittel kommt. Immer mehr Regionen, Städte und Stadtteile in Deutschland führen eigene Zweit-Währungen ein. Die von gemeinnützigen Vereinen gedruckten Komplementär-Währungen haben vor allem zwei Ziele: Sie sollen die heimische Wirtschaft stärken und Bürger anregen, ihr Geld in der Region auszugeben anstatt außerhalb.
    Um keine Probleme mit den Zentralbanken zu bekommen sind die Euro-Alternativen kein Geld im eigentlichen Sinne, sondern Gutscheine. Bürger tauschen ihre Euros bei den regionalen Vereinen in Rolands oder Chiemgauer ein und bekommen Listen, welche Frisöre, Bauern oder Heilpraktiker ihre Währung akzeptieren. Grundsätzlich wird eins zu eins getauscht. "Eine regionale Währung kann ein nationales Transaktionsmittel natürlich nicht ersetzen", meint Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. Allerdings fördern sie den Lokalkolorit und stärken vor allem kleinere regionale Firmen. Anreiz für Kunden sind häufig Rabatte und für Anbieter natürlich die Kundenbindung. Eine prozentuale Wertminderung pro Monat oder Jahr sichert, dass die Gutscheine schnell weitergegeben wer-den.
    Bremen war 2002 die erste deutsche Stadt mit eigener Zweitwährung. Inzwischen gibt es bundesweit rund 40 Regional- oder Komplementärwährungen. Größere Kreise erreicht der „Chiemgauer“ in der Stadt Prien am Chiemsee in Oberbayern. Vorletztes Jahr sind „Elbtaler“, „Zwönitz-Taler“, „Sterntaler“ und der „Berliner“ als weitere Alternativwährungen eingeführt worden. Auch in den USA gibt es bereits seit 1990 eine Alternativwährung: Der Bundesstaat Missouri verwendet den „Time-Dollar“ seit 1993, der Steuerfreiheit geniesst und durch den das Sozialsystem finanziert wird.
    Bedeutsam werden solche Währungen in Krisenzeiten, in denen man mehr zusammenrückt. Als die Reichsmark nach dem Finanzcrash 1929 fast nichts mehr wert war, florierten vor allem in Nordrhein-Westfalen Lokal-Währungen.

    Tauschringe
     
    Auch andere Tausch-Systeme existieren. Es gibt immer mehr Menschen, die das Füreinander selbst in die Hand nehmen. Menschen mit Sinn für das Gemeinwohl helfen anderen und sich selbst, indem sie Netzwerke aufbauen, in denen Waren und Dienstleistungen getauscht statt bezahlt werden. Gerade in Zeiten der Verschuldung und der immer knapper werdenden Löhne suchen die Menschen nach einer Alternative. Tauschsysteme entstehen oft aus der Not heraus oder in weiser Voraussicht, dass das herkömmliche Geldsystem zusammenbrechen könnte. Menschen tun sich zusammen und beschenken sich gegenseitig mit Dienstleistungen. Weil nicht jeder genau das braucht, was der ihm anbietet, für den er etwas getan hat, gibt es Listen, in denen die Tätigkeiten jedes Mitglieds verzeichnet sind, ähnlich eines Branchenbuches. Bezahlt wird statt mit Geld mit Punkten oder ähnlichen Ordnungssystemen, um einen gerechten Austausch der Dienstleistungen zu gewährleisten. Die Mitglieder von „Tausch-Watt“ in Bremen bezahlen z.B. mit solchen Punkten, die ihnen bei jeder Dienstleistung, die sie jemandem geben, statt Geld gutgeschrieben werden. In den Tauschringen werden Dienstleistungen wie Babysitten, Fensterputzen, Handwerksarbeiten, Altenpflege und andere Betreuungsdienste ausgetauscht. So wird eine Infrastruktur errichtet, die auf dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe und Anerkennung beruht und die eine neue Kultur des Gebens und Nehmens schafft. Die derzeit über 350 Tauschsysteme in Deutschland sehen sich als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Umorientierung. Es gibt aber auch groß angelegte Tauschgemeinschaften von Firmen. Die bekannteste ist der seit 1934 bestehende Wirtschaftsring WIR, der über 80.000 Teilnehmer (Stand: 1994) zählt.
     
    In wohl fast jeder Stadt gibt es heute einen Tauschring. Doch auch im Ausland geht der Trend in Richtung Tauschsysteme. In Argentinien haben Tauschringe sogar vor dem wirtschaftlichen Ruin ihres Landes bewahrt. Mittlerweile sind mehrere Millionen Familien in den Tauschclubs eingeschrieben. Ein paraleles Währungssystem ist entstanden, auf das die Zentralbank keinen Einfluss hat, dessen „normales“ Währungssystem zusammenbricht. Auch ein Tauschring in einem Dorf in Kanada entstand, nachdem die einzige örtliche Fabrik, die fast alle ansässigen Familien mit Arbeit versorgt hatte, pleite ging. Um ihr Überleben zu sichern, hatten die Bewohner sich zusammengetan und dieses Modell entwickelt. Jeder gab seine spezielle Fähigkeit in einen imaginären Topf, aus dem alle anderen sich bedienen konnten. Wer eines der Angebote wahrnahm, ging zu einer Sammelstelle und ließ es dort verbuchen. Dort wurde es mit der jeweils selbst erbrachten Leistung verrechnet.
    In Japan hat sich eine „reine Pflegewährung“ entwickelt („Fureai kippu“), die die normale Krankenversicherung ergänzt: Freiwillige helfen den Alten und Behinderten und lassen sich die Stunden auf einem Zeitkonto gutschreiben. Diese Stunden können sie dann an die eigenen Eltern verschenken oder im Alter selbst für ihre Pflege nutzen. 
    Der Vorteil von Tauschringen ist, dass Menschen näher zusammenrücken und den Wert ihrer Arbeit wieder sehen können. Die Diskrepanz zwischen Arm und Reich lässt sich dadurch schmälern. Finanziell schlechter gestellte Menschen haben durch ein Tauschsystem die Möglichkeit, sich Dinge zu leisten, die sie statt mit Geld mit einer Tätigkeit bezahlen. Menschen, die keine Arbeit haben, können in einer Tauschbörse ihre Fähigkeiten einbringen und verlieren so das Gefühl, in unserer Gesellschaft überflüssig zu sein.
    Bei uns in Deutschland haben leider die Politiker bereits reagiert und im Steuerrecht einige Klauseln verankert, die den Tauschwert einer Ware dem tatsächlichen Verkehrswert gleichsetzen.

    Alternativbanken

    Solange wir noch in einem Geldsystem stecken, sollte man sich um Alternativbanken kümmern, die mit faireren Bedingungen arbeiten als es herkömmliche Banken tun, von denen viele zu Illuminaten-Banken gehören, die mit dem Geld Projekte finanzieren, um ihre Neue Weltordnung aufzubauen. Bei der Ethik-Bank kann man z.B. einen Teil der Zinsen an selbst ausgesuchte Projekte spenden. Das ist vor allem wichtig, wenn man vermeiden möchte, dass die Bank mit dem eigenen Geld in fragwürdige Projekte wie Rüstungsgeschäfte, Gentechnik und ähnliches finanziert. Die Ökobank wurde 1988 von Menschen aus der Friedensbewegung gegründet und ist unter anderem aus der Anti-Atomkraft-Bewegung hervorgegangen. Sie ist mittlerweile von der GLS Gemeinschaftsbank übernommen worden. Letztere fördert die unterschiedlichsten Projekte und eignet sich für Menschen, die sich mit ihrem Geld engagieren möchten und einen anderen Umgang mit Geld leben. Die GLS („Gemeinschaft für Leihen und Schenken“) ging einst aus der 1961 von Anthroposophen gegründeten „Gemeinnützigen Treuhandstelle e.V.“ hervor und war eine der ersten ethisch-ökologischen Banken Europas. Die GLS investiert in den Natur- und Naturkosthandel, in Windkraft, Kosmetik (Weleda) und (regional) in Heime für Obdachlose. Die angehängte Aktiengesellschaft spekuliert nicht an der Börse und die Treuhandstelle bietet die Möglichkeit, sich durch Spenden, individuelle Schenkungen und Stiftungen zu engagieren. So gibt es unter anderem eine Zukunftsstiftung Bildung, einen Studienfond, einen Entwicklungshilfe-Fond und die 2001 gegründete Zukunftsstiftung Gesundheit. Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft mit angehängtem Saatgutfond unterstützt ökologischen und gentechnikfreien Anbau, und eine regionale Anschubfinanzierung (in Schönau) unterstützt den Ökostrom. Außerdem sind mit der GLS die meisten freien, nicht staatlichen Schulgründungen in Deutschland verwirklicht worden (u.a. Waldorfschulen).
    Die Umweltbank investiert vor allem in den Umweltschutz, in Ökostrom wie Solar- und Windkraft-Energie, auch in Häuser, die mit Alternativenergien versorgt werden. Daneben gibt es noch die Ethikbank, die von sich sagt, keine Geschäfte mit Staaten zu machen, die Menschenrechte verletzen. Stattdessen fördern sie mit Spenden Waisen-, Frauen- und Umweltprojekte. Bei Letzterem wird derzeit der Schutz der Baikalrobbe unterstützt.

    Ethisch orientierte Banken und Fonds zu unterstützen bedeutet, dass man gute oder sogar lichtvolle Projekte unterstützt, was wiederum eine Investion in die Zukunft beinhaltet. Mit dem Gedanken, das Geld der Wohlhabenden zur Bekämpfung von Armut einzusetzen, hat Oikocredit (früher EDCS) weltweit Maßstäbe gesetzt. Hier werden armen Menschen, vor allem in Entwicklungsländern, Kredite gegeben, um sich eine Existenz aufbauen zu können. So werden auch Projekte des Fairen Handels gefördert. Die Grameen-Bank ist ebenso aufgebaut. Auch sie gewährt Armen und Menschen in Entwicklungsländern Kleinstkredite. Ins Leben gerufen wurde die Bank durch den Wirtschaftsprofessor Muhammad Yunus, der 27 Dollar an 42 bedürftige Familien in Bangladesh verlieh, da sich die Banken weigerten, Kredite an völlig Mittellose zu vergeben, die keinerlei Sicherheiten zu bieten hatten. Über 90 Prozent der Kreditnehmer sind Frauen, die zugleich Eignerinnen der Bank sind. Auch Studien-Darlehen werden vergeben. Die Bank geht zum Kunden, nicht umgekehrt. So hat die Bank auch kein Büro. In den Dörfern haben sich Fünfer-Gruppen gebildet, bei denen jeder dem anderen bei der Rückzahlung hilft, wenn es mal schwierig wird. Durch die Zusammenarbeit fällt es allen leicht, die günstigen Kreditbedingungen einzuhalten. Hintergrund ist nicht die Gewinnmaximierung, sondern die Armutsbeseitigung in den Ländern der dritten Welt. So ist es der Grameen-Bank gelungen, innerhalb von 10 Jahren ein Drittel  der Kreditnehmer aus der Armut und ein weiteres Drittel an die obere Grenze der Armutsschwelle zu führen.
    Alle Banken, auch die Alternativbanken, arbeiten mit Zinsen. Herkömmliche Banken investieren in ausschließlich gewinnbringende Projekte, und Alternativbanken haben sich vor allem das Ziel gesetzt, die Zinsen für Investitionen in gute Projekte zu nutzen. Dennoch sind und bleiben es Zinsen, die zumindest bei den herkömmlichen Banken benutzt werden, um Kreditnehmer klein zu halten, abhängig zu machen und sie möglichst lange an sich zu binden. Die Motivation der Bank ist ausschlaggebend. Solange Zinsen also für negative Zwecke benutzt werden, entstehen aus ihnen auch keine förderlichen Projekte, die Schulden auf Zeit nutzen, um anderen zu helfen, sondern die Schulden als Machtmittel einsetzen.
    Die einzigen zinsfreien Banken sind zurzeit noch die islamischen Banken, weil das islamische Recht den Geldverleih gegen Zinsen verbietet.

    Alternativbanken:
    Ethik-Bank: www.ethikbank.de, Tel. 01805/992199
    GLS Gemeinschaftsbank: www.gls.de, Tel. 0234/5797-111
    Umweltbank: www.umweltbank.de, Tel. 0911/53080
    Oikocredit Dachs e.V.: www.oikocredit.de, Tel. 0221/13996988
    Grameen-Bank: www.grameen.de

    Pläne der Neuen Weltordnung

    Die Illuminati, denen daran liegt, den Menschen in Abhängigkeit zu halten, haben ganz andere Pläne. Zwar ist ihnen ebenso daran gelegen, das Geld abzuschaffen, jedoch nur, um es mit Kreditkarten zu ersetzen. In diesen sollen dann auch die Chips eingebaut werden, die bereits in einigen Geldscheinen sitzen. Chips dienen dazu, den Gang des Geldes nachzuverfolgen - und damit die Gewohnheiten des Besitzers dieser Scheine. Natürlich alles im Rahmen der „Terrorbekämpfung“. Ziel ist der gläserne Mensch, der durch die Bindung an das Plastikgeld manipulierbar und in festen Händen derjenigen ist, die die Kreditkarte ohne Gründe einziehen und damit einem Menschen von heute auf morgen seines gesamten Lebens berauben kann. Nicht nur das gesamte Geld, das jemandem zur Verfügung steht, soll auf dem Chip verwaltet, auch sein Zugang zu allem, was die Gesellschaft anbietet, soll die Karte bieten. Bargeld wird dann überflüssig. In Singapur plant man bereits die stufenweise Einführung des elektronischen Geldes. Bis 2008 will man dort alle Unternehmen zwingen, das E-Geld als legales Zahlungsmittel anzuerkennen. Es soll sich von der Kreditkarte darin unterscheiden, dass es per Handy verfügt werden kann.
    Die Saboteure unserer Gesellschaft, diejenigen, denen daran liegt, die Menschheit vor dem Aufstieg zu hindern, benutzen heutzutage vor allem das Geldsystem, um Menschen in einer niedrigen Schwingung zu halten. Dessen müssen wir uns immer wieder bewusst sein. Und über den Geldfluss und die Zinspolitik kann der Gang der Wirtschaft und somit die Güterversorgung und der Arbeitsmarkt direkt gesteuert werden. Über die Medien wird versucht, durch Negativnachrichten die Menschheit auf einem bestimmten Angstniveau (vor allem Existenzangst) zu halten, damit alle in den gewünschten angepassten Positionen bleiben, durch die diese Hintergrundmächte sich weiterhin aufrechterhalten können. Dabei versuchen sie uns davon zu überzeugen, dass Abhängigkeit, Krieg, Krankheit und Mangel zum Leben dazugehören. Mitschöpfertum, Freiheit, bedingungslose Liebe und Fülle als Normalzustände werden dabei völlig ausgeklammert.
    Wie bereits in der letzten Ausgabe („Lichtsprache“ Nr. 39) beschrieben, wollen die Illuminati in der ersten Hälfte des nächsten Jahres (2007) ein „Globales Bankensystem“, einführen, für das sie derzeit Gold ankaufen. Dieses Bankensystem, was bereits in einigen Ländern getestet wurde, soll ihnen die totale Kontrolle über alle Bankgeschäfte in der Welt einräumen. Sie wollen ein Kontrollsystem für alles Geld und Gold auf der Welt etablieren und in der Lage sein, die Fonds und Aktivposten von jedem zu tilgen, der gegen die Neue Weltordnung angeht.
    Auf der anderen Seite gehen die aktuellen Entwicklungen derzeit in eine ganz andere Richtung: Den massiven Sturz des US-Dollars, der in den nächsten paar Monaten zu einem Wirtschaftszusammenbruch ähnlich der Weltwirtschaftkrise im Jahre 1929 führen wird. Nach der Eröffnung der iranischen Ölbörse, bei der dann in Euro statt in Dollar bezahlt werden kann, sind die USA „raus aus dem Geschäft“. Der Ölpreis ist dann nicht mehr mit der amerikanischen Währung verknüpft. Zeitgleich hat die USA die Veröffentlichung der M3-Geldmenge (die Menge der sich im Umlauf befindlichen Dollars) zum 23. März eingestellt. Da die Umstellung der iranischen Ölbörse auf Euro seit 2004 bekannt ist, reagierte damit die US-Notenbank auf den drohenden Umstand, dass der Dollar bald vom Markt gedrängt wird. So kann sie im Hintergrund noch weiter Dollars nachdrucken, um den drohenden Verfall des US-Wirtschaftssystems noch eine Weile nach hinten zu verschieben.

    NESARA

    Doch das wird nicht mehr lange funktionieren. Kommen wird dagegen ein neues Wirtschaftssystem, das auf Wohlstand für alle aufgebaut sein wird. Die Reformakte NESARA gilt hier als der nächste und erste Schritt in diese neue gerechtere Wirtschaftspolitik. Wenn ich hier NESARA einfließen lasse, verzichte ich darauf, seine Geschichte zu wiederholen, da die meisten Leser durch die monatlichen Beiträge in diesem Heft wissen, was NESARA beinhaltet. Nur kurz gesagt: NESARA ist ein Ausgleichsgesetz für ungerechtfertigte Zinsabzüge bei Krediten, ausgelöst durch eine Reihe von Farmern, deren Kredite von den Banken gekündigt wurden, und die vor dem Obersten Gerichtshof in den USA gegen diese ungerechte Enteignung von Land geklagt haben. Im Zuge dessen wurde das Gesetz ernannt, gelangte aber nie aus dem Kongress an die Öffentlichkeit. Es würde, wenn es umgesetzt würde, jeglichen Kredit- und Zinsmissbrauch verbieten und bisherigen durch Rückzahlungen wiedergutmachen. Es würde dazu führen, dass ganz neue Bankgesetze entstünden, eine neue Währung eingeführt würde, die von Edelmetallen gedeckt ist, und es würde bewirken, dass die Einkommenssteuer abgeschafft, Preise angeglichen und eine Umsatzsteuer auf ausschließlich Neuwaren eingeführt würde. Dies alles würde die Lebensqualität der Menschen erheblich verbessern. Das NESARA-Gesetz beschränkt sich zunächst auf die USA, andere Länder würden aber sehr bald nachziehen (müssen), damit kein wirtschaftliches Ungleichgewicht entsteht.
    Wir wissen nicht, ob dieses Gesetz, das von Hintergrundmächten seit etlichen Jahren unter Verschluss gehalten wird, jemals publik gemacht und anerkannt wird. Doch viel wichtiger ist, dass dieses Gesetz bereits jetzt schon einen Stein ins Rollen gebracht hat. Die Idee des Grundeinkommens kommt dem nämlich schon recht nahe, wenn es auch in einer abgemilderten, sehr viel bescheideneren Form zu Wohlstand und mehr Lebensqualität führt.

    Wie sieht die Zukunft des Geldes nun aus? Die Einführung des Grundeinkommens oder des NESARA-Gesetzes ist der nächste Schritt. Diesen werden die Regierenden jedoch erst gehen, wenn der Druck zu groß geworden ist und ihnen keine andere Lösung mehr einfällt, als neue Systeme einzuführen. Doch kommen werden sie - die Grundsicherung für alle oder der Ausgleich für alle durch NESARA. Durch das Grundeinkommen oder/und durch NESARA werden sich schließlich alle Arbeitsbedingungen verändern, weil die Menschen sich nun freiwillig dafür entscheiden können, ob sie dazuverdienen möchten, ob sie arbeiten möchten oder nicht. Arbeitgeber sind dadurch gezwungen, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern, weil ihre Mitarbeiter aus Not nicht mehr auf den Arbeitsplatz angewiesen sind. Im Falle der Einführung von NESARA wer-den Menschen sich zusammentun und ihr Geld für Projekte spenden, die die Welt zu einer besseren machen. Hausbesitzer sind gezwungen, Wohnsituationen zu verbessern und kleine Wohnungen schöner und geräumiger zu machen, wenn die Not und der Mangel erst einmal vorbei sind und keiner mehr in ihren Wohnungen leben möchte.
    Aus den vielen Neuerungen, die daraus entstehen, dass der Mangel vorbei ist, entsteht dann der Wandel, der schließlich zu einer ganz neuen Gesellschaft führen wird, in der der Mensch dem nachgehen kann, was er gerne tut und was sein Herz ihm sagt.
    Zurzeit steht das Geldsystem an der Schwelle zum Zusammenbruch. Das merken wir an den zunehmend rabiaten Methoden, mit denen Banken derzeit Kredite kündigen, Dispos kürzen und Gebühren einstreichen. Das Geldsystem ist im Umbruch, es bricht zusammen. Die aktuellen Entwicklungen sind die ersten Schritte dahin. Wirtschaftliche Voraussagen des Laboratoire européen d'Anticipation Politique Europe 2020 (LEAP/E2020) sagen, dass der US-Dollar bis zum Ende dieses Jahres immens an Wert verloren haben wird.

    Was man tun kann

    Was kann der einzelne tun, um einem Zusammenbruch in seinem eigenen Leben so entgegenzuwirken, dass er nicht ebenso wie der Staat zusammenbricht, sondern darauf vorbereitet ist?
    Zuallererst muss er wissen: Das Zeitalter des Materialismus ist vorbei. Es geht längst nicht mehr um die Anhäufung materieller Güter, sondern um geistige Werte. Bei jedem Menschen verschwindet gerade sehr viel der früheren Komfortzone, um Platz zu machen für wesentlichere Werte. Das ist normal – wir sind in der Transformation!
    Zweitens: Geld hat nichts mit dem Wert des Lebens zu tun. Es ist wichtig, diese psychologische Gedankenbrücke zu entkoppeln. Der Wert liegt in dem, was wir erschaffen, nicht in dem, was wir an Geld dafür erhalten. Es drückt sich nur derzeit noch in Geld aus, weil wir es noch am Geld messen.

    Drittens wird es wichtig sein, dafür zu sorgen, langsam schuldenfrei zu werden und keine weiteren Schulden mehr zu machen, die einen selbst noch weiter an das Geldsystem binden. Verzichten Sie lieber einmal mehr auf eine Anschaffung, als sich zu verschulden. Und nehmen Sie bloss keinen Kredit mehr auf!
    Und viertens wird es hilfreich sein, damit anzufangen, einen Teil der Investitionen, die man macht, jetzt schon in Alternativen zum Geldsystem umzuleiten: Regionalwährungen, Tauschbörsen, Investitionen in Umweltfonds, lichtvolle Projekte und anderes. Wenn Sie Geld übrig haben, dann investieren Sie es in beständige Sachwerte und in Projekte, die uns in der Zukunft weiterhelfen und die der Erde helfen, sich zu regenerieren. Wechseln Sie im Übergang zur Neuen Erde, auf der es später sowieso kein Geld mehr geben wird, zu Alternativbanken, damit diese – solange das Zinssystem noch funktioniert – Gelder in gute Projekte fließen lassen. Investitionen in Firmen, die in Schwarzprojekten verwickelt sind (Rüstung, Gentechnik, Tierversuche u.v.m.) sollte man unterlassen. Im Hinblick auf die kommende Schuldenkrise ist es in jedem Fall wichtig, immer nur kurzfristig zu investieren. Geldanlagen in Edelmetallen lohnen sich zurzeit noch. Ebenso der Erwerb von Immobilien oder Grundstücken. Jedoch nur, wenn man sich dabei nicht verschuldet und das Objekt selber nutzt. In der Zukunft wird die Notwendigkeit, ein Wohnobjekt käuflich zu erwerben, wegfallen. Doch ebenso wie der totale Wegfall des Geldes wird auch das noch etwas auf sich warten lassen.

    Dass man auch ohne Geld leben kann, zeigt  Heidemarie Schwermer, die bekannt ist für das „Sterntalerexperiment“ (Titel ihres Buches). 1996 verschenkte sie all ihr Hab und Gut und beschloss, in Zukunft ohne Geld zu leben. Ihrer Meinung nach mindert der Stellenwert des Geldes erheblich die Lebensqualität. Selbst mit Armut groß geworden, hatte sie sich schon früh vorgenommen, daran mitzuwirken, aus der Welt eine bessere zu machen, eine Welt, in der eben nicht der finanzielle Status bestimmt, wie ein Mensch behandelt wird. Angeregt durch den oben erwähnten Tauschring in Kanada, hatte sie einen Tauschring gegründet, den sie „Gib-und-Nimm-Zentrale“ genannt hatte, der aber auch viele Schwierigkeiten aufwarf, bis sie ins kalte Wasser sprang und ihre Idee von einem Leben ohne Geld radikal umsetzte, alles verkaufte, was sie besaß, ihren Job als Psychotherapeutin aufgab und ihre Wohnung und Krankenversicherung kündigte. Wohnen tat sie fortan nur noch dort, wo sie Häuser hütete. Für Arbeiten, die sie im Haushalt bei anderen erledigt, bekommt sie Lebensmittel und andere Dinge oder kann an dem Computer arbeiten. Die Einnahmen aus ihrem Buch hat sie verschenkt. Dass sie mit dieser Lebensweise nie Mangel leidet, verdankt sie ihrem tiefen Gottvertrauen und ihrer Verbindung zu den Engeln. Ebenso wie das Sterntaler-Mädchen aus dem Märchen vertraut sie darauf, dass immer für sie gesorgt ist. Was sie gewonnen hat, ist Unabhängigkeit und Freiheit vom bestehenden System.

    Ohne Geld zu leben heißt in der Zukunft, neue Wege zu finden, um das zu tun, was man am besten kann, damit aus der Gesellschaft eine Gemeinschaft wird, die sich zum Ziel gesetzt hat, Kultur, Wissen und Leben in friedvoller Weise zu fördern und sich gemeinsam weiterzuentwickeln und geistig-seelisch zu vervollkommnen. Man braucht kein Geld, um eine Gesellschaft zum Erblühen zu bringen. Allein die Liebe im Herzen kann das Geld ersetzen, das ja im Grunde nur dazu dient, uns für das, was wir erschaffen, zu danken. „Geld ist Liebe“ – das sagen vor allem spirituelle Menschen und Meister. Aber es stimmt: In Liebe tauschen wir einander das aus, was jeder am besten kann, geben es weiter und freuen uns, wenn es einem anderen Menschen gefällt. Macht man eine Arbeit ganz aus dem Herzen heraus und ist man in voller Liebe dabei, dies zu tun, dann fliesst das Geld einem einfach zu.

    (© SK, Quellen: „Etappenziel Euro-Dollar“, Matrix3000 Bd. 26, Mrz./Apr. 2005; „Geld mit gutem Gewissen“, A. Schneeweiß, Raum&Zeit 135/2005; „Wohin mit dem Geld?“, D. Neubronner, Matrix3000, Bd. 14, Mrz./Apr. 2003; www.umweltbank.de; www.ethikbank.de; www. oikocre-dit.de; „Wann kommt der Kollaps?“, G. Hannich, ZeitenSchrift 33/2002; „Eine Welt ohne Armut“, ZeitenSchrift 47/05; „Bargeldloses Singapur“, Matrix3000 Bd. 7, Mai 01; www.tauschring-archiv.de; „Tauschringe sprengen das System“, D. Neubronner, Matrix3000 Bd. 16, Juli/Aug. 03; „Kommunen entwickeln ihre eigene Zweitwährung“, Lichtsprache Nr. 21, Sept. 04; „Das Sterntalerexperiment“, Regina S. Hartwig, ZeitenSchrift 34/02; „Für psychologische Beratung einmal Haare schneiden“, Ch. Steinacker, Weser-Kurier 7.11.03, „Manipulation gehört zum Leben“, Beat Futterknecht, Lichtforum Nr. 10, Winter 2001/02); www.die-violetten.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 40, Apr. 2006)

     

     

     

    Visionen zur Zukunft des Geldes und der Wirtschaft – Teil 5

    Grundeinkommen für alle

     

    Schon Jeremy Rifkin sprach in seinem bereits vor Jahrzehnten vorgestellten Konzept des Sozialen Grundeinkommens davon, dass wir eines Tages an einem Punkt wären, an dem die gestiegene Produktivität zum Arbeitsplatzverlust und zur Abnahme der Kaufkraft führen würde. Immer mehr wurde im letzten halben Jahrhundert produziert. Es wurde ein Markt an unbegrenzten Kaufmöglichkeiten geschaffen, der sich immer mehr ausdehnte. Bereits damals schrieb Rifkin in „Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft“, dass auch Zins- und Steuersenkungen und großzügige Kreditvergabe nichts nützen würden, um das bisherige System am Leben zu erhalten. Zurzeit ist unser Wirtschaftssystem an dem Punkt angelangt, wo die Politiker in solchen Strategien nach Lösungen suchen.

    Nach Jeremy Rifkin müsse die traditionelle Verknüpfung von Einkommen und Arbeit aufgelöst werden, denn nur ein von der Erwerbsarbeit unabhängiges Einkommen werde noch garantieren, dass Lebensunterhalt und Kaufkraft gesichert blieben. So lange die Gesellschaft jedoch noch nicht in der wirtschaftlichen Überflusssituation angekommen war, konnte man an ein Grundeinkommen für jedermann noch nicht denken. Heute haben wir den Punkt erreicht, an dem wir das könnten. Der Markt ist übersättigt, der Wohlstand ist da. Es gibt kaum noch einen Haushalt, in dem es nicht wenigstens einen, wenn nicht zwei, Fernseher und mindestens einen Computer gibt. Der westliche Mensch von heute lebt im Überfluss, auch wenn er es nicht so empfindet.

    In den USA wurde die Idee eines Sozialen Grundeinkommens zum ersten Mal 1963 von dem Komitee „Ad Hoc Committee on the Triple Revolution“ an die Öffentlichkeit gebracht. Die Forderung nach einem garantierten Mindesteinkommen erhielt politische Unterstützung, als Milton Friedman, Wirtschaftswissenschaftler und späterer Berater der US-Präsidenten Nixon und Reagan, vorschlug, dass alle Bürger ein Mindesteinkommen erhalten sollten, das sie mit eigenem Einkommen durch Arbeit ergänzen könnten. Mit steigenden Einnahmen durch eigenen Erwerb sollte sich der staatliche Zuschuss verringern, ähnlich wie bei der Sozialhilfe. Doch weil dieses Konzept keinen Anreiz bot, da jegliche Vermehrung des Einkommens den Verlust der staatlichen Unterstützung für den Arbeitnehmer bedeutete, war das Konzept  so  wenig wert wie unser heutiges Sozialsystem, das mit dem Hartz IV-Konzept und der ehemaligen Sozialhilfe genauso verfährt. Doch das Interesse an der Idee eines garantierten Mindesteinkommens war damals geweckt, was dazu führte, dass 1967 Präsident Johnson eine Kommission zu dem Thema einrichtete, die zwei Jahre später zu dem Ergebnis kam, dass sich zumindest das Konzept einer „Einkommensbeihilfe“ lohne. Ein daraufhin gestartetes Pilotprojekt bestätigte den Erfolg eines solchen Konzepts.

    Die Soziale Grundsicherung folgt einem einfachen Prinzip: Jeder Mensch erhält vom Staat soviel, wie es für ein würdiges Leben angemessen ist. Es handelt sich um einen Betrag, der ihm bedingungslos und unabhängig von Wohlverhalten oder Arbeitszwang zusteht.  Nach dem Konzept des Grundeinkommens hätte jeder Mensch gesetzlichen Anspruch auf einen bestimmten monatlichen Betrag. Der Unterschied zur Sozialhilfe bzw. ALG II besteht nur darin, dass der Betreffende nicht erst Bedingungen erfüllen muss, um Geld vom Staat zu erhalten. Jeder könnte darüber verfügen, ohne als Bittsteller dazustehen, ohne nachweisen zu müssen, dass er es alleine nicht schafft, sich zu versorgen. Auf der Basis einer dadurch gesicherten Existenz hätte er den Freiraum, den er braucht, um seine Fähigkeiten in die Gemeinschaft einzubringen. Aber nicht nur für die so genannten Bedürftigen würde sich viel ändern: Niemand würde mehr arbeiten, um seine Existenz zu sichern, sondern weil er in der Arbeit seine Erfüllung findet. Er hätte die Freiheit, sich den Platz in der Gemeinschaft zu suchen, wo er den sinnvollsten Beitrag leisten kann. Weniger gerne verrichtete Arbeiten würden dementsprechend gut bezahlt oder automatisiert. Doch es ist auch denkbar, dass die Menschen wieder mehr mit- und zusammenarbeiten, wenn sie in einer Gemeinschaft leben und sich die Arbeit, die gemacht werden muss, teilen.

    Das Grundeinkommen hätte zur Folge, dass Studenten sich ihr Studienfach wieder nach Interessen und Talenten aussuchen könnten anstatt im Hinblick auf die späteren Karrierechancen. Menschen könnten es sich endlich leisten, dort zu arbeiten, wo sie ihre Fähigkeiten wirklich einsetzen und anderen helfen können. Weil keine Existenznot mehr besteht, könnten Arbeitnehmer frei entscheiden, ob sie in Jobs mit schlechten Bedingungen bleiben. Das wiederum führt dazu, dass Arbeitgeber bessere Arbeitsbedingungen schaffen, um ihre Mitarbeiter zu halten.

    Die Idee der Sozialen Grundsicherung ist nicht neu. Da Deutschland sich in einer Krise sieht und nach Lösungen sucht, tauchen jetzt jedoch Menschen auf, die das Konzept der Grundsicherung an die Öffentlichkeit bringen.

    Grundeinkommen für alle

    Einer dieser Menschen ist Götz Werner, Chef der Drogeriemarktkette DM. Er hält die hohe Arbeitslosigkeit ebenfalls für einen Hinweis darauf, dass die Produktivitätsentwicklung in Deutschland das normale Maß überschritten hat. Volkswirtschaftlich gesehen führe Erfolg bei gesättigten Märkten immer zum Abbau von Arbeitsplätzen, sagte er unlängst, als die Medien sich für seine Ideen interessierten und ihn interviewten.

    Sein Unternehmen floriert. Es wächst ständig, ohne rote Zahlen zu schreiben. Das Geheimnis seines Erfolges sieht er in seiner Einstellung zum Arbeitsbegriff. 75 Prozent der Leute werden heute nicht mehr gebraucht, sagt er, weil unsere Fähigkeit, Dinge zu produzieren, unseren Bedarf übersteige. Und keine Arbeitsmarktreform könne daran etwas ändern, weil die Frage nach mehr Schaffung von Arbeit, um der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, der falsche Ansatz sei. Weil die Zeit der Massenarbeit vorbei sei, mache es keinen Sinn, nach Arbeit zu suchen, um die zu beschäftigen, die keine Beschäftigung haben. Vielmehr müsse man die vorhandenen Ressourcen besser nutzen. Weil heute mehr produziert wird, als die Menschen brauchen und sich leisten können – und dieser Wohlstand zudem nicht richtig verteilt ist –  sei daher die Notwendigkeit da, die Bürger mit zusätzlichem Geld auszustatten.

    Dass man für Geld arbeiten müsse, sitze leider immer noch in den Köpfen der Leute fest, aber damit kämen wir heute nicht mehr weiter. Seiner Meinung nach ist es Zeit für ein bedingungsloses Bürgergeld, eine Lebensrente für jeden Bürger, die schrittweise über einen längeren Zeitraum eingeführt wird und hoch genug ist, um alle Grundbedürfnisse zu decken.

    Das Kaufkraftmodell

    Auch das Kaufkraftmodell von Peter J. Neumann basiert darauf, dass jeder Bürger ein Grundeinkommen vom Staat erhält, mit dem Ziel, die Kaufkraft zu erhöhen.

    Doch wie finanziert man so etwas?

    Nach Götz Werner würden alle Steuern außer der Mehrwertsteuer abgeschafft. Die Umsatzsteuer, die die einzige Steuer ist, welche den Wertschöpfungsvorgang nicht behindert, würde nach seiner Idee auf 48 % angehoben und als „Konsumsteuer“ somit die Staatseinnahmen abdecken. Dadurch werde, so Werner, mehr Klarheit und Fairness geschaffen, vor allem in einer Welt, in der Unternehmen faktisch keine Steuern zu zahlen brauchen. Außerdem würde damit das Steuersystem vereinfacht und der Verwaltungsaufwand reduziert.  Das  Bürgergeld würde die Lohnkosten reduzieren, weil jeder Arbeitnehmer nun einen Teil seines Einkommens vom Staat bekäme. Dadurch würden die Unternehmen entlastet, weil sie geringere Löhne zahlen müssten. Das belebe wiederum den Arbeitsmarkt.

    Etwas anders sieht es in Peter J. Neumanns Kaufkraftmodell aus. Hier würde es weiterhin Steuern geben, auch die Umsatzsteuer. Doch in seinem Konzept würde das Zinssystem wegfallen, was einen entscheidenden Unterschied ausmacht. Wie wir (in den letzten beiden Folgen dieser Serie) gesehen haben, hat das Zinssystem uns dahin gebracht, wo sich unsere Gesellschaft heute befindet: Die kleinen Leute verarmten immer mehr, weil sie durch Anschaffungen ans Zinssystem gebunden wurden, an dem die Reichen sich eine goldene Nase verdienten. Zudem hat die Zinsspirale in den letzten 50 Jahren zur Anhäufung eines Schuldenberges geführt, der unmöglich abzutragen ist. Dies führt unweigerlich zum Kollaps.

    In Neumanns Kaufkraftmodell überweist das Finanzamt, das den Staatshaushalt reguliert jedem Bürger monatlich eine gewisse Summe zur Grundsicherung. Das Finanzamt ersetzt dann die Banken und vergibt zinslose Kredite für Investitionen. Steuern zieht es weiterhin ein, vor allem Umsatzsteuer. Die Preise werden durch den Wegfall der Zinsen überall sinken, auch wenn die Umsatzsteuer bleibt, die jedoch nicht so hoch ausfallen würde wie beim Konzept von Götz Werner.

    Das Steuersystem würde auch hier um ein Vielfaches vereinfacht, was den Verwaltungsaufwand reduziert. Das Grundeinkommen müsste von den Bürgern zügig ausgegeben werden, weil es die monatlichen Kosten decken soll. Zum Ansparen soll es nicht verwendet werden. Dadurch gelangt das Geld zu den Unternehmern, die wiederum die Hälfte davon an den Staat zurückgeben, was den Ausgleich und somit die Finanzierung des Grundeinkommens zu 50 % absichert. Der Rest des Ausgleichs ergibt sich aus Investitionen/Anschaffungen der Unternehmer. Größere Anschaffungen finanzieren sich über zinslose Darlehen. Da aber doch immer mal Geld gespart wird, wird dem Kreislauf Geld entzogen, so dass ein Teil des in Umlauf gebrachten Geldes nicht zum Staat zurückfließt. Der Ausgleich dessen erfolgt über die Umsatzsteuer. Aus den Staatseinnahmen finanziert die Gemeinschaft außerdem die laufenden Staatsausgaben. Dafür fehlendes Geld erfolgt durch Darlehen aus der staatlichen Kasse. Bürger, die mehr als das Grundeinkommen brauchen, können den Rest mit Arbeit dazuverdienen, wobei eine Zuverdienstgrenze reguliert, ab wieviel monatlichem Einkommen ein gewisser Betrag an das Finanzamt abgeführt werden muss. Das Modell einer Ökosteuer soll in dieses System ebenfalls eingebracht werden.

    Die Idee des Bürgergeldes von Götz Werner beruht darauf, sich bei einem Überangebot von Waren vom gleichzeitig immer noch vorhandenen Mangeldenken in den Köpfen der Menschen zu verabschieden und schlägt ein Grundeinkommen für jeden Menschen vor, um die wirtschaftliche Schieflage wieder ins Lot zu bringen. Da bei seinem Konzept das Zinssystem erhalten bleibt, würde es nicht zur Preisreduzierung der Waren kommen. Diese erhöhen sich aber auch nicht durch die höhere Mehrwertsteuer, weil durch die eingesparten Arbeitskosten bei den Löhnen ein Ausgleich stattfindet. Was bei diesem Konzept jedoch stört, ist, dass die Verteilung des Wohlstandes durch Beibehaltung des Zinssystems wieder irgendwann in den Mangelkreislauf führen wird.

    Das Kaufkraftmodell von Peter J. Neumann basiert auf dem Prinzip des Ausgleichs im Geben und Nehmen. Voraussetzung ist auch hier wieder die Ehrlichkeit. Durch Wegfall der Zinsen wird automatisch verhindert, dass es wieder zu einer Verarmung auf Kosten der Bereicherung derer kommt, die mehr Geld haben. Grundidee beider Konzepte ist es, die Kaufkraft und damit die Wirtschaft zu verbessern.

    Noch besser wäre es, diesem Modell die Umlaufsicherung (siehe „Lichtsprache“ Nr. 34, Okt. 2005) hinzuzufügen, die vermeiden soll, dass das Geld zu lange liegen bleibt und wieder angehäuft wird. Ein zinsloses Wirtschaftsystem mit Umlaufsicherung und einem Grundeinkommen für jeden Bürger stellt das System dar, das unser derzeit kollabierendes Wirtschaftssystem in ein florierendes System umwandeln kann. Die Parteien und Politiker müssen nur darauf gebracht werden und im Bewusstsein den Wandel wollen. Das heißt für Menschen, die macht- und profitorientiert gelebt haben: Umdenken.

    Beide vorgestellten Konzepte des Grundeinkommens stellen Übergangslösungen dar, die helfen würden, dass der Mensch von heute sich vom alten Begriff des Arbeitszwanges löst. Gerade in dieser jetzigen Zeit der Transformation ist es wichtig, dass alte Glaubenssätze gehen dürfen. Das Konzept des Grundeinkommens ist eine entlastende begrüßenswerte Übergangslösung für das, wohin es die Menschheit in der Transformation führt. Es ist nicht die letzte und die beste Lösung. Aber es stellt – kombiniert mit der Abschaffung des Zinssystems – die Lösung für das, was wir jetzt brauchen, bereit.

    In Deutschland haben bisher die Grünen und die PDS über die Soziale Grundsicherung nachgedacht.

    Susanne Kreth, Quellen: Jeremy Rifkin „Das Ende der Arbeit“;Götz W. Werner, aus: www.jensidelberger.info, Spiegel Online-Interview; Peter J. Neumann, aus: www.das-gibts-doch-nicht.de (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 37, Jan. 2006)

     

     

    Visionen zur Zukunft des Geldes und der Wirtschaft – Teil 4

    Joytopia

     

    Neulich hatte ich einen Traum, besser gesagt einen Tagtraum. Ich ging allein im Wald spazieren und erfreute mich an der Natur. Auf einmal bemerkte ich, wie jemand leichten Fußes neben mir herschritt. Er war etwa zwei Meter groß, von dunkler Hautfarbe und hatte einen athletischen Körperbau. Bekleidet war er mit einer Art goldfarbenen Jogging-Anzug. Obwohl er aussah wie ein Mensch, schien er nicht von dieser Welt zu sein. Er hatte ein so freudiges, ja fast schon lustiges Strahlen in seinem Gesicht, das man auf unserer Erde nur sehr selten findet. Als ich ihn ansah, musste ich spontan lachen. Es war ein herzhaftes, fröhliches Lachen, pure Freude über den Anblick dieses freundlichen Begleiters.

    „Entschuldigen Sie bitte, ich wollte Sie nicht auslachen“, erklärte ich, als ich mich wieder gefangen hatte. „Ich bin nur überrascht von Ihrem plötzlichen Erscheinen.“

    „Das geht vielen so auf diesem Planeten“, erwiderte er freundlich. „Die meisten Erdenbürger reagieren so wie Sie, nur einige wenige laufen erschreckt davon oder werden aggressiv.“ „Dann sind Sie nicht von hier?“ fragte ich verunsichert. „Ich komme von Joytopia, einem Staat auf dem Planeten Freegaia am Rande der Galaxis. Durch einen Sprung im Raum-Zeit-Kontinuum bin ich hierher gelangt. Mein Name ist Goodfriend, Very Goodfriend.“ „Wie haben Sie so schnell unsere Sprache gelernt?“ Wir telepathieren gerade miteinander. Wir senden uns unsere Gedanken und unser Gehirn übersetzt sie in unsere Sprache. Das funktioniert genauso mit Bildern, Tönen, Gerüchen und  Gefühlen. Sehen Sie…

    Ich sah gar nichts! Er war verschwunden. Verwundert und tiefbewegt ging ich weiter. Hatte ich mir das eben nur eingebildet? Sollte ich vielleicht mal zum Arzt gehen? Am Besten ich erzähle niemandem etwas und vergesse diesen Vorfall so schnell wie möglich.

    Ich habe Ihnen etwas mitgebracht, ein Geschenk!, hörte ich Very sagen. „Wo waren Sie denn so plötzlich?“ „Ich war kurz zuhause, um etwas für Sie zu holen. „Dauert so etwas nicht Jahre? Ich meine, die höchste erreichbare Geschwindigkeit…“ Wir reisen in Gedanken. Gedanken sind bekanntlich frei. Raum- und Zeitgrenzen gibt es nur, wenn man sie vorher erdacht hat. Wir hatten uns früher auch viele Grenzen ausgedacht. Unser begrenztes Denken hatte unseren Planeten etwa so geformt, wie ihr jetzt euren Planeten formt. Versuche es selbst – er war inzwischen zum Du übergegangen – du siehst mich, weil du denkst, dass du mich siehst.

    Während er das sagte, kam uns ein Radfahrer entgegen. Er grüßte knapp und fuhr mitten durch Very durch. Verstehst du jetzt?, fragte Very. „Ja.“ Ich habe dir etwas mitgebracht, einen Gedanken. „Was für  einen  Gedanken?“ Der Gedanke, dass alles möglich ist, was du dir vorstellen kannst. Alles, was du denken kannst, wird Realität! Alles, was du dir wünschst, wird eintreten, wenn du dir es vorstellen kannst. „Dann wünsche ich mir 10 Millionen Euro!“ Gut. „Wie? Gut? Das soll funktionieren? Das kann ich mir nicht vorstellen!“ Eben! Ich war beschämt.

    Andere konnten sich das vorstellen und sind Millionäre geworden. Aber vielleicht ist es ja gar nicht dein Wunsch, Millionär zu werden. Was wünschst du dir denn am sehnlichsten? „Am liebsten wäre es mir, wenn alle Menschen reich wären und jeder das machen könnte, was ihm am Herzen liegt, ohne anderen Menschen oder der Natur dabei zu schaden.“

    "Ich schlage Dir eine Reise vor. Auf unserem Planeten Freegaia haben wir dieses Ziel bereits erreicht. Du brauchst es dir nur abzuschauen und auf der Erde zu verbreiten. Das ist unser Geschenk an euch Menschen." "Wie kann ich denn durch das Raum-Zeit-Dingsbums..."

    "Stell es dir einfach vor, ich begleite dich." Es war eigen-artig. Es schien mir, als ob ich an zwei Orten gleichzeitig war: während ein Teil von mir weiterhin im Wald spazierenging, flog der andere mit Very durchs Universum.

    Freegaia

    Wir näherten uns einem Sonnensystem und bald schon schwebte sie vor uns: Freegaia, ein wunderschöner blauer Planet, ganz ähnlich unserer Erde. Sanft tauchten wir in die Atmosphäre ein und landeten mitten in einem wunderschönen Park, ähnlich einem riesigen englischen Garten. Unbeschreiblich schöner Duft wurde von den Pflanzen ausgeströmt. Ab und zu huschte fast lautlos ein kleines Luftfahrzeug über unsere Köpfe. Doch da: inmitten der Pflanzen standen Häuser. Sie sahen nicht aus wie unsere Häuser, sie fügten sich so in die Natur ein, dass man sie von weitem gar nicht als Häuser erkannte. Die Menschen, die uns begegneten, grüßten alle freundlich. Sie schienen glücklich zu sein. Mensch und Natur lebten in Harmonie zusammen.

    "Wie habt ihr das alles so hingekriegt? Kannst du mir etwas über eure Technologie sagen?"

    "Technologie war noch nie ein Problem," sagte Very, "das Problem, das es zu lösen galt, lag im Denken der Bewohner und in der Wirtschaft. Durch Mangeldenken hatten unsere Vorfahren sich ein Wirtschaftssystem erdacht, das von Konkurrenzkampf geprägt war. Inzwischen ist unser Zusammenleben und damit unsere Wirtschaft geprägt von Überfluss, Reichtum und Liebe zur Natur und allem was existiert."

    Very gab mir einen kurzen Abriss über die Geschichte auf seinem Planeten:                                                             

    "Vor geraumer Zeit hatten sich einige raubende, mordende Fleischfresser (Ramofl) immer mehr an die Macht gebracht, indem sie Kraft ihrer kriegerischen Überlegenheit schwächere Menschen ermordet und ihrer Lebensgrundlage beraubt hatten. Damit sich die Ramofl nicht selbst auffraßen, wurden mächtige Gesetzbücher geschrieben, in denen jegliche Kleinigkeit geregelt wurde. Denn Verstand und Ethik der Ramofl reichten für ein friedliches Miteinander nicht aus. In diesen Gesetzbüchern standen aber auch so sinnvolle Anweisungen, wie "Du sollst nicht töten". Das musste den Ramofl ausdrücklich gesagt werden! Während den Raubzügen der Ramofl wurden diese Gesetze entweder außer Kraft gesetzt, oder man definierte die Gegner als "Wilde", die es zu missionieren oder auszurotten galt. Nach den Raubzügen führten dann "humanistische" Ramofl gleiches Ramofl-Gesetz für alle ein. Damit wurde Stabilität erzeugt und die neuen Machtverhältnisse einzementiert.

    Die Hauptillusion der Ramofl war das Mangeldenken. Es war scheinbar nicht genug für alle da. Ihre Lieblingsbeschäftigung war deshalb der Kampf bzw. Konkurrenzkampf. Es musste Sieger und Verlierer geben. Da Töten verboten war und die meisten Wilden sowieso schon ermordet oder missioniert waren, verlagerten ehrgeizige Ramofl ihre Aktivitäten auf andere Gebiete, nämlich Wirtschaft, Sport und Spiel. In Sport und Spiel konnten sie auf relativ ungefährliche Weise ihren Konkurrenzkampf ausleben. In der Wirtschaft hingegen führte der Ramoflismus zu immer mehr sozialer Ungerechtigkeit. Die Kluft zwischen Armen und Reichen wurde immer größer.

    Auf Freegaia gab es immer schon Leute, die die Natur beobachteten und ihre Gesetze zu ergründen suchten. In früheren Zeiten hatte man sie als Ketzer verbrannt. Als sich aber später ihre Erkenntnisse militärisch nutzen ließen, wurden sie zu Wissenschaftlern ernannt. Naturbeobachter, die keine militärisch nutzbaren Entdeckungen brachten, nannte man Scharlatane und gab sie der Lächerlichkeit preis. Mit der Zeit wurde das Klima liberaler und immer mehr Staaten konvertierten zu Demokratien. Kurz vor dem Neuen Zeitalter begannen sich die Beobachtungen der Wissenschaftler und der Scharlatane immer mehr zu decken. Man fand Entsprechungen zwischen den Naturwissenschaften, der Philosophie und den Religionen und begann sie auf Politik und Wirtschaftslehre zu übertragen.

    Man verglich die Wirtschaft mit der Natur: Die Natur produziert Nahrung aus sich selbst heraus und schenkt sie ihren Lebewesen. Wenn die Natur in Ordnung ist, herrscht Überfluss, d.h. es ist mehr Nahrung da, als gebraucht wird. Die Nahrung ist vergänglich und kann nur eine bestimmte Zeit gelagert werden. Und es gibt keine Zinswirtschaft. Deshalb kommen Pflanzen und Tiere nicht auf die Idee, mehr zu horten, als sie brauchen. Dadurch gibt es keine "reichen" und "armen" Tiere oder Pflanzen. Und noch etwas: Ob und wie hart Tiere für ihre Nahrung arbeiten, ist von Lebensform zu Lebensform sehr verschieden. Jedes freilebende Tier verhält sich seinem Wesen entsprechend. Will man ein Tier in Gefangenschaft zur Arbeit bringen, muss man es ständig dazu antreiben. Kein Tier würde für ein "Recht auf Arbeit" kämpfen."

    "Die Nahrung in der Wirtschaft ist das Geld. In der damaligen Zeit schenkte der Staat seinen Bürgern noch kein Geld. Im Gegenteil, er forderte sogar noch Steuern von ihnen. Es herrschte kein Überfluss an Geld, sondern der Mangel war so groß, dass sich die Staaten jedes Jahr aufs Neue verschulden mussten. Man achtete peinlich auf die Stabilität des Geldes, damit es seinen Wert auch noch nach langen Zeiträumen behielt. Es gab Zinswirtschaft, d.h. sowohl die Guthaben als auch die Schulden wurden immer höher. Die Bürger setzten alles daran, Geld zu horten und  anzuhäufen. Die Reichen wurden immer reicher und die Armen wurden immer ärmer. Und was die Arbeit betraf: die meisten Bürger verrichteten ähnliche Arbeiten, die selten ihrem Wesen entsprachen. Obwohl sie diese wesensfremden Arbeiten nicht gerne taten, hatten sie sich das Recht auf Arbeit zuvor hart erkämpft. Trotz dieses Rechtes waren große Teile der Weltbevölkerung arbeitslos. Auf der anderen Seite herrschte ein Überfluss an Waren- und Dienstleistungsangeboten. Die Wirtschaft verhielt sich damals also genau entgegengesetzt zur Natur.               

    Die Natürliche Ökonomie

    Wir mussten nur unsere wirtschaftlichen Gepflogenheiten umpolen und in Einklang mit der Natur bringen. Diese Erkenntnis war der Schlüssel zum Neuen Zeitalter!

    So entwickelten wir unser neues Wirtschaftsmodell, das noch heute auf dem gesamten Planeten praktiziert wird und allen Beteiligten Reichtum und Glück beschert, die NATÜR-LICHE ÖKONOMIE. Joytopia hat wie jeder Staat auf Freegaia die Geldhoheit. Jeder Staat produziert sein Geld aus sich heraus und schenkt es seinen Bürgern. Zunächst hatten Joytopia und die anderen Staaten einen General-Schuldenerlass beschlossen. Um niemand zu schädigen, überwiesen die Staaten den Gläubigern das ihnen zustehende Geld. Anschließend wurde die Zinswirtschaft abgeschafft. Seitdem haben wir eine "vergängliche" Währung. Es macht also keinen Sinn, Geld über längere Zeit zu horten, da es rapide an Wert verliert."

    "Vergängliche Währung? Bei uns nennen wir das Inflation!" Das Wort Inflation stammt aus dem Sprachgebrauch des alten Wirtschaftssystems und trifft den Sinn nicht. Wir sprechen von NATÜRLICHER ÖKONOMIE, d.h. dem natürlichen Kreislauf von Werden und Vergehen.

    "Wie hoch ist die "Vergänglichkeitsrate" auf Freegaia?" Anfänglich hatten wir etwas herumexperimentiert. Inzwischen haben sich alle Staaten auf 100% pro Jahr geeinigt. Das heißt, nach einem Jahr hat das Geld nur noch die Hälfte seines ursprünglichen Wertes. "Das heißt, wenn dieses Jahr eine Brezel einen Euro kostet, kostet sie in drei Jahren 8 Euro?" Wir unterscheiden zwischen Bewertung und Bezahlung. Die Bewertung erfolgt in Punkten und bleibt konstant. Die Brezel mit dem Wert von 1Punkt hat nach 3 Jahren immer noch den Wert von einem Punkt.

    Unser Zahlungsmittel heißt FREE, das bedeutet "Freie Energie-Einheit". Der FREE wird gekennzeichnet mit der Jahreszahl. Beispielsweise "FREE 2004". Der Wert des Zahlungsmittels FREE wird vierteljährlich verändert : Im 1. Quartal ist 1 Punkt = 1FREE, im 2. Quartal 1,25 FREE, im 3. Quartal 1,5 FREE und im 4. Quartal 1,75 FREE. Anfang 2005 ist 1 Punkt = 2 FREE 2004 bzw. 1FREE 2005. In der Übergangszeit zwischen den Jahren werden die Konten in alter und neuer Währung parallel geführt, ähnlich, wie Ihr das damals mit DM und EURO gemacht habt. Die Umrechnungsfaktoren sind kinderleicht zu merken. Sie stehen im Einklang mit den vier Jahreszeiten und mit der Musik.

    "Mit der Musik?" Ja, sie entsprechen der natürlichen Obertonreihe, auf der das gesamte Universum aufgebaut ist. Es sind nämlich Grundton, Terz, Quint und kleine Septime."                 

    Grundeinkommen für alle

     "Müsst Ihr dann jedes Jahr neues Geld drucken?" Ja, Bargeld wird jährlich neu gedruckt. Das alte Geld kann im Folgejahr im Kurs von zwei zu eins umgetauscht werden. Da gibt es kein Problem. "Wie funktioniert das nun im täglichen Le-ben?"Der Staat schenkt jedem Bürger – gleich welchen Alters – einen monatlichen Grundbetrag von 1000 Punkten, der die Lebenshaltungskosten deckt. Eine Mutter mit zwei Kindern erhält also einen Betrag im Wert von 3000 Punkten monatlich.

    Dadurch sind Familien oder Alleinerziehende gegenüber Singles nicht mehr benachteiligt."

    "Gibt es denn noch Warenkataloge? Die müssten ja jeden Monat neu gedruckt werden!" In den Katalogen ist immer der Punktwert angegeben. Der bleibt stabil. "Dann muss ich den Preis immer ausrechnen?" Nun, das ist ganz einfach: Wie schon gesagt, haben wir nach einem Vierteljahr den Kurs ein-einviertel, nach einem halben Jahr eineinhalb und nach einem dreiviertel Jahr eindreiviertel.Das klingt für euch vielleicht etwas ungewohnt, aber bedenke, was alles dafür wegfällt: Steuern, Krankenkasse, Rentenversicherung...

    "Wieso das denn?" Da der Staat sein Geld selbst erzeugt, braucht er keine Steuern einzutreiben. Das bedeutet: keine Finanzämter, keine Buchhaltung, keine Schwarzarbeit und viel weniger Verwaltung. Der Staat finanziert soziale Leistungen, wie Gesundheitswesen, Pflege, Renten, Notfallhilfe usw. Versicherungen und Sozialabgaben sind überflüssig geworden.

    "Wer arbeitet dann denn überhaupt noch?" Es ist wie in der Natur: Jeder beschäftigt sich seinem Wesen entsprechend. Wer gerne Brot backt, backt Brot, wer gerne musiziert, macht Musik. Manche Bürger üben mehrere Berufe aus, weil es ihnen Spaß macht, vielseitig zu sein. Andere legen sich eine Zeit lang auf die faule Haut. Aufgrund der Vergänglichkeit des Geldes will jeder sein Geld schnell ausgeben und sich dafür irgendeinen Luxus leisten. Die Wirtschaft – insbesondere Kleingewerbe, Dienstleistungen und Kunst – floriert bei uns wie noch nie. Andererseits arbeitet jeder nur soviel, wie es ihm Spaß macht, deshalb gibt es keine Überproduktion, die die Umwelt unnötig belastet.

    Umweltschutz und Freies Schenken

    "Wie haltet ihr es mit dem Umweltschutz?" Der Staat finanziert Projekte zum Umweltschutz. Je nach Umweltfreundlichkeit werden Industriezweige subventioniert. Die Erforschung alternativer Energien wird ebenfalls vorangetrieben. Außerdem wurde das Urheberrecht abgeschafft.

    "Was hat das mit Umweltschutz zu tun?" Nun, alle neuen Ideen und Erfindungen gehören der Allgemeinheit. Stell dir vor, wir hatten über 100 Jahre damit vergeudet, unsere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren anzutreiben. Entsetzlicher Gestank hatte sich über den Planeten ausgebreitet. In manchen Großstädten wurden Sauerstoffautomaten angebracht, wo die Leute gegen Geld frische Luft tanken konnten! Jede Fahrzeug-Fabrik beschäftigte damals ihr eigenes Forschungs- und Entwicklungsteam, das seine Ergebnisse geheimhielt oder patentieren ließ. Am Ende ließ man fast jede einzelne Schraube patentieren. Kein Wunder, dass die Entwicklung nicht voranging. Nachdem das Urheberrecht abgeschafft war und jeder seine Ideen und Erfindungen frei verschenkte, entwickelten wir in wenigen Monaten den Null-Energie-Antrieb! Wie bei einem großen Puzzlespiel brachte jeder Erfinder und Entwickler seinen Stein an die richtige Stelle.     

    "Du verwendest oft den Begriff "Freies Schenken". Was meinst du genau damit?" Freies Schenken ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Wirtschaftssystems. Während es früher darauf ankam, möglichst hohe Gewinne zu erzielen, gilt es beim Freien Schenken mit möglichst wenig Aufwand sich selbst und anderen möglichst großen Nutzen oder möglichst große Freude zu bereiten. Dabei ist eine direkte Gegenleistung nicht erforderlich, weil Nutzen und Freude von selbst auf den Frei Schenkenden mehrfach zurückfallen.Ein gutes Beispiel ist der Frei Schenkende Staat: Er braucht lediglich die Bank-Computer zu veranlassen, Geld auf die Konten der Bürger zu überweisen, und schon gibt es keine Armut mehr. Der allgemeine Reichtum der Bürger fällt automatisch auf den Staat zurück. Der Staat und seine Bürger sind ohnehin ein und dasselbe.

    Ein anderes Beispiel ist das, was ihr Nachbarschaftshilfe nennt: Ein Freund hilft dem anderen auf dem Gebiet, was er am besten kann, und was dieser gerade braucht. Oder man hat einen bestimmten Gegenstand übrig, den ein anderer gebrauchen kann. Wenn man ihn verschenkt, hat man selbst wieder Platz, und der andere hat den begehrten Gegenstand. Da Geld sowieso im Überfluss vorhanden ist, hat es an Wichtigkeit verloren. Wir alle sind freigiebiger geworden und haben einen riesigen Spaß am Schenken!

    "Wer macht bei Euch die Dreckarbeit?" Durch die rasante technologische Entwicklung haben Dreckarbeiten stark abgenommen. Unsere Häuser sind mit Kompost-Toiletten ausgestattet, die absolut geruchsfrei sind. Alles Verpackungsmaterial und die meisten Gebrauchsgegenstände sind kompostierbar. Unsere Häuser werden im Baukastensystem gebaut, das aus natürlichen Materialien besteht. Schwere und unbeliebte Arbeiten werden von Maschinen erledigt. Die verbleibenden unangenehmen Arbeiten werden entweder aufgeteilt oder entsprechend hoch bezahlt. Schon mancher hat sich mit ein bisschen Drecksarbeit einen wundervollen Urlaub finanziert.              

    Finanzierungen und Geldanlagen

    "Apropos finanzieren – wie könnt ihr große Beträge finanzieren, wenn das Geld ständig an Wert verliert?" Kredite werden in Punkten vergeben. Der Punktwert bleibt stabil und wird nicht verzinst. Da die Staaten nicht mehr verschuldet sind und die Steuern wegfallen, ist der Bedarf an Krediten drastisch zurückgegangen.

    "Gibt es noch so etwas, wie Geldanlagen?" Ja, einmal kann man sein Geld verleihen, also Privatkredite vergeben, zum anderen kann man sich finanziell an Projekten beteiligen, so ähnlich wie bei Euch mit Aktien. In beiden Fällen wird nach Punktwert abgerechnet. Allerdings ist auch der Bedarf an Geldanlagen zurückgegangen. Schließlich ist jeder jederzeit versorgt. Man muss also kein Geld mehr anhäufen um schlechten Zeiten vorzubeugen. Die Angst vor dem Nichtversorgtsein hat sich aufgelöst. Wir leben alle viel mehr im Hier und Jetzt. Und im Hier und Jetzt sind wir versorgt. Oft verschenken wir auch einen Teil unseres überschüssigen Geldes.

    "Wirklich?" Ja, wenn jemand ein Projekt plant und noch Geld dazu braucht, schreibt er einen Rundbrief an seine Freunde. Diejenigen, denen das Projekt gefällt, unterstützen ihn und schicken den Rundbrief wieder an ihre Freunde. So kann es sein, dass er reichliche Unterstützung von Leuten bekommt, die er vorher noch nicht kannte. Wir nennen das auch Here-and-Now-Finanzierung, Finanzierung im Hier und Jetzt.

    "Und das funktioniert?" Kommt auf den Menschen und auf das Projekt an. Egotrips lassen sich so nicht finanzieren. Ihr kennt dies Prinzip als Spenden. Meist spendet ihr für einen so genannten guten Zweck, um z.B. Menschen in Not zu helfen. Bei uns gibt es keine Not mehr, aber es gibt mehr oder weniger gute Zwecke. "Und Ihr seid wirklich so freigiebig?" Einige mehr, andere weniger. Jeder nach seinem Willen. Bedenke, wir haben das Geld sowieso im Überfluss. Wenn wir es behalten, verliert es an Wert. Und wir bekommen immer mehr neue Freunde, dadurch dass wir einander helfen. Wenn wir mal was brauchen, wird uns auch geholfen."

    "Die Sache erinnert mich etwas an Kettenbriefe und Schneeballprinzip," bemerkte ich, "ich weiß nicht, ob das bei uns erlaubt ist. Jedenfalls hat es einen schlechten Ruf." Warum hat es bei euch einen so schlechten Ruf? "Weil einige wenige Leute auf Kosten vieler anderer reich werden." Gilt das nicht  für  eure  ganze Wirtschaft?"  "Doch!"  Das  Schneeballprinzip entlarvt euer gesamtes Wirtschaftssystem! Wir benützen das Schneeballprinzip vor allem, um Informationen zu verbreiten. Es ist die einfachste und schnellste Methode, neue Informationen unter die Leute zu bringen. Wenn jeder die Information an durchschnittlich vier Freunde weitergibt, ist nach 16-17 Weitergabe-Generationen eure gesamte Menschheit informiert. Verstehst du, warum man das Schneeballprinzip in Verruf gebracht hat? "Ich glaube, mir dämmert`s langsam!

    Vom Neuen Umgang mit Geld

    Außerdem hat es noch einen Vorteil: Jeder gibt nur die Informationen weiter, von deren Richtigkeit und Wichtigkeit er überzeugt ist. Eure Massenmedien können Euch alles erzählen, was ein paar Entscheidungsträger bestimmen. "Es können aber auch Gerüchte entstehen. Das ist wie bei dem Spiel "Stille Post", wo einer dem anderen etwas ins Ohr flüstert und am Ende etwas ganz anderes herauskommt."Das stimmt. Deshalb ist es wichtig, immer auf die Quelle, also den Urheber zu verweisen. So kann jeder sich bei der Quelle informieren und dann entscheiden, ob er die Information weitergibt.

    "Wie soll das gehen?" Auf eurer Erde habt Ihr das Internet. Ist es nicht jetzt schon so, dass jeder, der etwas bekanntgeben will, seine Homepage hat? Es kann also jeder beim Urheber nachlesen.

    "Aber was ist bei eurer Here-and-Now-Finanzierung denn anders als bei unserem verpönten Schneeballprinzip?"

    Es ist die Einstellung zum Mitmenschen und zum Geld. Bei uns geht es um Freies Schenken. Wir machen anderen ein Geschenk, das helfen soll, ihre Wünsche und Projekte zu realisieren. Da jeder Geld im Überfluss hat, das außerdem schnell seinen Wert verliert, fällt das Schenken leicht. Dazu kommt das Glücksgefühl, anderen geholfen zu haben. Freust du dich nicht auch, wenn du anderen helfen kannst?

    "Ja, wenn ich es ganz freiwillig tue, ganz gleich ob es jemand von mir erwartet oder nicht, dann fühle ich mich wohl dabei." So ist das beim Freien Schenken. Es ist absolut frei-willig und macht Spaß.

    "Ich möchte noch etwas über die Here-and-Now-Finan-zierung wissen. Theoretisch könnte jeder eine oder mehrere solche Here-and-Now-Finanzierungen anleiern. In der Summe müsste sich das dann ausgleichen."

    Einmal muss der Zweck für die anderen plausibel sein. Außerdem hat nicht jeder zur selben Zeit ein großes Projekt, für das er viel Geld benötigt. Im Neuen Zeitalter betrachten wir das Geld nicht mehr statisch, das heißt, wir fragen nicht mehr danach, wer wieviel Geld hat. Das statische Geld verliert seinen Wert sehr schnell. Im Neuen Zeitalter regiert das dynamische Prinzip. Jetzt geht es darum, möglichst viel Geld möglichst schnell zu bewegen. Durch die Bewegung entsteht Wertschöpfung (Ein Haus, ein Auto oder was auch immer). Außerdem ist nach der Ausgabe das Geld nicht weg. Es hat nur jemand anders, der es auch wieder so schnell wie möglich ausgeben will. Dadurch entsteht wieder Wertschöpfung und so weiter.

    Wir betrachten das ganze sowieso mehr als Spiel. "Als Spiel??" Ja, das Geld hat längst nicht mehr den Stellenwert, wie bei Euch. Da jeder genug Geld hat, kann man niemanden mehr mit Geld zwingen. Geld ist nur noch ein Motivations-mittel, kein Machtmittel. Alles ist spielerisch geworden. Arbeit ist Spiel, Handel ist Spiel. Wer nicht mitspielen will, hat halt etwas weniger Geld zur Verfügung, aber immer noch mehr als genug zum Leben.

    "Gibt es dann noch so was wie Konkurrenzkampf?" Im spielerischen Sinne ja. Sicher sind manche "Spiele" erfolgreicher als andere. Aber: Es kann keine wirklichen Verlierer geben.

    "Werden die "Spiele" vom Staat kontrolliert?" Da der Frei Schenkende Staat keine Steuern kennt, besteht kein Grund dazu. Überhaupt sieht sich der Staat nicht mehr als Kontrollorgan, sondern als die Gesamtheit seiner Bürger. Staat und Bürger sind eins. Insofern hat der Staat nur ein Interesse: die Interessen seiner Bürger zu fördern.             

    Der Übergang

    "Jetzt bewegt mich noch eine wichtige Frage: Wie habt ihr den Übergang vom alten zum Neuen Zeitalter bewerkstelligt? Wie habt ihr JOYTOPIA geschaffen? Hat es Widerstände gegeben? War der Übergang gewaltfrei möglich?"

    Du erinnerst dich, dass kurz vor dem Übergang die meisten Staaten schon Demokratien waren. Das war sehr gut so. In einer Demokratie kann man alles ändern, wenn man die nötige Mehrheit hat. Weißt du noch, wie auf deinem Planeten sogar in Diktaturen friedliche Veränderungen vollbracht wurden? Ich denke an Indien oder an die Wiedervereinigung Deutschlands. In Demokratien ist das noch viel leichter.

    Es begann damit, dass auf Freegaia einige Bürger die neuen Gesetzmäßigkeiten entdeckten und zu einem Staatsmodell formten. Dieses Modell des FREI SCHENKENDEN STAATES nannten sie JOYTOPIA und verbreiteten es nach dem Schneeballprinzip. Sie schrieben ein Papier und gaben es an Freunde weiter. Diese gaben Kopien des Papiers an ihre Freunde und so weiter. Andere verbreiteten den Text in Computernetzwerken. Das ging dann noch schneller. Der Text wurde in viele Sprachen übersetzt und in alle Länder verteilt. Nach ca. 16 Weitergabe-Generationen war die gesamte Bevölkerung informiert. Parallel dazu begannen Gemeinschaften, Freundeskreise und Vereine die natürliche Ökonomie zu erproben. In Tauschringen, die damals eine Art Ersatzwährung hatten, begannen sie den FREI SCHENKENDEN Staat zu simulieren. Andere erprobten die Here and Now - Finanzierung und das FREIE SCHENKEN im Geschäfts- und im Privatleben. Die Ergebnisse wurden zusammengetragen und das Modell wurde immer mehr verfeinert. Als es perfekt war, wurden weltweit Wahlen veranstaltet. Das Ergebnis war überragend: Der weitaus größte Teil der planetarischen Bevölkerung entschied sich für das neue Modell der natürlichen Ökonomie.

    "Gab es auch Widerstände?" Ja! anfänglich hatten viele Leute Angst um ihren Besitz. Die planetarischen Banken, die die Staatsverschuldung mitverursacht hatten, versuchten zu sabotieren, wo sie nur konnten. Die weltweite Aufklärung, die sich vollzog und die Bevölkerung des ganzen Planeten zum Erwachen brachte, brachte dann auch den Umschwung: Es begannen selbst Mitglieder der planetarischen Banken, sich für die natürliche Ökonomie auszusprechen. So löste sich der anfängliche Widerstand in Frieden und Wohlgefallen auf.

    "Ging nach der erfolgreichen Wahl dann alles glatt?" Natürlich gab es Anfangsschwierigkeiten. Die standen aber in keinem Verhältnis zu den Problemen des alten Zeitalters.

     

    "Lieber Very, guter Freund! Ich danke Dir von Herzen für diese Informationen! Eine letzte Frage habe ich noch, bevor ich zurückgehe: Wo genau liegt Freegaia?"

     

    "Eben war es noch auf einem anderen Stern.
    Jetzt ist es tief in deinem Herzen. Viel Glück!"

     

    (Bernd Hückstädt)

    Bernd Hückstädt beschäftigt sich seit etwa 15 Jahren intensiv mit alter-nativen Wirtschaftsmodellen. Mit Gleichgesinnten hat er das internationale Forschungsnetz „Joytopia-Akademie“ gegründet.

    Mehr Infos dazu unter: www.joytopia.net

     

     

    Visionen zur Zukunft des Geldes und der Wirtschaft – Teil 3

    Das zinsfreie Geldsystem

    Einführung

    Mit dieser Serie möchte ich einen Überblick darüber verschaffen, was in der heutigen Zeit des Wertewandels mit dem Geld- und Finanzsystem geschieht und wie das Wertesystem in Zukunft aussehen wird. Der erste Teil („Lichtsprache“ Nr. 33) handelte davon, was in den letzten Jahrzehnten mit dem Gold, der Grundlage der Währung, passiert ist: Es kam zu einer Entwertung des Geldes, weil es mittlerweile keine Währung mehr gibt, die ganz von Edelmetallen wie Gold gedeckt ist. Im zweiten Teil („Lichtsprache“ Nr. 34) beschrieb ich den Missbrauch des Geldes, der durch das Zinssystem erzeugt wurde und zu einer weiteren Entwertung geführt hat – auch im Menschen selber. Der Zusammenbruch des Geldsystems ist dabei nur noch eine Frage der Zeit.

    Doch es muss kein Kollaps werden. Würde beispielsweise der Zins aus dem Wirtschaftsleben durch stabiles Geld beseitigt, dann wäre gleichzeitig der Zwang zu immer schnellerer Verschuldung in der Zinsspirale beendet. Dass dies keine Utopie ist, beweist folgende Geschichte:

    Ein Leben ohne Zinsen

    Es war einmal vor langer Zeit, da hatte ein Dorfbewohner, sein Name war Medici, eine geniale Idee. Um den Handel zwischen den Menschen auf dem Marktplatz zu erleichtern, schlug er den Bürgern eine Art Joker vor, eine Währung. Nachdem er die Menschen über die Vorteile aufklärte und diese mit Begeisterung zustimmten, bekam jeder Dorfbewohner, gemessen an den Waren und Dienstleistungen, die er anbot, im Schnitt 50 Taler. Das Dorf zählte 100 Einwohner und somit waren 5000 Taler im Umlauf. Die Menschen waren fasziniert von der Idee, denn der Handel wurde durch die Taler als Tauschmittel erheblich erleichtert. Herr Medici genoss großes Ansehen und die Bürger verehrten ihn.

    Nach einigen Monaten ging es den Menschen aber immer schlechter, denn das neue Tauschmittel verschwand mehr und mehr vom Markt. Was war geschehen? Die Familie Medici hatte seit Generationen Ländereien und sie verkauften sehr viel mehr Waren, als sie selber benötigten. Dadurch konzentrierte sich das "neue" Geld immerzu bei ihnen, welches den Menschen auf dem Marktplatz logischerweise zum Tauschen fehlen musste. Als dann immer mehr Bürger anfingen zu hungern und die Unruhen demzufolge größer wurden, kam plötzlich wie aus dem Nichts Herr Medici auf den Marktplatz und stellte sich - wie vor Monaten, als er die Währung vorstellte - auf ein Potest. Er erklärte den Menschen, was passiert war und was nun zu tun wäre, um aus der Krise zu kommen. Sein Plan beinhaltete die Gründung eines Bankhauses durch seine Familie. Über diese Institution würden dann die Taler wieder zu den Menschen kommen. Er müsse aber eine geringe Gebühr für den Verleih der Taler verlangen, denn er alleine trage die Verantwortung für solche Fälle, in denen beispielsweise ein Kreditnehmer seine Taler nicht zurückzahlt oder viel schlimmer noch, er könne sich in der Zeit, in der er den Kredit gewährt, ja selber nichts kaufen (Liquiditätsverzicht). Für die Bürger klang das alles sehr logisch und sie waren mit 5 Prozent Jahresgebühr einverstanden. Herr Medici genoss wieder die respektvollen Blicke der Zuschauer auf dem Marktplatz, denn jedes Mal, wenn er eine Idee hatte, ging es den Menschen anschließend wieder besser.

    So kamen sie scharenweise in das neue Bankhaus Medici und nahmen die fehlenden Taler als Kredit auf. Somit hatten sie wieder genauso viele Taler wie am Anfang. Der Handel erwachte aus seinem Schlaf und den Menschen ging es tatsächlich wieder besser.

    Ein kleiner Junge, dessen Leidenschaft die Mathematik war, bekam jedes gesprochene Wort von Herrn Medici mit und rechnete seinen Vorschlag an die Menschen mit seinen Murmeln nach: Er geht also in das Bankhaus-Medici und leiht sich 20 Murmeln zu fünf Prozent Jahresgebühr - Herr Medici sagte oft auch Zins dazu. Nach nur 13 Jahren, vorausgesetzt er zahlt jährlich seine Gebühren an die Bank, hätte er nur noch 10 Murmeln zum Spielen übrig. Aber die Schulden bei der Bank wären unverändert bei 20 Murmeln geblieben. Das musste mit den Talern natürlich genauso sein. Was aber, wenn er auf keine der zwanzig Murmeln zum Spielen verzichten möchte oder verzichten kann (Taler!). Dies konnte er nur erreichen, wenn er die fällige Jahresgebühr sofort wieder als Neukredit aufnehmen würde. Nur so würde sein Murmelbestand (Talerbestand) zum Spielen (Tauschen) immerzu die gleiche Höhe haben. Der Anfang vom Ende war besiegelt.

    Aufgeregt lief der Junge durchs Dorf und erzählte den Menschen von seiner Theorie mit den Murmeln, und was dies für katastrophale Folgen für die Menschen des Dorfes hätte. Aber kaum einer hatte Zeit, sich mit ihm zu unterhalten, denn sie hatten andere Sorgen. Und die Wenigen, die ihm zuhörten, wurden böse mit ihm, weil er es wagte, die Familie Medici zu kritisieren - die Familie, die ihnen so oft aus der Krise half.

    Es kam also, wie es die Mathematik vorhersagte. Die Bürger zahlten fleißig ihre Zinsen an den Bankier Medici, aber trotzdem bzw. gerade deshalb hatten sie immer weniger Taler in der Tasche. Die Armut stieg wieder an und mit ihr die sozialen Spannungen. Die Menschen suchten in ihrer Verzweiflung die Schuld bei denen, die bettelten, die anders aussahen oder einer anderen Religion angehörten.

    "Taler, Taler du musst wandern…" - als das noch der Fall war, lebten die Menschen friedlich zusammen. Herr Medici, inzwischen der reichste Bankier in Europa, schlug den verzweifelten Bürgern abermals seine Ideen vor. Die entstandenen Lücken im Taler-Umlauf - der Junge sah dies längst kommen - sollten sie einfach durch neue Kredite schließen. Er versicherte den Menschen, dass es ihnen dann bald wieder besser gehen würde. Und wieder folgten sie dem Gerede von Herrn Medici, dessen Inhalt kaum noch jemand verstand. Zum Abschluss seiner Rede empfahl er den Kaufleuten, dass sie ihre Kreditkosten mit in den Warenpreis hineinrechnen sollten. Somit würden nicht sie die Zinsen an das Bankhaus zahlen, sondern der Kunde, der die Waren erwirbt. Gesagt, getan. Nun aber stiegen die Warenpreise im gleichen Tempo wie die Zinskosten an (Inflation). Die Bürger konnten die Zins belasteten Warenpreise schon sehr bald nicht mehr zahlen und somit wurde logischerweise auch immer weniger produziert. Schlimmer noch: Als das Bankhaus-Medici "ihre" Zinseinnahmen nicht mehr regelmäßig bzw. gar nicht mehr vom Kreditnehmer erhielt, erhöhte es kurzerhand die Zinsen, um so die Ausfälle der bankrotten Bürger auszugleichen. Dies jedoch beschleunigte die Krise umso mehr, denn die hohen Zinslasten musste die Bank auf die verbleibenden Kreditnehmer verteilen. Dementsprechend stark stiegen die Preise weiter an. Herr Medici sah die Unruhen kommen und ließ über die Presse, dessen Eigentümer er selbst war, verkünden, dass die Bürger nur mit längeren Arbeitszeiten aus der Krise kommen würden. Ja, und das Volk, das glaubte ihm immer noch. Der kleine Junge von damals war längst zum Mann herangewachsen und versuchte unermüdlich, die Bürger auf die Aussichtslosigkeit der Lage hinzuweisen. Zwecklos. Was folgte, waren brutale Kriege. Keiner verstand mehr den anderen. Als die Überlebenden dann die Trümmer wieder aufbauten, fragte niemand mehr nach dem Warum. Warum konnte es zu so schrecklichen Taten kommen? Warum nur glaubten sie immerzu dem Gerede der Familie Medici? Nein, sie waren mit dem Wiederaufbau beschäftigt und keiner wollte mehr zurückblicken.

    500 Jahre später legte ein deutsch-argentinischer Kaufmann, sein Name war Silvio Gesell, seine Theorie von der Natürlichen Wirtschaftsordnung vor. Das Geld, so Gesell, müsse mit einer Umlaufgebühr belastet sein. Jeder, der also Geld benutzt, muss eine Gebühr an die Gemeinde zahlen. Somit würde es nicht zum Anhäufen taugen und es gäbe auch keine "arbeitslosen" Kapitaleinkommen mehr. Herr Medici, der davon überzeugt war, "seinen" Reichtum selber geschaffen zu haben, würde sich sicher im Grabe umdrehen, wenn er die Theorie von Gesell hören würde. Seine Ideen aber führten das Volk immer wieder in Armut und Krieg. Heute erinnern uns nur noch beiläufig die Namensschilder von Straßen an die großen Herrscher aus vergangenen Zeiten. Ferner gibt es in der Gegenwart viele Medicis, die uns tagein tagaus erzählen, was wir zu tun und zu denken haben - leider mit Erfolg. Alles, was sich in den letzten 500 Jahren geändert hat, sind die Namen, welche hinter dem Kapital bzw. den Ländereien stecken. Wie aber wäre wohl die Geschichte verlaufen, wären die Ideen von Silvio Gesell verwirklicht worden?

    Auch dieses Mal ist es lange her, als ein Dorfbewohner, sein Name war Gesell, eine geniale Idee hatte. Um den Handel zwischen den Menschen zu erleichtern, schlug er den Bürgern des Dorfes eine  Art Joker vor, eine Währung. Die Vorteile, so Gesell, wären enorm. Keiner müsse mehr umherlaufen, um z. B. sein Gemüse gegen ein paar Schuhe zu tauschen. Nein, das "neue" Geld, wie er es nannte, würde als sicherer Zwischenspeicher gegenüber den Waren fungieren. Gemüse gegen Geld und Geld gegen Schuhe. So einfach war das.

    Damit sich nun aber nicht das ganze Geld in die Hände weniger verirrt, zahlt jeder, der es benutzt, eine Gebühr an die Allgemeinheit, sagte Gesell auf dem Marktplatz, als er zu den Bürgern sprach. Diese Gebühr, auch Umlaufsicherung genannt, sorgt dann dafür, dass niemand unser "neues" Tauschmittel Geld hortet. Außerdem konnte die Gemeinde die Einnahmen aus der Umlaufgebühr für viele gemeinnützige Dinge heranziehen, ohne sich zu verschulden und in Abhängigkeit zu geraten. "Das ist nicht fair!", rief da ein Kaufmann aus der Menge. "Je mehr ich arbeite und demnach auch verdiene, desto mehr Gebühren muss ich zahlen!" "Nicht, wenn du das übrige Geld zu einem Bankhaus bringst, damit andere es benutzen können," antwortete Gesell. "Fakt ist", fuhr Gesell fort, "dass nur derjenige diese Gebühr bezahlt, der das Geld in den Händen hält." Hat also jemand mehr Geld, als er braucht, dann kann er sich die Gebühr sparen, indem er das übrige Geld zur Bank bringt. Erst wenn sich ein anderer Bürger dieses Geld leiht, fallen Gebühren an die Allgemeinheit an. Aber viel wichtiger ist, dass die Bauern, Sattler, Hufschmiede und all die anderen Handwerker keine Zinsen zahlen müssen, wenn sie sich für eine Maschine zur Herstellung von Waren Geld borgen müssen. Somit würden auch die Preise stabil bleiben.

    Die Einführung der Umlaufsicherung

    Die Umlauf-Gebühr lag bei 6 Prozent im Jahr. Mit anderen Worten: wenn ein Bürger 100 Taler ein Jahr lang zu Hause hortet oder einfach nur so mit sich herumschleppt, dann muss er 6 Taler Umlauf-Gebühr zahlen. Gesell fuhr mit seinen Erklärungen fort: Würde er stattdessen aber die 100 Taler bei einem Bankhaus aufbewahren, um somit den anderen Kaufleuten, Arbeitern und Bürgern das Tauschmittel zugänglich zu machen, dann müsste er diese Gebühr nicht zahlen.

    Gesagt, getan. So folgten sie der Theorie von Gesell und man konnte - ohne zu übertreiben - sagen, dass es allen Menschen gut ging. Die Preise blieben über Jahrzehnte stabil und der Handel erblühte genauso wie der Verstand der Menschen. Die Wochenarbeitszeit betrug selten mehr als 20 Stunden. Sicher gab es auch richtig reiche Menschen unter ihnen, aber es störte niemanden und es gab auch keinen Neid. Jeder wusste schließlich, dass sich die Reichen alles selber erarbeitet haben.

    In den Bierstuben der Gemeinden, die nichts anderes kannten als das zinslose Geld, erzählte man sich Geschichten, wonach in anderen Ländern Kaufleute nur von "ihren" Ländereien und "ihrem" Geld reicher wurden. "Ja", sagte ein Fremder, "unglaublich aber wahr, ohne zu arbeiten werden diese Menschen nur durch Zinsen und Mieteinnahmen immerzu reicher". Das Volk arbeitet für diese Menschen tagein, tagaus und das umso härter, je höher der Zins und natürlich die Vermögen sind. Ferner wurden sie durch "ihren" Besitz immerzu bedeutungsvoller. Sie entschieden über Krieg und Frieden. Sie verkauften des Bürgers Land, um Gelder für die Oberschicht zu bekommen. Sie hievten sich von einem Treppchen auf das nächste und hießen plötzlich Adel, König und Kaiser. Die Zuhörer schüttelten ungläubig den Kopf, das soll Wirklichkeit sein? Das würde sich doch kein normaler Mensch gefallen lassen, rief da ein anderer in den Raum und alle lachten laut den Fremden aus.

    Da stand Gesell auf und sagte, dass es sehr wohl der Wahrheit entsprechen könne, was da der Fremde erzählt. Auch er habe davon gehört, dass es in fernen Ländern möglich sein soll, Geld nur gegen Zins zu verleihen. "Andernfalls?" fragte ein älterer Mann. "Andernfalls", sagte Gesell und ging sich mit der Hand durch den Bart, "andernfalls bekommen die Menschen nicht das Tauschmittel Geld". Ein Raunen ging durch die Kneipe. Das Wort Zinsknechtschaft machte die Runde. Der Wirt rief in die Menge: "Dann müsste ich also jedes Jahr mehr Geld von euch für das Bier verlangen, denn der Boden, auf dem diese Kneipe steht, wäre demnach Kapital und dieses, wenn ich das richtig verstanden habe, steigt in diesen Ländern jedes Jahr durch Zins und Zinseszins." Der Wirt weiter: "So aber ist die Miete klein, denn sie stieg noch nie. Ferner sollte es doch nur logisch sein, dass die Mieteinnahmen an die Allgemeinheit fließen. So befriedigt jeder Bürger, der hier etwas trinkt, nicht nur seinen Durst." Ein Bauer fügte hinzu: "Und ich müsste für die Kredite, die ich aufgenommen habe, um meine Geräte zu kaufen, welche Lebensmittel für uns alle herstellen, jedes Jahr mehr Zinsen zahlen. Dann müsste ich logischerweise auch jedes Jahr mehr Geld für meine Waren verlangen?!"

    Es wurde still im Raum. Gesell stand auf und blickte in die Runde, dann sprach er mit leiser Stimme: "Schrecklich die Vorstellung, was die Menschen dieser Länder bald bereit sind zu tun, und das nur, weil eine Minderheit ihnen das Tauschmittel Geld tagein tagaus ein bisschen mehr entzieht."

    Diese Geschichte ist erfunden, zeigt jedoch auf eindrucksvolle Weise, in was für ein System wir Menschen uns hineinmanövriert haben und wie leicht ein zinsloses Geldsystem alles wieder ins Gleichgewicht bringen würde. Das folgende Beispiel hat sich aber tatsächlich zugetragen:

    Um 1150 begann Erzbischof Wichmann aus Magdeburg damit, Münzen herauszugeben, welche zweimal im Jahr zum Umtausch aufgerufen wurden. Ziel war es, die Steuern einfach und regelmäßig einzutreiben. Dabei wurden 12 alte Pfennige gegen 9 neue ausgetauscht; die restlichen 3 Pfennige waren Steuer. Um die Münzen schnell und ohne viel Aufwand wieder einschmelzen und umprägen zu können, waren sie nur einseitig geprägt und aus dünnem Blech.

    Bald schon breitete sich diese Methode über das ganze Land aus. Das führte dazu, dass sich das Horten von Geld nicht mehr lohnte, weil je länger man es behielt, es um so mehr seinen Wert verlor. Um dem nächsten Umtausch zu entgehen, wurde Geld zinslos weiterverliehen, da nur der Besitzer der Münzen die Umtauschgebühr zahlen musste. Damit war Geld wieder reines Tauschmittel, nicht mehr Schatzmittel. Das Ergebnis war die größte Entwicklungsperiode der deutschen Geschichte: Damals waren die sozialen Unterschiede so ausgeglichen wie nie mehr im historischen Verlauf. Wer viel hatte, erwarb den Wohl-stand durch Arbeit, nicht durch leistungslose Zinsen. Das Minimum der arbeitsfreien Tage pro Jahr lag bei 90, oftmals über 150! Sehr bald wurde auch der Montag als arbeitsfrei eingeführt; somit mussten die Handwerker nur vier Tage in der Woche arbeiten. Noch am Ausgang dieses Zeitalters, um 1450, bezeichnete Erzbischof Antonin von Florenz es als selbstverständlich, dass zur Bestreitung des notwendigen Lebensunterhaltes eine kurze Arbeitszeit genüge und dass nur derjenige lange und viel arbeiten müsse, der nach Reichtum und Überfluss strebe. So war die tägliche Arbeitszeit zum Beispiel bei Berg-werksknappen auf 6 Stunden begrenzt.

    Die Situation änderte sich, als auf Druck von machtsüchtigen Kaufleuten schrittweise Geld eingeführt wurde, das nicht mehr nach einem halben Jahr ausgetauscht wurde (der „Ewige Pfennig“). Man schob damals (zuerst in Augsburg) die Münzverrufung auf vier Jahre auf und prägte neue Münzen, die schwerer und beidseitig geprägt waren. Geld wurde fortan nur noch hochverzinst verliehen. Innerhalb weniger Jahr-zehnte verschob sich die Vermögensverteilung drastisch. Die Kaufmannnsfamilie Fugger (in Augsburg) bereicherte sich damals an diesem neu eingeführten System. Die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung verschlechterte sich so stark, dass es Anfang des 16. Jahrhunderts zu blutigen Bauernkriegen kam.

    Das Ungleichgewicht durch das Zinssystem hat weitreichende Folgen. Die Menschen, die sich daran bereichern, leben die Fülle und den Wohlstand auf Kosten derer, die am Zinssystem leiden und bis an ihr Lebensende ausschließlich arbeiten, um die Verschuldung abzutragen, die bei solch einem Zinssystem kein Ende nimmt.

    Heute arbeiten alle diejenigen, die noch Arbeit haben, so viel wie früher nötig war, um Reichtum zu erlangen. Dabei haben Sie gerade mal das Notwendige zum Überleben. Dass wir so viele Arbeitslose haben ist auch Ausdruck dafür, dass sich viele Menschen weigern, dieses System zu unterstützen. Sie wollen nicht für einen Hungerlohn 8 Stunden an 5 Tagen arbeiten. Sie wollen nicht länger dazu beitragen, dass sich andere auf ihre Kosten bereichern. Die Abschaffung des Zinssystems, wie es in beiden Geschichten beschrieben wird, ist also ein sinnvoller Weg, um zu einem ausgeglichen Tausch-System zurückzufinden, in dem wieder jeder Mensch seinen Platz und die Arbeit, die er gerne macht, finden kann und gleichzeitig wieder Zeit für sich selbst findet.

    Ein weiteres Beispiel dafür, dass ein zinsloses Geldsystem funktioniert ist folgendes: Zur Zeit der Weltwirtschaftskrise wurden in Österreich Versuche mit zinsfreier Währung durchgeführt. Weltweit bekannt wurde hier das Experiment von Wörgl, einer Gemeinde in Tirol: Der damalige Bürgermeister Unterguggenberger erkannte das Elend seiner Gemeinde in der Weltwirtschaftskrise 1932, durch die zunehmend Produktion und Handel erlahmt waren und sogar die Landwirte kaum noch etwas absetzten, weil niemand Geld hatte, um Lebensmittel zu kaufen. Die Zahl der Arbeitslosen war in ungeahnte Höhen  gewachsen und Gemeindesteuern konnten nicht mehr bezahlt werden. Schließlich schlug der Bürgermeister dem Gemeinderat vor, Arbeitsbestätigungen herauszugeben, welche durch aufzuklebende Marken umlaufgesichert sein sollten. Er schaffte es, die große Mehrheit Wörgls von der Idee zu überzeugen, und es wurden pro Kopf 2 Schilling Arbeitswertscheine ausgegeben, während offiziell 153 Schilling von der Notenbank ausgegeben waren. Innerhalb kurzer Zeit kam wieder Leben in den Ort. Bereits kurz nach Einführung des Notgeldes füllte sich die Gemeindekasse mit rückständigen Steuern. Man konnte wieder Straßen und Kanalisationen bauen, wobei die Arbeitskräfte ausschließlich mit Arbeitswertscheinen bezahlt wurden. Auch der Handel blühte auf. Um das Vertrauen der Bevölkerung zu bekommen, war die Tauschwährung ganz durch Schilling gedeckt und voll konvertibel. Leider überlebte das System nicht, weil die Behörden einschritten und das Arbeitswertgeld am 15. September 1933 verboten. Man verwies auf das alleinige Recht der Notenbank zur Geldemission.

    Zurzeit existieren überall ähnliche Systeme. Sie arbeiten mit Tauschmitteln, die mit der Zeit ihren Wert verlieren, je länger sie liegen. Das System des „Rolands“ in Bremen ist ein solches funktionierendes System. Der „Roland“ gilt als Zweitwährung, bei dem man Scheine weitergibt, die regelmäßig eingelöst werden müssen, damit es nicht zum Horten der Geldmittel kommt. Auch andere Tausch-Systeme gibt es. Die Mitglieder von „Tausch-Watt“ in Bremen bezahlen mit Punkten, die ihnen bei jeder Dienstleistung, die sie jemandem geben, statt Geld gutgeschrieben werden.

    Das jetzige Geldsystem bricht bald zusammen. Kommen muss ein System, das ohne Zinsen und mit Umlaufsicherung arbeitet. Und tatsächlich wurde jetzt beim Deutschen Bundestag eine öffentliche Petition eingereicht, in der eine Änderung des Zinsgeldsystems gefordert wurde, da es das Grundgesetz verletze. Eingereicht wurde diese Petition von den ‚Christen für gerechte Wirtschaftsordnung’. Sie fordern eine gesetzliche Regelung, mit der dem Artikel 14 des Grundgesetzes (Eigentum verpflichtet) wieder besser zur Geltung verholfen werden soll. Der Grund: Der deutsche Staat hat Eintausendvierhundert (1 400) Milliarden Euro Schulden und muss dafür ca. 80 Milliarden Euro Zinsen zahlen. Die Wirtschaft hat noch einmal doppelt so viele Schulden und immer mehr Privathaushalte sind überschuldet. Die Guthabenzinsen, die die Gläubiger erhalten, fließen zu 96% an die reichere Bevölkerungshälfte. So wandern jährlich über 300 Milliarden Euro, mehr als der Bundeshaushalt, von den Arbeitenden zu den Besitzenden.

    Mit anderen Worten: Die Menschen, die nichts oder wenig haben, unterstützen in diesem Staat die Habenden. Das wäre keine soziale Marktwirtschaft mehr, sondern ein staatlich sanktioniertes Abzocker-Regime. Hintergrund der Initiative ist die Theorie der Freiwirtschaft, die Silvio Gesell Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem in dem Buch "Die natürliche Wirtschaftsordnung" entwickelt hat, und die in diesem Artikel beschrieben ist.

    (S. Kreth, Quellen: „Wann kommt der Kollaps“ von Günter Hannich, erschienen in ZeitenSchrift  Nr. 33/ 2002; „Etwas ist faul im Staate Deutschlands“ v. Jörn Horstmann, aus www.00zins.de/medici1.htm, H. Boës/Gaby-Guder-Forum) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 35, Nov. 2005)

     

     

    Visionen zur Zukunft des Geldes und der Wirtschaft – Teil 2

    Der Missbrauch des Geldes

     

    Einführung

    Mit dieser Serie möchte ich einen Überblick darüber verschaffen, was in der heutigen Zeit des Wertewandels mit dem Geld- und Finanzsystem geschieht und wie das Wertesystem in Zukunft aussehen wird. Der erste Teil („Lichtsprache“ Nr. 33) handelte davon, was in den letzten Jahrzehnten mit dem Gold, der Grundlage der Währung, passiert ist. Im zweiten Teil beschreibe ich den Missbrauch des Geldes durch das Zinssystem.

    Die Kreditfalle

    Als das Geld zur Erleichterung des Tauschhandels eingeführt wurde, stimmte das Verhältnis des Geldaustauschs noch: Jeder bekam für seine Arbeit, seine Dienstleistung oder das, was er verkaufte, eine gewisse Menge an Geld, und er gab auch nur soviel aus, wie er davon hatte. Doch im Laufe der Zeit gewöhnten sich die Menschen an den Gedanken der Marktwirtschaft. Sie fingen an, in Konkurrenz zu anderen zu gehen (wie üblich in einer Welt der Dualität), in der es darum ging, so viel zu haben und zu horten, wie es nur ging. Das Bewusstsein, durch viel Arbeit viel zu verdienen und damit auch viel ausgeben zu können wurde abgelöst von dem Gedanken, dass man versuchen könnte, mit wenig Einsatz viel Geld zu verdienen. So war ein Ungleichgewicht geschaffen.

    Die Banken, die mittlerweile gegründet worden waren, um das Geld zu verwalten – und gar zu verleihen – gaben eine Antwort auf dieses dualistische Begehren. Sie boten den Bürgern an, ihr überschüssiges Geld weiterzuverleihen, wofür sie noch mehr Geld bekämen, nämlich durch Zinsen. Im Gegenzug musste der Kreditnehmer von nun an einen Teil dessen, was er verdiente, an die Bank zahlen, um das Mehr, das er begehrte, finanziert durch den Kredit, den er aufgenommen hatte, zurückzuzahlen. So tappte man in die Schuldenfalle.

    Beispiel: Am Anfang steht ein Kredit von 10.000 Euro. Bei der Rückzahlung gibt es Schwierigkeiten. Der Kreditvertrag wird gekündigt, hohe Verzugszinsen werden fällig, Bearbeitungsgebühren, Pfändungskosten, usw. Kredite zum Tilgen der Zinsen und des alten Darlehens werden aufgenommen. Am Ende die gleichen Schwierigkeiten – ein Teufelskreis.10 Jahre später hat der Kreditnehmer zwar insgesamt 10.000 Euro zurückgezahlt, blickt aber auf einen noch abzutragenden Schuldenberg von gut 32.000 Euro.Aus anfangs 10.000 Euro, die man einmal ausgeben konnte, wurde eine Belastung von 42.000 Euro. So geht es einzelnen Menschen, so geht es auch unserem Staat. Und die Folgen sind:1999 haben 1,6 Millionen Menschen in Deutschland den Offenbarungseid geleistet. Im Jahr 2000 waren es bereits 2 Millionen Menschen. Über 53.000 kleine und mittlere Firmen (nach den Worten bundesdeutscher Politiker die “Motoren der Wirtschaft”), mussten Konkurs anmelden. Über 800.000 Arbeitsplätze sind dadurch zerstört worden.

    Trotz dieser Misswirtschaft bricht jedoch das kapitalistische System nicht zusammen. Warum ist das so?

    Die frei zirkulierende Geldmenge im Volk nimmt durch das Bezahlen von Zinsen an die Banken stetig ab. Es gibt dazu in jeder Volkswirtschaft ein zirkulierendes Geld, das nicht mehr durch Zinsschuld auf eine Bank zurückfließt. Zu diesen Geldern gehören die Löhne der Bankangestellten und die Ausgaben von Banken für Gebäude und Unterhalt sowie Büroaufwendungen. Dazu kommt nun noch aber jenes Geld, das erst durch einen Konkurs eines Unternehmers und Kreditnehmers durch Auslösen seiner Zinsverpflichtung an die Bank in Umlauf bleiben kann.

    Die Sachlage ist wie folgt:Eine Bank gibt einem Kreditnehmer für den Hausbau Geld mit Rückzahlungs- und Zinsverpflichtung. Dieser gibt das Geld an Handwerker weiter, die er für geleistete Arbeit an seinem Haus bezahlt. Der Kreditnehmer geht nun durch den Umstand in Konkurs, dass ihm z. B. seine eigene Bank den Geldhahn zudreht, d.h. der Kredit sofort fällig wird, den er aber nicht bezahlen kann. Die Bank erhält zwar ihre Sicherheit, das Geld aber bleibt im Umlauf (Handwerker) und ist von jeglicher Rückzahlungsverpflichtung entbunden. Keine Zinsverpflichtung saugt mehr das dem Kreditnehmer als Kredit für das Haus gegebene Geld auf die Bank zurück. Damit aber verhindert das Bankensystem den weltweiten Kollaps, der durch zunehmenden Geldmangel in der Volkswirtschaft unweigerlich auf uns zukäme.

    Ein unvorstellbares Paradoxon. Die Konkurswelle löst also Rückzahlungs- und Zinsverpflichtungen auf und das von den Banken ausgegebene Geld verbleibt in der Zirkulation. Die Banken aber schöpfen nach alter Manier wiederum Geld aus dem Nichts, also brauchen sie ja nicht immer alles Geld wieder zurückerhalten. Die Sicherheiten sind ihnen ja sowieso viel lieber, denn Häuser bauen können sie selber nicht, dafür brauchen Sie eben Menschen, die das Fach der brauchbaren Güterproduktion verstehen.”

    Zerstörerischer Zinseszins

    Jeder Euro, welcher heute als Vermögen existiert, ist verzinst angelegt. Durch den Zins wächst das Geldvermögen jedes Jahr weiter an. Damit Zinserträge weiter fließen können, muss das angewachsene Geld wieder verliehen werden. Was der eine als Zinsgewinn hat, muss ein anderer als Verschuldung verbuchen. Es entsteht also ein Verschuldungszwang, indem die Zinsgewinne automatisch zu einer ansteigenden Gesamtverschuldung führen müssen. Ein Schuldenabbau ist deshalb niemals möglich. Im Gegenteil: Die Schulden müssen bis zum Bankrott explodieren. Fatal am Zinssystem ist, dass es sich exponentiell beschleunigt: Ein Cent Verschuldung im Jahre 0 wäre bei 5 % Zins nach 100 Jahren auf gerade 1,31 Euro angewachsen, hätte jedoch im Jahr 1466 schon den Wert einer Erdkugel aus Gold angenommen. Heute wäre diese damalige Schuld von einem Cent durch Zinseszins auf den Wert von über 200 Milliarden Erdkugeln (!) aus Gold angewachsen. Schnell wird deutlich, dass unser Zinssystem nur einige Jahrzehnte funktionieren kann, bis aus der Expansion ein Zusammenbruch wird.

    Die Zins-/Kreditfalle ist also eine zweifache Falle. Einerseits erhöht sich der zu zahlende Betrag um ein Vielfaches, so dass der Kreditnehmer in einem Teufelskreis landet, in dem er sein Leben lang nur noch abzahlen kann. Andererseits knebeln ihn die Banken jedoch auch mit Entschädigungszahlungen, falls er den Kredit auf einmal kündigen oder zurückzahlen möchte oder muss, weil die Bank sich ja von den erhobenen Zinsen und Zinseszinsen finanzieren. Zusätzlich verleiben sich die Banken Sachwerte wie Grundstücke und Immobilien ein, durch die Unsitte, Kredite mittendrin aufzukündigen, die der Kreditnehmer dann natürlich nicht zurückzahlen kann. Somit geht der Sachwert, der so mühsam abgezahlt wurde, an die Bank.

    Das Bankers-Manifest von 1892

    Das Banker-Manifest von 1892, enthüllt von US-Kongressmitglied Charles A Lindbergh senior, zeigt auf, dass diese Misswirtschaft schon lange vorherrscht, vor allem in Amerika. Vor dem Kongress versuchte er derzeit, die Bürger zu warnen. Das war zu der Zeit, als er von 1907 bis 1917 im Amt war:

    Das Manifest besagte: "Wir (die Banker) müssen bei jedem Zug, den wir machen, mit Vorsicht und Wachsamkeit verfahren, denn die niedrigeren Schichten der Menschen zeigen bereits Zeichen von rastlosem Aufruhr. Die Klugheit wird deshalb eine Politik zeigen, die vermeintlich dem populären Willen nachgibt, bis unsere Pläne so weit vollendet sind, dass wir unsere Vorhaben ohne Furcht vor irgendwelchem organisierten Widerstand bekannt geben können. Die Bauern-Allianz und die Ritter der Arbeits-Organisationen in den Vereinigten Staaten sollten sorgfältig von uns ergebenen Männern beobachtet werden, und wir müssen sofortige Schritte unternehmen, um diese Organisationen in unserem Interesse zu kontrollieren, oder sie zu stören. (…) Die Gerichte müssen zu unserer Hilfe berufen werden, Schulden müssen eingesammelt werden, Wertpapiere und Hypotheken müssen so schnell wie möglich gekündigt werden. Wenn die gewöhnlichen Menschen durch den Prozess des Gesetzes ihre Heime verloren haben, werden sie leichter lenkbar sein und leicht zu regieren durch den Einfluss des starken Armes der Regierung, angewandt mit der zentralen Macht des imperialen Wohlstandes unter der Kontrolle der führenden Finanziers. Menschen ohne Heime werden nicht mit ihren Führern streiten. (…)“.

    Der Einfluss der Illuminati ins Finanzsystem

    Wir wissen, dass im Hintergrund Mächte im Spiel sind, die ihre Finger in der Großfinanz, in den Banken, in der Politik und in den Medien haben. Die „Neue Weltordnung“, die die Illuminati anstreben, sieht vor, bewusst einen Finanzkollaps zu erzeugen, der die grosse Depression wie ein Picknick aussehen lassen wird. Bereits im Jahr 1773 planten Rothschilds und die Zionisten, das gesamte Weltvermögen zu kontrollieren. 1790 starb Benjamin Franklin, und unter Rothschilds Einfluss wurde Alexander Hamilton neuer Finanzminister Amerikas. Dieser wurde extra eingesetzt, damit er die erste Zentralbank der USA gründete, welche aufgebaut war wie die “Bank of England”, kontrolliert von den Rothschilds. Ziel war es, durch Zentralbanken auf internationaler Ebene mittels Verschuldung und Kreditgaben die Macht über ganze Staaten zu erlangen. Rothschild hatte mittlerweile Banken in London, Paris, Wien und Berlin. Vertreter der Illuminati waren u.a. die “Khun Loeb Bank”, die “August Belmont & Co. Bank” und die “J.P. Morgan & Co. Bank”.

    Anfang 1900 initiierten die Illuminati eine Währungskrise, um eine private Zentralbank in den USA zu errichten, die “Federal Reserve Bank”. Dabei gewannen die Rothschilds mehrere Milliarden Dollar. Schließlich wurde auf Ihr Wirken hin die Verfassung geändert, mit dem Beschluß, das Einkommen jedes amerikanischen Bürgers zu besteuern.

    Die “Federal Reserve Bank” wurde 1913 gegründet. Sie führte die Ein-kommensteuer ein und erhöhte im Februar 1929 den Hauptzinssatz. Im Herbst desselben Jahres führten die Bankiers einen künstlichen Aktienboom herbei, so dass es schließlich zur Wirtschaftskrise kam, die sich zur Weltwirtschaftskrise ausweitete, nachdem zahlreiche Firmen Konkurs anmelden und Banken schließen mussten. Inzwischen hatte der erste Weltkrieg dazu geführt, dass die beteiligten Länder mehr Geld ausgaben, als sie hatten, und sich von den Banken Geld leihen mussten. Beim zweiten Weltkrieg war es nicht anders. So nahm die Staatsverschuldung ihren Lauf. Beide Kriege wurden von den Illuminaten eingeleitet, um genau dieses Szenario der Verschuldung zu erreichen. Zur Abwicklung der deutschen Reparationszahlungen gründete man in der Schweiz die “Bank für Internationalen Zahlungsausgleich”. Der IWF (Internationaler Währungsfond), die Weltbank und die “Bank für Internationalen Zahlungsausgleich” wurden geschaffen, um die Vorherrschaft der Wirtschaft auf den ganzen Planeten zu übertragen. Der IWF, die “Federal Reserve Bank” und die “Bank of England” sind Zentralbanken, die als “Weltpolizei” gedacht sind, um die weltweiten Schulden einzutreiben.

    Der Finanzkollaps, den man bewusst herbeiführen will, soll aufgrund von Manövern der grossen Banken und der grossen Finanz-Institutionen der Welt stattfinden, durch Börsen-Manipulation, und Zinsraten-Änderungen. Die meisten Menschen, so ist es geplant, werden gegenüber diesen Institutionen verschuldet sein, durch Banken- und Kreditkartenschulden, usw. Der Plan sieht vor, dass die Regierungen alle Schulden sofort zurückfordern, doch werden die meisten Menschen nicht in der Lage sein, sie zu bezahlen. Als Folge wird erwartet, dass sie bankrott gehen. Dies wird allgemeine Panik auslösen, welche zeit-gleich weltweit auftreten wird, da die Illuminati fest an das Kontrollieren der Menschen durch die Finanzen glauben.

    So haben wir also folgende Situation: Aus dem Finanzmarkt ist durch eine ausgeuferte Maßlosigkeit einiger Weniger auf diesem Planeten eine Schieflage geworden, die alle Menschen der westlich-industriellen Welt (und auch die Länder der Dritten Welt!) durch Kontrolle in den Zangen der Armut durch Verschuldung hält. Weil wir auf einem Pla-neten der Dualität leben, hat die maßlose Knechtschaft, die von den Finanzmärkten ausgeht, einen idealen Resonanzboden in der Bevöl-kerung gefunden. Und dieser heißt: Verführung.

    Gott Hades, so kennen wir es aus der Mythologie, kam mit einem gol-denen Wagen auf die Erde. Die Verführung, die in der westlich-industrialisierten Welt stattgefunden hat, ist das maßlose Begehren nach mehr Konsum und Ansammlung von Gütern.

    Der Konsum und die Maßlosigkeit

    Was eigentlich in der heutigen Misswirtschaft fehlläuft, ist das Anhäufen und Horten von Geld, gleichgültig, ob man es hat oder nicht. Bevor es das Zinssystem gab, hat jeder soviel ausgegeben, wie er an Geld zur Verfügung hatte. Doch seitdem Geld verliehen wird, Kredite gegen Zinsen gegeben werden, Kreditkarten von den Banken beliebig und oft herausgegeben werden, hat sich ein Ungleichgewicht eingeschoben. Der Grund dafür liegt in einer menschlichen Schwäche, die schlußendlich im Kapitalismus endet: Die Maßlosigkeit des Konsums. Im Menschen, der in der Dualität lebt, so wie wir es hier auf der Erde immer wieder als Balanceakt erleben, ist es angelegt, von einem Pol zum anderen zu springen, um letztendlich an dem Versuch zu scheitern, die goldene Mitte zu finden. Doch genau diese Mitte gilt es zu halten.

    Die Welt der Marktwirtschaft und des Kapitalismus fordert uns auf, ja verführt uns dazu, zu konsumieren – über unsere Verhältnisse hinaus zu gehen und uns über die Grenzen dessen hinauszutrauen, an denen wir finanziell sind. Die Medien machen uns vor, dass es leicht sei, zu Geld oder zu teuren Sachwerten zu gelangen. Sie fordern uns zur Maßlosigkeit auf, verführen zum Konsum, zur Verschuldung. Es wurde uns eingetrichtert, dass man mit Wertpapieren, Aktien und Lotterien schnell zu Geld kommen kann. Der Mensch, der das ausgibt, was er hat, bekam durch diese Beeinflussung zunehmend das Gefühl, abseits vom Konsumrausch zu stehen. Es ist ein Spiel der Großmächte, das mit uns getrieben wurde und wird.

    Der US-Wirtschaft, die bekanntlich auf Pump lebt, mit geborgtem Geld sozusagen, weil der Dollar nichts mehr Wert ist, ist es nur gelungen, eine ernste Rezession nach dem Kollaps des Aktienmarktes im Jahr 2000 zu vermeiden, weil sich die Verbraucher in Rekordhöhe verschuldet haben. «Shop until you drop» (Kauf ein, bis du umfällst!) ist bei den Amerikanern ein beliebter Ausdruck. Die Notenbank hat die Kreditzinsen auf 1% gesenkt, die tiefste Zinsrate seit 45 Jahren. Ziel ist es, die Kosten der Verschuldung gering zu halten, so dass Familien weiterhin Kredite aufnehmen, um Geld auszugeben! Etwa 70% der US-Wirtschaft besteht aus den Ausgaben der Verbraucher. Der grösste Teil davon wird für den Kauf eines Eigenheims ausgegeben. Dieser Teil hat Rekordhöhen erreicht.

    Höhere Zinsen würden eine Krise bei den Verbraucherschulden sowie eine Zahlungsunfähigkeit bei den Hypotheken auslösen, die Deckung von Kreditkarten gefährden und das Autoleasing scheitern lassen. Erheblich höhere Zinsraten würden die US-Wirtschaft in eine tiefe Rezession oder noch Schlimmeres stürzen. US-Haushalte haben in den ersten sechs Monaten des Jahres 2003 neue Hypotheken im Wert von 723 Milliarden Dollar  aufgenommen. Die Zuwachsrate  der Schulden hat sich gegenüber dem Jahr 2000 verdoppelt. Die heutige Verschuldung durch Hypotheken in den USA beläuft sich auf knapp 5 Billionen Dollar (Stand: 2003), doppelt soviel wie 1996. Sie ist viel schneller gewachsen als das Pro-Kopf-Einkommen.

    Die 20-Billionen-Dollar-Schuldenblase

    Es gibt keine Erholung in den USA, sondern bloß einen mit Schulden finanzierten Kaufboom, der durch die neue Häuserkaufexplosion zustande kommt. Am meisten alarmiert die wachsende Verschuldung beim Kauf von Häusern oder Land. Damit der Konsument weiter konsumiert, hat die Zentralbank die Zinsrate seit 2001 dreizehnmal gesenkt (Stand: von 2003), um damit den Hauskauf beim amerikanischen Durchschnittsbürger massiv anzuregen. Wegen der niedrigen Zinsen leihen sich viele Amerikaner Geld, um ein Haus zu kaufen. Die Banken konnten die Hypothekaranleihen an eine halbstaatliche Hypotheken-Garantiefirma «weiterverkaufen», entweder an Freddie Mac oder Fannie Mae. Diese halbstaatlichen Finanziers sind das Herz dieser letzten Blase, einer sich auf einige Billionen Dollar belaufenden Hypothekenblase. Mit extrem niedrigen Zinsraten hat die Notenbank überall in den USA ein Häuserkauffieber ausgelöst.

    Da Freddie Mac dazu bereit ist, Darlehen zu kaufen, sorgen sich lokale Banken nicht über das Risiko der regionalen Häuserkäufe. Manchmal leihen Banken den willigen Konsumenten 100% oder gar 125% des genannten Wertes eines Hauses und streichen riesige Zinsgewinne ein.

    Das einzige Problem ist, dass es auf Grund der steigenden Arbeitslosigkeit und einer Wirtschaft, die nicht wächst, eines Tages einen furchtbaren Zusammenprall mit der Realität geben wird, und zwar dann, wenn der Markt für Immobiliendarlehen seine Grenzen erreicht hat. Dann besteht die Gefahr, dass der Konsument aufhört zu kaufen, aber die produzierende Industrie nicht stark genug ist, neue Jobs und eine wirkliche wirtschaftliche Erholung herbeizuführen. Für jeden Dollar Zuwachs an Produktivität muss die USA mittlerweile ganze vier Dollar neue Schulden machen! Die gesamten Schulden wachsen heute überall auf der Welt viel schneller als die Produktivität. Die Kredite in Deutschland steigen beispielsweise mehr als 2,5 mal schneller als das Bruttosozialprodukt. Ähnlich sieht es in Österreich und der Schweiz aus. Die logische Folge davon ist, dass überall schon bald die Zinslasten für den Schuldenberg nicht mehr bezahlt werden können und es zu einer schweren Krise kommen muss. Was die Politik im Moment versucht – auch bei uns in Deutschland – sind klägliche Versuche, Löcher zu stopfen, um den Zusammenbruch des Systems noch ein wenig zu verzögern. Der Bürger wird dabei für dumm verkauft, indem er angehalten wird, die Schuldenlast des Staates mitzutragen, indem er weiter arbeitet und konsumiert, Schulden macht und Zinsen bezahlt. Sparvorschläge, wie es die Parteien vorschlagen, helfen zum einen nicht weiter, und zweitens würden sie eine „Unterbrechung“ der Kreditaufnahmen bewirken, die das System wegen mangelnder Investitionen wiederum zum Zusammenbruch führen würden. Ein Teufelskreis!

    Wann kommt der Kollaps?

    Unser Zinsgeld-System steckt also in einer Schuldenspirale, die sich immer schneller dreht. Der Zusammenbruch dieses Systems ist daher vorprogrammiert, weil der Berg an Schulden irgendwann von niemanden mehr bewältigt noch abgetragen werden kann. In dem Moment, wo sich der Bürger weigert, weiterhin zu konsumieren und der „Teufelskreis“ durch den Investitionsstopp in den Schuldenberg unterbrochen wird, ist der Kollaps da.

    Doch für was für einen „Kollaps“ entscheiden wir uns? Die Illuminati wollen erreichen, dass der Zusammenbruch des Systems Panik auslöst und sie einen Grund bekommen, die Weltherrschaft zu übernehmen. Nicht umsonst werden einem gerade jetzt an jeder Ecke Kreditkarten hinterhergeschmissen, mit denen es ein leichtes ist, sich zu verschulden – die beste Grundlage, um Panik zu bekommen. Doch im Zuge der Bewusstwerdung des Menschen, im Transformationsprozess, läuft noch eine ganz andere Zeitlinie ab – in der das Finanzsystem zwar auch zusammenbricht, das Endresultat nur ein völlig anderes ist: Nicht eine „Neue Weltordnung“, sondern ein freies neues System, in dem Werte etwas zählen, und wo es wieder einen natürlichen Austausch gibt.

    Umdenken

    Entscheidend ist, dass wir uns von der Gier nach „mehr Geld ohne eigenes   Zutun“  lösen.  Dazu gehören  das  Zinssystem, das  Börsensystem und Lotteriesysteme. Die Illusion, dass „Geld für uns arbeitet“ ist noch immer in zu vielen Köpfen drin. Nicht umsonst wird mit der Verlesung der täglichen Börsendaten immer wieder der Eindruck vermittelt, man könne ohne großes Zutun über Nacht reich werden. Stattdessen muss wieder ein Bewusstsein dafür entstehen, dass wir alle eine Einheit sind, auch eine Einheit mit der Erde, die uns ihre Ressourcen sicher nicht zur Verfügung stellt, damit ein einzelner damit viel Geld machen kann. Dieser Wertewandel ist gerade im Gange.

    Der Wertewandel ist ein schleichender Prozess, der seit langem im Gange ist und auf einen Höhepunkt zuzusteuern scheint. Im Transformationsprozess hält nur noch das dem „Großen Wandel“, wie Kirael es nennt, stand, was aus Wahrheit besteht. Und durch das neue Bewusstsein des Menschen wird der Weckruf nach ganz anderen Wertmaßstäben laut, die auf Liebe, Güte, Ausgeglichenheit, Wahrheit, Frieden und Freiheit basieren. Dazu passt ein derartig auf Betrug und Ausbeutung ausgerichtetes System, das zudem auch noch die Maßlosigkeit fördert, nicht mehr.

    Was wäre denn, wenn durch das steigende Bewusstsein auf der Erde, mehr und mehr Menschen sich weigern würden, den Konsum mitzumachen? Erinnern wir uns auch an die Geschichte der Venusier, die irgendwann „die Nase voll“ vom System hatten, ihr Geld und ihre Kreditkarten in die Mülltonnen warfen und das Geld verbrannten (nachzulesen in der Serie „Visionen für den Aufstieg“, Lichtsprache Nr. 27, März 2005). Sie weigerten sich, das Luxusleben einiger weniger, die an der Spitze des Kapitalismus saßen, weiterhin zu finanzieren, verließen die Städte und fingen ein neues Leben ohne Zinsen, ohne Konsumhaltung und ohne Kapitalismus an.

     

     

    (SK, Quellen: Helmut Creutz, “Das Geld-Syndrom”/H. J. Klaussner, Begründer des Gewinn-Schutz-Verban-des für Klein- und Mittelbetriebe e.V.; „Etappenziel Euro-Dollar“, Art. in Matrix3000 Bd. 26, Mrz./Apr. 2005; www.das-gibts-doch-nicht.de: „Die Verschuldungsgefahren des Dollarsystems“ von F. William Engdahl, USA  (26.8.03); „Wann kommt der Kollaps“ von Günter Hannich, erschienen in ZeitenSchrift  Nr. 33/ 2002; Svali; „Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhun-der“/J. v. Helsing. Foto: Susanne Kreth, erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 34, Okt. 2005)

     

     

     

     

     

     

     

     

    NEUE SERIE:

    Visionen zur Zukunft des Geldes und der Wirtschaft – Teil 1

    Die Entwertung des Geldes

    Einführung

    Mit dieser neuen Serie möchte ich einen Überblick darüber verschaffen, was in der heutigen Zeit des Wertewandels mit dem Geld- und Finanzsystem geschieht und wie das Wertesystem in Zukunft aussehen wird. Der erste Teil handelt davon, was in den letzten Jahrzehnten mit dem Geld passiert ist – nämlich der Entwertung.

    Der Gold-Standard

    In früheren Jahrhunderten bezahlte man mit Gold- und Silbermünzen. Das Geld erhielt seinen Wert durch das Edelmetall selbst. Später ging man dazu über, Papiergeld zu verwenden, dessen aufgedruckter Betrag einen Gegenwert – meist in Gold – repräsentierte, der an einem sicheren Ort verwahrt wurde. So war beispielsweise der amerikanische Dollar bis 1934 noch vollständig durch Gold gedeckt. Die Grundregel des Gold-Standards war ein fester Preis für das Gold. Jede Währung stand in einem festen Verhältnis zu einer bestimmten Menge Gold. Die Währungen, von Gold gedeckt, waren deshalb jederzeit in Gold einlösbar. Und die Währungsreserve eines Staates bestand ausschließlich aus Gold. Wenn ein Zahlungsbilanzdefizit entstand, weil im Inland die Preise anstiegen, floss automatisch Gold aus dem Land. Damit stand dann intern weniger Gold für den Geldumlauf zur Verfügung. Als Konsequenz kamen die Preise unter Kontrolle oder sanken. Die Exporte wurden wieder konkurrenzfähig und die Zahlungsbilanz verbesserte sich. Wies ein Land dagegen einen Zahlungsbilanzüberschuss auf, dann strömte Geld herein und die Wirtschaft konnte expandieren. Gold sorgte für Disziplin in der Marktwirtschaft. Man konnte keine Schulden machen und musste lernen, mit dem hauszuhalten, was man hatte – immer gemessen an dem, was an Gold da war. So war ein stabiles Geldsystem gesichert. Denn Gold zwingt dazu, den Haushalt auszugleichen. Griechenland und Byzanz hatten solche gesunden Haushalte. Gold als Geld bildete die wirtschaftliche Grundlage für Kultur und Wohlstand, auf deren Basis sich eine Zivilisation weiterentwickeln konnte. Arm und unter einer Last von Schulden kann sich niemand höher entwickeln.

    Auf dem Höhepunkt des Gold-Standards am Anfang des 20. Jahrhunderts waren rund 50 Nationen, alle führenden Industrieländer, an den Gold-Standard angeschlossen. Sie alle bildeten eine einzige große Zahlungsgemeinschaft, die funktionierte. Schwankungen der Wechselkurse gab es so gut wie nie.

    Das Ende der goldgedeckten Währungen

    Doch mit dem ersten Weltkrieg hatte dieses gut funktionierende System ein Ende. Denn kurz darauf fingen die Krieg führenden Länder an, den Krieg mit Anleihen auf die Goldreserven zu finanzieren. Hätten sie dies nicht getan, sondern sich im Rahmen des gemäßigten Haushaltens an den Gold-Standard gehalten, wäre der Krieg nicht länger als 6 Monate finanzierbar gewesen und man hätte den Gold-Standard beibehalten können. Doch ohne die Disziplin der Goldwährung dauerte der Krieg schließlich viereinhalb Jahre. Um all die Anleihen verwalten zu können, brauchte man die Zentralbanken, die in diesen Zeiten erblühten. 1913 wurde in den USA die verfassungswidrige Privatbank Federal Reserve unter Führung der beiden Großfinanzgruppen Rothschild und Rockefeller gegründet. In dieser Zeit begann die schleichende Entkopplung des Geldwertes von den Goldvorräten. Die Anleihen und die Reparationszahlungen führten schließlich zur Verschuldung, Inflation und zur Vernichtung des Bürgertums, was die Grundlage für den zweiten Weltkrieg schuf. Nach dem 1. Weltkrieg wollte man zwar zum Gold-Standard zurückkehren, aber es fehlte die Kraft dazu. Auf der Konferenz von Genua im Jahr 1922 wurde schließlich der Gold-Devisen-Standard eingeführt. Neben Gold konnten die Zentralbanken nun auch Dollar und Pfund – die Währungen der Siegernationen – als Reserven benutzen. Dollar und Pfund waren nun dem Gold gleichgestellt, und dies wirkte sich inflationär aus, weil diese Währungen zweimal gezählt wurden: einmal im Land, das sie ausgab und das zweite Mal im Land, das sie als Reserven benutzte. Es war ein fataler Irrglaube, dass eine Währung so stabil sein würde wie Gold.

    Am Ende des 2. Weltkrieges wurde zudem die Einführung des Gold-Dollar-Standards beschlossen. Dabei wurde den USA das Monopol gegeben, ihre Schulden mit Papier zu begleichen, Papier, das sie selbst bedruckt haben. Da Englands Währung abgewirtschaftet war, gab es jetzt neben dem Gold nur noch den Dollar als Währungsreserve.

    Zu jeder Zeit war es noch möglich, auf andere Währungen auszuweichen, die durch Gold abgesichert waren. Mit dem 15. August 1971 ging diese Ära zuende. Damals hob Präsident Nixon die Goldeinlösungspflicht der USA einseitig auf. Ab diesem Zeitpunkt musste das Geld nicht mehr von Gold gedeckt sein. Mittlerweile gibt es keine einzige Währung mehr, die Gold als Sicherheit aufweist. Die Einführung des Zinssystems, um die Anleihen zu finanzieren, tat ihresgleichen dazu: Es führte zu einer zunehmenden Verschuldung und verleitete auch Bürger dazu, übermäßig und einseitig zu haushalten und Schulden zu machen für Dinge, die man sich nicht leisten konnte. Diese Verschuldung hat durch Werbung und Animation zu mehr Konsum so sehr zugenommen, dass mittlerweile alle Menschen verschuldet sind und Zinsen an die Banken zahlen, die sie noch tiefer in die Verschuldung bringen.

    Der wertlose Dollar

    Der Dollar als akzeptierte Währungsreserve neben dem Gold ist jedoch auch längst nichts mehr wert. Die Kriege, die Amerika, vor allem unter der Herrschaft der Bush-Familie führt, werden mit Defiziten und über das Bankensystem finanziert. Unter einem Gold-Standard wäre dies nie möglich gewesen! Aber die Kriege werden weiterhin geführt, trotzdem die USA bankrott sind. Wenn man bankrott ist, kann man eigentlich keine Kriege führen. Das Handelsbilanzdefizit steht mittlerweile bei 600 Milliarden Dollar (Stand: Mitte 2004). Das Haushaltsdefizit beträgt über 500 Milliarden US-Dollar. Und die Auslandsschuld ist enorm.

    Mehr als 75 % des weltweit umlaufenden Geldes sind Dollars. Wert-lose Dollars wohlgemerkt. Trotzdem werden Rohstoffmärkte und Zentralbanken angehalten, in immer stärkerem Maße Dollars als Währungsreserven anzunehmen und Gold zu verkaufen. Die Schweizer Nationalbank verkaufte zum Beispiel von 2000 bis 2001 über 600 Tonnen Gold und kaufte von dem Erlös vor allem langfristige Anleihen in Dollar. 2004 war der Goldverkauf auf 1300 Tonnen angestiegen. Das ist die Hälfte des ursprünglichen Schweizer Goldvermögens. Damit war nun die Schweiz das letzte Land, das sich ebenfalls von der Golddeckung seiner Währung gelöst hatte. Wie das passieren konnte? Die Schweiz trat dem IWF (Internationaler Währungsfond) bei, und dessen Statuten verbieten es ausdrücklich, dass eine Währung an Gold gebunden ist. Um dies verfassungsrechtlich festlegen zu können, musste sogar Verfassungsbruch begangen werden, getan am 1.1.2000. Seitdem muss der Schweizer Franken nicht mehr durch Gold gedeckt sein.

    Warum passiert das alles? Weil die USA den Glauben an den längst wertlosen Dollar noch so lange wie möglich aufrechterhalten will. Nur die Macht und der Wille der US-Großfinanz hält diesen noch künstlich hoch. Und das ganze System lebt davon, dass nichts von alldem veröffentlicht wird. Die Folge: Alle wichtigen Währungen der Welt (Dollar, Euro, Yen und andere) sind ohne reale Wertgrundlage so unmäßig vermehrt worden, dass sie keine echte Wertaufbewahrungsfunktion für die Bürger mehr haben. Sparen ist dadurch völlig sinnlos geworden. Auch die Tauschfunktion der Währungen wird nur durch Manipulation und Täuschung über einen angeblichen – aber nicht vorhandenen – Kurswert künstlich aufrechterhalten und ist längst nicht mehr echt. Mittlerweile haben die Zentralbanken zwischen 30 und 50 % ihres Goldes ausgeliehen. Das Gold ist weg!

    Der Trick mit den Sachwerten

    Der US-Staat weiß sehr wohl, dass der wertlose Dollar dem Volk nicht ewig als wertvolle Währungsreserve vorgegaukelt werden kann. Und wüssten die Menschen, dass unser Geld keinerlei Wert mehr hat, würden sie nicht mehr sparen, sondern der fortwährenden Geldentwertung durch Flucht in die Sachwerte zu entgehen versuchen. Und genau das tun die hinter der Federal Reserve stehenden Bank-komplexe: Sie kaufen seit Jahrzehnten mit dem immer wertloser werdenden Geld systematisch Sachwerte auf: Rohstofflager, Industrie -komplexe, Immobilien und Unternehmen. Solange „die anderen“ noch an den Geldwert glauben, gelingt dem amerikanischen Staat das auch noch, bis er für sein „Spielgeld“ genug davon angehäuft hat, um genügend Monopole zu besitzen, wenn auffliegt, dass der Dollar nichts mehr wert ist. Der Trick: Hinter diesen Bankkomplexen stecken wieder einmal die Hintergrundmächte dieser Welt, deren Ziel es ist, eine Weltregierung zu schaffen, dessen Herrscher sie selber sind. Um dies voranzubringen, braucht man nur die ausländischen Banken dazu zu bringen, ihr Gold abzustoßen, indem man ihnen vormacht, dass Gold nichts mehr wert ist, sie dazu zu bringen, dieses in Dollar einzutauschen und der ganzen Welt vorzumachen, dass der Dollar immer noch die stabilste Währung ist. Im zweiten Schritt – mit dem Wissen im Hintergrund, dass das Geld bald gar nichts mehr wert ist – kauft man ganz viele Sachwerte und breitet sich weltweit aus, um eine Monopolisierung zu erreichen.

    Gleichzeitig sind die USA immer noch – mit über 8000 Tonnen Gold – die größten Goldbesitzer der Welt, denn sie haben seit vielen Jahren kein einziges Gramm davon mehr verkauft. Ob und wieviel Gold jedoch tatsächlich noch in den Tresoren der New Yorker FED liegt, weiß niemand, denn seit 50 Jahren lässt diese keine unabhängige Prüfung ihrer Räume mehr zu. Die Tresore könnten also genauso gut auch leergeräumt sein – und niemand würde es mitkriegen.

    Den zweitgrößten Goldvorrat hält Deutschland mit 3440 Tonnen. Allerdings will die Bundesbank 600 davon verkaufen und es ist auch umstritten, wieviel von dem Gold als Anleihen im Ausland gehalten werden. Frankreich verfügt über 3025 Tonnen und Italien über 2450 Tonnen. Die Schweiz besitzt noch 1516 Tonnen, während England nur noch etwa 300 hat. Die Briten haben bereits riesige Goldvorräte veräußert und damit mindestens 500 Millionen englische Pfund verloren.

    Der Zusammenbruch des Geldsystems

    Experten warnen inzwischen davor, dass der Kollaps des modernen Währungssystems bevorsteht, weil der Glaube an das noch „wertvolle“ Geld an einem seidenen Faden hängt. Zum einen hängt es tatsächlich vom Glauben ab, dass man meint, die aufgehäuften Schulden irgendwann einmal begleichen zu können. Zum anderen ist die mangelnde Golddeckung, die vorsorglich nicht breitgetreten wird, ein Betrug an der arbeitenden Bevölkerung, die sich weiterhin brav anstrengt, obwohl sich das über Generationen erarbeitete Volksvermögen bereits in Luft auflöst.

    Die Entwertung des Geldes ist also ein schleichender Prozess, der seit langem im Gange ist und auf einen Höhepunkt zuzusteuern scheint. Im Transformationsprozess hält nur noch das dem Struktur- und Wertewandel stand, was aus Wahrheit besteht. Und durch das neue Bewusstsein des Menschen wird der Weckruf nach ganz anderen Wertmaßstäben laut, die auf Liebe, Güte, Harmonie und Ausgeglichenheit, Wahrheit, Frieden und Freiheit basieren. Dazu passt ein derartig auf Betrug und Ausbeutung ausgerichtetes System, das zudem auch noch die Maßlosigkeit fördert, nicht mehr.

    (SK, Quellen: „Etappenziel Euro-Dollar“, Art. in Matrix3000 Bd. 26, Mrz./Apr. 2005; „Die Goldverschwörung“, Art. in ZeitenSchrift 44/2004; „Gold-Skandal: So werden wir manipuliert“, Art. in Mysteries Nr. 6/2004, erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 33, Sept. 2005)

     

    Konfuzius zu Versicherungen und Geld

    Ausschnitte aus dem Buch „Der Aufstieg der Erde 2012 in die fünfte Dimension“

    Viele Menschen haben sich in Abhängigkeitsverhältnisse begeben, und so lebt in ihnen die Existenzangst, die Angst, dass ihnen bestimmte Dinge verlorengehen oder ihr Lebensstandard abbröckelt. Sie glauben, dass es wichtig ist, eine feste Arbeitsstelle und ein gutes Einkommen zu haben, Geld für Ihre Abzahlungen zu haben, und all die Artikel, die sie „brauchen“. Durch diese Befürchtungen, eines Tages weniger zu haben, produziert ihr angstbeladene Zukunftsenergien. Und so kommt es auch oft zu erschütternden Verlustereignissen, die Euch die Erfahrung bringen, dass all Euer Geld trotzdem nicht helfen konnte, z.B. einen geliebten Menschen zu retten, der krank wird. Sie zeigen Euch auf, dass Eure Überzeugungen in Frage gestellt werden wollen, dass Euer Leben nicht erst mit der Rente beginnt, sondern dass es jeden Tag passiert. Je mehr Besitz Ihr habt, desto mehr seid Ihr an materielle Abhängigkeiten gebunden. Zuviel Besitz wird irgendwann zum Ballast! Versucht, positiv zu denken, und schaut auf das, was Ihr bereits habt. Vermeidet Gedanken des Mangels und der Existenzangst! Eure Versicherungsindustrie lebt von Eurer Angst und von Eurer Unwissenheit. Sie lassen Euch glauben, dass Ihr Vorsorge treffen solltet für schlechte Zeiten, die Euch überrollen könnten. Tatsache ist dabei aber: Ihr habt die schlechten Zeiten gleich und sie haben Euer Geld! Wenn Ihr diese Erde verlässt, werdet Ihr nicht einmal einen Nagel von Eurem Haus mitnehmen! Was Ihr mitnehmt, sind Erinnerungen an dieses Leben. Werden es freudevolle Erinnerungen sein?

    Wie also könnt Ihr mit der Angst umgehen? Angst ist eine Energie, die immer auf die Zukunft gerichtet ist. In der Gegenwart existiert sie nicht. Um Angst zu provozieren, müsst Ihr also eine vermeintliche Bedrohung in der Zukunft erschaffen. Betrachtet, was Ihr da erschafft: Ist dies das, was Ihr zukünftig erleben wollt? denkt daran: Ihr erschafft Eure Zukunft selber!

    Kein Geld im Paralleluniversum

    Eure Erde befindet sich im Aufstieg ins feinstoffliche Universum, und sie wird nach Plan im Jahre 2012 die Eintrittsschwelle ins andere Universum erreichen. Dort im Paralleluniversum gibt es solcherlei materielle Bezüge nicht. Es gibt kein Geld, keine Krankheiten, keinen Privatbesitz in Form von Grundstücken und Häusern, und diese Arbeitsverpflichtung, wie sie bei Euch verbreitet ist, gibt es auch nicht.  Die Ressourcen sind gleichmäßig verteilt und stehen allen zur Verfügung. Wenn Ihr nun im Jahre 2012 dieses Paralleluniversum erreicht, dann kommt zunächst erst einmal frischer Wind in Eure jetzigen kollektiven Prägungen. Es wird Euer Geburtsrecht sein, Unterkunft, Nahrung, Kleidung und Einrichtung zu erhalten. In der jetzigen Zeitebene habt Ihr diese natürlichen Ressourcen pervertiert. Und dies geschah durch die Erschaffung eines künstlichen Wertes: dem Geld! Wir wollen nicht sagen, dass Geld eine Fehlentwicklung ist, soweit es dem Nutzen dient, den Handel zu vereinfachen. Nur habt Ihr das Geld so verteilt, dass wenige sehr viel haben und den Markt kontrollieren und viele gerade mal das Nötigste oder weniger als das haben. Es kommen auf diesem Gebiet einige Veränderungen auf Euch zu. Aber Ihr braucht vor keiner einzigen dieser Veränderungen Angst zu haben, weil das positive Endergebnis bereits feststeht. (Zusammenfassung: S. Kreth, erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 3, Mrz./Apr. 2003)